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Lauenburg Björn Knabe kandidiert für das Bürgermeisteramt
Lokales Lauenburg Björn Knabe kandidiert für das Bürgermeisteramt
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14:08 11.01.2019
Blumenhändler Björn Knabe möchte gern Bürgermeister in Ratzeburg werden. Quelle: Jens Burmester
Ratzeburg

Björn Knabe (48) will Ratzeburgs neuer Bürgermeister werden. Mit dem Gedanken habe er schon lange gespielt, aber im vergangenen Jahr habe er der Beschluss endgültig gefasst und sich als parteiloser Kandidat nun aufstellen lassen.

Am Anfang habe er nur eine allgemeine Unruhe der Ratzeburger Bürger gespürt. „Ich bekomme ja hier in meinem Geschäft viel mit, was den Bürgerinnen und Bürgern aufstößt. Das kann man so hinnehmen, oder aber auch in Frage stellen“, sagt Knabe. Dabei seien nicht nur das Thema „Domstraße“, sondern auch die Ausbaubeiträge und wie man mit den Bürgerinnen und Bürgern umgegangen sei, ein entscheidender Punkt. „Das ist bisher mehr ein Gegeneinander als ein Miteinander. Man kann doch momentan nichts dagegen tun. Die Menschen hier in Ratzeburg sind ohnmächtig, denn die Stadt Ratzeburg macht doch, was sie will.“

Warum er denn erst jetzt auf den Plan tritt und sich bislang niemals politisch engagiert habe, wollen wir von Knabe wissen. „Das habe ich bewusst nicht gemacht. Ich bin ja Geschäftsmann hier in der Stadt und da sollte man niemandem auf die Füße treten“, erklärt der Florist. Doch inzwischen sei der Zeitpunkt gekommen, wo es so eben nicht mehr weiter gehen dürfe. Und er werde jetzt nicht mehr seinen Mund halten, nur um eventuell den einen oder anderen Strauß Blumen mehr zu verkaufen. „Ich bin seit 2003 hier und habe in dieser Zeit genug miterlebt.“

Und wie sieht es denn mit Knabes Erfahrung in Sachen Verwaltung aus? „Ich habe keinerlei Verwaltungserfahrung“, gibt Knabe unumwunden zu. Er hoffe auf die Hilfe der vielen Mitarbeiter in der städtischen Verwaltung, die natürlich über ein hohes Maß an Erfahrung verfügten. „Ich bin natürlich auch lernbereit und werde mir schon das ein oder andere aneignen, was ich jetzt nicht weiß. Im Übrigen habe ich mehrere Planungen mit angesehen, auf denen viele Kästchen zu finden sind. Das aber sind eigentlich Häuser und jedes solche Kästchen ist daher auch ein Schicksal“, macht Knabe deutlich und erklärt dazu, dass er sich dieser Schicksale annehmen wolle.

Im Übrigen werde er auch bei den anderen Städten nachfragen können und sich stets doppelt absichern. Er vertraue den Leuten. Das sei zwar eine gute Sache, aber Kontrolle sei eben auch wichtig. „Ich bin davon überzeugt, mich in einer sehr kurzen Zeit eingearbeitet zu haben“, ist sich Knabe absolut sicher. Er gehe davon aus, dass er ein guter Chef der Verwaltung sein werde.

Bisher haben mit ihm fünf Personen ihre Kandidatur angekündigt. Wie schätzen sie ihre eigenen Chancen ein, Herr Knabe? „Ich glaube, ich habe sehr gute Chancen, die Wahl zu gewinnen. Schauen sie, ich habe doch keine Partei im Hintergrund und bin daher doch viel attraktiver für die Wähler als diejenigen Kandidaten, die von einer Partei getragen werden. Parteilos zu sein, sehe ich eher als Geschenk denn als Fluch.“

Nehmen wir mal an, sie würden die Wahl gewinnen. Was würden sie zuerst in Angriff nehmen? „Ich werde das erweiterte Verkehrskonzept in Frage stellen und überprüfen wollen. Es müsste da andere Lösungsansätze geben. Und auch hier gilt: Man muss die Menschen mitnehmen und sie nicht außen vor lassen.“ Die anderen Kandidaten, so weiß Knabe, sagten bei jeder Gelegenheit, die Insel müsse attraktiver gestaltet werden. Doch Ratzeburg sei keinesfalls nur die Insel. Es gebe auch andere wichtige Punkte auf dem St. Georgsberg oder in der Vorstadt. „Um etwas durchzusetzen, werde ich mir dann die erforderlichen Mehrheiten quer durch alle Parteien suchen.“

„Lasst uns doch mal unseren Verstand einschalten. Ich werde ja direkt von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt. Ich will keine Versprechen machen, sondern durch Leistung überzeugen. Das ist ein hohes Ziel, aber es ist erreichbar. Dazu braucht man Leidenschaft und die will ich einbringen. Gestaltet mit, dann müsst ihr euch nicht über etwas aufregen“, so Knabe.

Er wolle jetzt noch nicht aus dem Nähkästchen plaudern. Sollte er die Wahl aber nicht gewinnen, werde er seine Ideen gern an den Wahlsieger weitergeben.

Jens Burmester

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