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Lauenburg Bomben-Entschärfung erst am Freitag
Lokales Lauenburg Bomben-Entschärfung erst am Freitag
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14:14 25.06.2018
Der Blindgänger liegt seit mehr als 70 Jahren in fast vier Metern Tiefe auf einer Wiese in Lauenburg. Das blaue Kreuz zeigt den Ort. Es wird zu umfangreichen Sperrungen und Evakuierungen kommen.
Der Blindgänger liegt seit mehr als 70 Jahren in fast vier Metern Tiefe auf einer Wiese in Lauenburg. Das blaue Kreuz zeigt den Ort. Es wird zu umfangreichen Sperrungen und Evakuierungen kommen. Quelle: Timo Jann
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Lauenburg

Das teilten Stadt und Kampfmittelräumdienst am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Wie berichtet wurde die Bombe nach der Überprüfung einer Verdachtsfläche auf Luftbildaufnahmen entdeckt. Es handelt sich demnach um eine amerikanische 100-Pfund-Fliegerbombe in schlechtem Zustand – was die Sache nicht einfacher macht.

 Für die ab Freitag 11 Uhr angesetzte Entschärfung des Blindgängers werden die Elbe, der Elbe-Lübeck-Kanal, die Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck und die Bundesstraße 209 voll gesperrt. Außerdem werden die Hitzler-Werft am Elbufer und Teile des Industriegebietes an den Söllerwiesen evakuiert. „Deshalb war es erforderlich, umfangreiche Vorbereitungen zu treffen“, erklärte Reinhard Nieberg, der Leiter des Lauenburger Stadtentwicklungsamtes. So müssen Prozesse in einem Chemiewerk herunter gefahren werden, die Versorgungsbetriebe müssen eine Gasleitung trennen.

Um die Entschärfung wird sich ein vierköpfiges Team unter Leitung von Sprengmeister Georg Ocklenburg kümmern. „Wenn alles gut geht, sind wir in 30 bis 45 Minuten durch. Wenn nicht, braucht Lauenburg ein neues Industriegebiet“, fasste Ocklenburg am Montag zusammen. Brisant: Der Heckzünder fehlt der Bombe bereits. Sollte die geplante Demontage des Frontzünders Probleme bereite, würde sich das Team voraussichtlich für eine gezielte Sprengung des Blindgängers, der gut 200 Kilo Sprengstoff enthalten soll, entscheiden. Die könnte frühestens am Sonnabend erfolgen, hieß es.

Timo Jann