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Lauenburg CDU und Grüne wollen mehr Blitzer
Lokales Lauenburg CDU und Grüne wollen mehr Blitzer
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11:40 13.06.2019
Klein und kaum sichtbar steht die Messanlage des Kreises neben der Straße. Die Leivtec XV 3 liefert gestochen scharfe Bilder und ist auch nachts einsetzbar. Diese Anlage erzeugt keinen Blitz, so dass der Autofahrer erst merkt, wie schnell er war, wenn er Post von der Bußgeldstelle bekommt. Quelle: Jens Burmester
Ratzeburg

 Wenn am Donnerstag, 13. Juni, der Lauenburgische Kreistag zu seiner Sitzung vor der Sommerpause zusammenkommt, stehen auch acht Anträge auf der Tagesordnung. Alleine fünf dieser Initiativen werden von CDU und Grünen gemeinsam eingebracht. Allerdings gibt es auch Themen, bei denen beide Fraktionen offenbar auseinander liegen.

Überhöhte Geschwindigkeit zähle nach wie vor zu den Hauptunfallursachen. Und da der Kreis für die Überwachung des Verkehrs an Gefahrenstellen zuständig sei, wollen CDU und Grüne die kreiseigene Videoüberwachung besser an die Bedürfnisse von Städten und Gemeinden anpassen. Dazu sollen die Gemeinden ihren Bedarf anmelden können und bei entsprechender Begründung dann auch Berücksichtigung finden.

Messgeräte arbeiten auch nachts

Auf Strecken, auf denen es zu einer besonderen Lärmbelästigung kommt, sollen mehrmalige Messungen in Folge die Raser stoppen. Sollte für diese intensiveren Kontrollen das Personal und die Anzahl der Messgeräte beim Kreis nicht ausreichen, soll aufgestockt werden.

Der Lauenburgische Kreistag

Der Lauenburgische Kreistag hat seit der Kommunalwahl 2018 insgesamt 49 Mitglieder.

Die Abgeordneten verteilen sich auf sechs Fraktionen. Größte Fraktion ist die CDU mit 18 Mitgliedern, gefolgt von der SPD (13), Grünen (9), AfD und FDP (je 3) und der Linken (2).

Als Einzelabgeordnete sitzt außerdem Andrea Schroeder (ehemals AfD) im Kreistag.

Derzeit sind beim Kreis zwei Mitarbeiter in Vollzeit sowie vier Mitarbeiter in Teilzeit für die Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt. Dafür stehen zwei Infrarotmessgeräte des Systems Leivtec XV 3 zur Verfügung. Die Geräte sind häufig in am Straßenrand stehenden Fahrzeugen aufgebaut, können aber auch frei am Straßenrand aufgestellt werden. Sie arbeiten bei Tageslicht genauso wie bei Dunkelheit und machen 15 Fotos pro Sekunde. Bei Nacht arbeiten die Geräte mit Blitz.

Eine Million Euro Bußgelder

Aufgrund der Kontrollen nimmt der Kreis pro Jahr aus Buß- und Verwarngeldern rund eine Million Euro ein. Die Einnahmen fließen in den Kreishaushalt. Die Personal-, Wartungs- und Betriebskosten der Geräte und Fahrzeuge werden wiederum aus dem Kreishaushalt bestritten, heißt es vom Kreis.

Sollte es zu einem Ausbau der Kontrollen kommen, würden voraussichtlich zunächst auch die Einnahmen steigen, gleichzeitig aber durch zusätzliches Personal und mögliche weitere Gräte auch die Ausgaben.

Die Sitzung des Lauenburgischen Kreistages beginnt um 16 Uhr in der Aula der Lauenburgischen Gelehrtenschule in Ratzeburg. Die LN werden in einem Live-Blog unter LN-online.de von der Sitzung und allen Diskussionen und Beschlüssen berichten.

Holger Marohn

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