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Lauenburg Feuerwehr rettet sieben Menschen
Lokales Lauenburg Feuerwehr rettet sieben Menschen
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15:09 23.11.2018
Nach dem Brand im Büro von Amelung Bauelemente an der Geesthachter Straße stehen die Feuerwehrleute in Trümmern. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Der Computer und die Festplatten mit allen Informationen zum Betrieb – zerstört. Die Aktenordner mit den Kundendaten, Aufträgen und Rechnungen – restlos verbrannt. „Im ersten Moment habe ich gar nicht realisiert, was das Feuer bedeutet, aber jetzt habe ich langsam einen Überblick. Es ist verheerend“, sagte am Freitagmorgen Werner Amelung. Das Büro seiner Firma Amelung Bauelemente an der Geesthachter Straße 63 stand am Donnerstagabend aus noch ungeklärten Gründen in Flammen. Sieben Menschen wurden aus dem Haus gerettet.

Wohn- und Geschäftshaus in Geesthacht ist nach dem Brand unbewohnbar

Haus schnell evakuiert

„Es roch erst etwas verbrannt, wir hatten gedacht, es wäre etwas in unserem Backofen runtergetropft“, berichtet Martin Koch, der mit seiner Freundin Pia Kappler in dem Wohn- und Geschäftshaus lebt. Draußen bemerkten Passanten Brandgeruch und Rauch aus einem Fenster – sie setzten sofort einen Notruf ab. Koch sah dann wenig später draußen einen Rettungswagen vorfahren, kurz darauf stoppten Fahrzeuge von Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte erkundeten das Gebäude, stellten im Erdgeschoss eine extrem heiße Tür fest und brachten sofort die Bewohner in Sicherheit. „Wir haben einen Rauchvorhang in die betroffene Türzarge gesetzt, um so eine Ausbreitung des Qualms im Treppenhaus zu verhindern“, berichtete Jörg Obermüller, Gruppenführer der Feuerwehr. „Das ging alles rasend schnell“, sagte Pia Kappler. Nachbarin Britta Haase musste ihre Katzen in der Wohnung über dem Brandherd zurücklassen. „Erschreckend, das alles zu erleben“, sagte sie.

Anwohner hatten Glück

Der Angriffstrupp der Feuerwehr hatte Mühe, die Tür zu öffnen. Sie ahnten nicht, dass von Innen ein Schrank davor stand. Die Retter brachen die Tür aus der Zarge und verschafften sich so Zutritt. Drinnen waberte heißer Qualm, die extreme Hitze ließ den Putz von den Wänden platzen. „Wäre der Brand nicht so früh bemerkt worden, wären sicher die großen Schaufensterscheiben des Geschäfts gesplittert, das Feuer hätte mehr Sauerstoff bekommen und sich schneller ausgebreitet“, erklärte Einsatzleiter Heiko Brett. „Die Bewohner haben noch Glück gehabt“, meint er. Mit zwei Strahlrohren kämpften die Feuerwehrleute gegen den Brand. Das Inventar des Büros schafften sie ins Freie, um Brandnester auszuräumen. Die von der Arbeit verdreckten Retter zogen noch am Einsatzort ihre kontaminierte Schutzkleidung aus und Trainingsanzüge über. Brett: „Das ist eine Schutzmaßnahme. In den Rußpartikeln, die sich überall auf der Ausrüstung ablagern, lauern gefährliche Stoffe, die Krebs auslösen können. Deshalb versuchen wir so früh wie möglich, eine Gesundheitsgefahr auszuschließen.“

Die Bewohner mussten vorerst ausziehen, kamen bei Freunden und Verwandten unter. Am Freitag nahmen Ermittler der Kripo den Brandort unter die Lupe. Erkenntnisse zu einer Ursache des Feuers haben sie noch nicht.

„Ich bin nur froh, dass die Werkstatt verschont geblieben ist. Der Betrieb kann erstmal weitergehen“, so Amelung, dessen Firma Wintergärten, Jalousien, Insektenschutzgitter und andere Anbauteile herstellt und montiert. Da auch die Telefonanlage zerstört wurde, ist er zurzeit nur mobil unter 01 62/ 2 03 90 00 für Kunden zu erreichen. Auf Amelung wartet jetzt das übliche Prozedere: Warten, dass die Polizei den Brandort freigibt, mit Gutachtern der Versicherung sprechen, auf eine schnelle Reparatur hoffen. „Es muss ja weitergehen“, sagt er.

Timo Jann

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