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Lauenburg Besucher lieben die Vielseitigkeit von „Dörfer zeigen Kunst“
Lokales Lauenburg Besucher lieben die Vielseitigkeit von „Dörfer zeigen Kunst“
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21:17 31.07.2013
Bäk: Diese Nixe von Ulrich Zinke hat keinen Namen, aber hervorstechende Eigenschaften. Quelle: Fotos: Hanno Hannes
Ratzeburg

Für „Dörfer zeigen Kunst“ steht das letzte Wochenende vor der Tür. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Aussteller zufrieden sind. So berichtet Raku-Künstlerin Annette Gräper aus Groß Disnack, einem Dorf, das an keiner Durchgangsstraße liegt, dass am Eröffnungswochenende 120 Besucher ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen seien und an den weiteren immerhin noch jeweils 60. Wer jetzt allerdings noch nicht in Groß Sarau war, hat Pech gehabt, denn hier ist die Schau bereits geschlossen. Besonders sehenswert waren hier die Landschaftsfotos von Richard Schult.

Der wohl kleinste Ausstellungsort der Reihe ist das Spritzenhaus von Albsfelde. Quasi in der Garage zeigt Petra Laux-Kruschinski hier Malerei und Modeschmuck, der aus originellen Stücken gefertigt ist. Ihr Mann Michael und Gitta Wald präsentieren Fotos. Gerade haben Dirk und Kathrin de la Haye aus Hamburg an der Kunstgarage Halt gemacht. Sie sind begeistert, was „Dörfer zeigen Kunst

alles bietet. Vorher waren sie schon in Fredeburg, haben dort Holz- und Filzarbeiten sowie die Naturfotografien von Hilke Wegener bewundert, und in Seedorf. „Total toll und super vielseitig“, findet sie das Angebot auf den Dörfern. Auch in Seedorf gibt es Naturfotografien zu sehen, die den Schaalsee aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zeigen, aber auch Kunsthandwerk und süße Teddys. Einen Ort weiter, in Groß Zecher, werden Patchwork, Makrofotografie und Schmuck nicht in einem Gemeinschaftshaus, sondern in der Kutscherscheune gezeigt, deren Gastronomie bei Ausflüglern sehr beliebt ist.

Doch das Ehepaar de la Haye will von Albsfelde weiter nach Behlendorf. Dort treffen sie auf die Werke eines deutschen Großkünstlers: Der Behlendorfer Bürger Günter Grass reiht sich mit einigen Druckgrafiken und einem Buch über seinen Briefwechsel mit Willy Brandt harmonisch in die Ausstellung ein. Behlendorf ist einer der Orte, die unbedingt zu empfehlen sind, schon weil auf zwei Etagen im Brinkhuus von Plastiken und Skulpturen über Malerei, Collagen und verblüffend detailreichen Kugelschreiberzeichnungen eine breite Palette geboten wird.

Eine weitere Ausstellung im Nordkreis, die sehr viel bietet, ist die im Gemeindezentrum von Groß Grönau. Hier hängen wieder fünf Säcke über dem Eingang auf die mit weißer Farbe die fünf Buchstaben K, U,N, S und T gemalt sind. Innen gibt es unter anderem bestechende Fotografien der Kirche St. Willehad zu sehen und im gleichen Raum Bilder von Kindern mit dem gleichen Motiv — ein reizvoller Kontrast. Groß Grönau ist außerdem die einzige Station unserer „Kultour über die Dörfer“, an der Floristik zu sehen ist, die durchaus als Kunst bezeichnet werden kann.

Siegfried Bausch gehört zu den Ausstellern, die sich auch in anderen Dörfern umschauen. Er zeigt seine Objekte in Groß Grönau, aber wir treffen ihn in Bäk. Dort diskutiert er mit dem Bildhauer Leonhard Ehlen. Der gehört zu den Künstlern, die auch in diesem Jahr wieder etwas verkauft haben. „Aber das ist im Rahmen von Dörfer zeigen Kunst nicht so entscheidend“, sagt er. Vielen geht es darum, überhaupt auszustellen. Ganz sicher ist das so bei den Mitgliedern der Vita-Malgruppe des DRK-Krankenhauses, die in der Ziethener Pfarrscheune ausstellen.

Ähnlich dürfte es den Akteuren des Lebenshilfewerkes gehen, die im Dorfgemeinschaftshaus Kneese gemeinsam mit Hobbykünstlern ausstellen. Hier lassen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bildauffassung gut studieren. Zum zweiten Mal macht Brunsmark mit. Hier stellen zwei Maler und ein Zeichner aus, der sich dem mittlerweile selten gewordenen Thema Portrait widmet.

Nicht weit von Brunsmark liegt Sterley. Hier wird wie gewohnt das Kulturzentrum Alte Schule für die Schau genutzt und erstmals auch die Feldsteinkirche. Diese entfaltet allerdings aufgrund ihrer Einrichtung und Architektur im Inneren eine solche Wucht, dass die ausgestellten Bilder eher untergehen.

Total toll und super vielseitig.“Kathrin de la Haye, Hamburg

Hanno Hannes

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