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Lauenburg Büchener Firma produziert mit heißer Luft stabile Schachteln
Lokales Lauenburg Büchener Firma produziert mit heißer Luft stabile Schachteln
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20:10 02.10.2014
Büchen

Der Stoff ist leicht, aber er hat es in sich: Wer Empfindliches und Zerbrechliches transportiert, weiß die Vorzüge von Styropor als Verpackungsmaterial ebenso zu schätzen wie jemand, der mit schnell verderblicher Ware handelt. „Styropor schützt und hält frisch“ lautet auch das Motto der Büchener Firma Klotz & Völckers Packform, die sich seit mehr als vier Jahrzehnten auf eben diese Leichtverpackungen spezialisiert hat.

Styropor besteht zu 98 Prozent aus Luft“, erläutert Henning Dölle, seit 2010 Chef des Unternehmens. Der heute 35-Jährige übernahm es damals von seinem Vater Klaus Dölle, der im Alter von 74 Jahren aber noch beratend für den Betrieb tätig ist. Die Firmengründer, zwei Herren namens Klotz und Völckers, sind längst ausgeschieden, doch der Name des Unternehmens erinnert an sie.

Der Namensteil „Packform“ ist da schon aussagekräftiger, denn in der ehemaligen Zentralmeierei von Büchen werden ganz unterschiedliche Formteile aus Styropor gefertigt, in denen später das verpackt wird, was sonst leicht zerbricht oder was möglichst lange kalt oder warm bleiben soll.

„Der Werkstoff Styropor ist einfach ideal für Kühlboxen, Isolierboxen oder Verpackungen jeder Größe für vielfältige Einsatzbereiche“, so Henning Dölle. Nicht nur das niedrige Gewicht und die hervorragenden Isoliereigenschaften seien die Vorteile dieses von Fachleuten als „amorphes Polystrol“ bezeichneten Materials, es erfülle auch die strengen Anforderungen des Lebensmittelrechts. Nicht zuletzt deshalb bestehen Transport- und Verkaufskästen im Fischhandel fast immer aus dem weißen Stoff.

Wenn der Styropor-Grundstoff bei der Firma Packform angeliefert wird, hat er noch nicht viel Ähnlichkeit mit dem Endprodukt. „Wir kaufen bei der BASF ein, da bekommen wir wirklich gute Qualität“, sagt Dölle über den zuckerartig aussehenden und gar nicht so leichten Grundstoff. Der wird in den Produktionshallen aufgeschäumt. Da ist es heiß, da dampft es, da zischt es, da kracht es — und am Ende kommen Milliarden kleiner Schaumstoffkügelchen heraus, die fast nur noch aus Luft bestehen. Aus denen werden in Spezialpressen die Kisten, Kästen und sonstigen Verpackungen geformt. „Wir haben ein breites Standardsortiment, das die Anforderungen der meisten Kunden erfüllt“, erklärt der Firmenchef. Sonderwünsche mit ganz bestimmten Formen seien möglich, nur lohnten die sich erst bei Großserien.

200 Tonnen Grundmaterial werden jedes Jahr bei Packform verarbeitet, die Kunden stammen aus ganz Deutschland und auch aus dem benachbarten Ausland. Dölle dazu: „Wir haben einen starken Außendienst, aber auch über das Internet nehmen viele Kunden Kontakt zu uns auf.“ Ist der Kontakt hergestellt, bekommen die Kunden nach Dölles Worten erst einmal „eine Beratung, wie sie ihre Produkte sicher von A nach B kriegen“.

Ist man anschließend ins Geschäft gekommen, verlassen sich viele Unternehmen auf die Zuverlässigkeit und Flexibilität des Packform-Teams. Dölle: „Unsere Kunden sind verwöhnt. Wenn die etwas brauchen, wollen sie in einem Tag beliefert werden. Deshalb haben wir unsere wichtigsten Produkte immer am Lager.“

Norbert Dreessen

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