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Lauenburg DLRG: Betreten von Eis birgt noch Gefahren
Lokales Lauenburg DLRG: Betreten von Eis birgt noch Gefahren
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12:09 30.01.2019
Üben für den Ernstfall: Helfer der DLRG üben in einer Möllner Badeanstalt die Rettung einer eingebrochenen Person. Quelle: DLRG Mölln
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Mölln

Immer wieder kommt es zu tragischen Unfällen, wenn eine Eisfläche die Lauenburger Seen versiegelt. Nun warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Mölln vor dem Betreten. Denn trotz der kalten Temperaturen in der vergangenen Woche reicht die Eisdecke nicht aus, so dass es sicher Betreten werden kann. Aus diesem Grund rät sie allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Eisspaziergang noch zu warten, und sich bei dem zuständigen Amt (hier) über den Zustand des Eises zu erkundigen. Für die Eisrettung ist die DLRG bestens gerüstet. Eine Übung lief erfolgreich ab.

Mindestens 15 bis 20 Zentimeter Eis

Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren. Jan Frederik Schlie, Technischer Leiter der DLRG Mölln, rät deshalb zur Geduld: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es mindestens 15 Zentimeter, bei Bächen und Flüssen sogar 20 Zentimeter dick sein. Derzeit haben wir gerade mal die Hälfte.“ Nicht gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet die Devise der Lebensretter.

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DLRG probt den Ernstfall

Prophylaktisch probten die Lebensretter jedoch am vergangenen Mittwoch bereits den Ernstfall. Ausgestattet mit speziellen Trockenanzügen und an einer Leine gesichert, wurden verschiedene Szenarien durchgespielt. Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen und niemals alleine unterwegs sein.

So dick ist momentan das aus auf dem Möllner See. Quelle: DLRG Mölln

„Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so der praktische Rat von Jan Frederik Schlie. Denn es gilt: Im Notfall ist schnelle Hilfe erforderlich, da der Verunglückte zu unterkühlen droht. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben. Daher sofort einen Rettungswagen alarmieren.

LN