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Lauenburg Blumen sollen Insekten ins Gewerbegebiet locken
Lokales Lauenburg Blumen sollen Insekten ins Gewerbegebiet locken
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19:21 22.10.2019
Die Blumenzwiebeln sind gepflanzt. V. l.: Renate Föhr, Uwe Baumann, Rita Schütt, Susan Scherr. Quelle: HFR
Breitenfelde

Im Gewerbegebiet zwischen Industrie und Handel erwartet man gemeinhin keine bunten Felder mit schwirrenden Insekten. Eine große Fläche in ihrem Heimatort in ein Blütenmeer zu verwandeln war der Traum der Breitenfelderin Rita Schütt. Im Gewerbegebiet fand die Naturgärtnerin schließlich eine Fläche, die trotz regelmäßigem und häufigem Mähen schon einige Blüten zeigte. So konnten die Bürgermeisterin Anne Fröhlich und der Gemeindewerker Jens Güntersberg für die Idee schnell begeistert werden und auch die Gemeindevertreter stimmten für eine Blumenwiese. Ab sofort wurde die Raseninsel mit Entwässerungsgraben nur einmal im Juli gemäht. So zeigten sich in diesem Jahr schon einige Blüten.

„Die Herbstzeitlosen haben in diesem Jahr so reichlich geblüht, wie noch nie“, sagt der Gemeindewerker Uwe Baumann. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Blätter, die im Frühsommer erscheinen, diesmal nicht abgemäht worden. Sicherlich haben sich auch einige Insekten über die Blüten gefreut und im nächsten Jahr sollen es noch mehr werden. Aufgrund der zu erwartenden Sommertrockenheit, sollte es dann im September richtig losgehen. Leider war das Gelände nicht, wie geplant, für eine Bearbeitung mit der großen Fräse hinterm Trecker geeignet. Was nun?

4000 Blumenzwiebeln und 500 Pflanzen

Schließlich warteten bereits 500 Wiesenpflanzen und 4000 Blumenzwiebeln auf ihre Pflanzung. Die Bürgermeisterin konnte die BQG Personalentwicklung aus Ratzeburg zur Mitarbeit gewinnen. So wurde kurzerhand, in einer Regenpause, mit Handfräsen zu Werke gegangen. Die beiden Gemeindewerker und vier fleißige Frauen vom Verein Naturgarten, der auch schon in Mölln mit gemeinnütziger Arbeit so manches insektenfreundliche Beet im Wohngebiet anlegen konnten, setzten anschließend die Wildstauden und Blumenzwiebeln in die bearbeitete Fläche.

Es war Mitte Oktober geworden, aber der Aussaat stand nichts mehr im Wege. Wiesenblumensaat aus regionaler Herkunft, die nur Samen von heimischen Wiesenblumen enthält, war schon lange von der Firma Rieger-Hofmann geliefert worden und wurde jetzt ausgebracht. Nun heißt es abwarten und sich auf den Frühling freuen. Schon im März werden die Krokusse blühen und hoffentlich viele Sämlinge keimen, die später zu bunten Wiesenblumen heranwachsen werden.

Von fg, hfr

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