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Lauenburg Wiebke Hargens: Ein „Engel“ geht in Pension
Lokales Lauenburg Wiebke Hargens: Ein „Engel“ geht in Pension
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18:46 26.06.2019
Wiebke Hargens, Pflegedirektorin am DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg und seit 31 Jahren an diesem Haus tätig, wurde in den Ruhestand verabschiedet. Quelle: Joachim Strunk
Ratzeburg

Als eine „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer Dr. Andreas Schmid die über 30 Jahre andauernde Zeit Hargens’ am DRK-Krankenhaus, das zur damaligen Zeit, also zu ihrem Eintrittstermin am 1. April 1988, noch Wilhelm-Augusta Krankenhaus Ratzeburg hieß.

Wiebke Hargens, Pflegedirektorin am DRK-Krankenhaus Mölln-Ratzeburg (v. r.), wurde von Krankenhaus-Chef Dr. Andreas Schmid sowie Kollegen, Freunden und Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Als Geschenk gab es verschiedene Küchen- und Kochutensilien. Quelle: Joachim Strunk

Anders als Schmid vortrug, nämlich dass die für die Pflege zuständige DRK-Anschar-Schwesternschaft Kiel ihre Mitschwester Wiebke Hargens für die Nachfolge der vakanten Stelle der Pflegeleitung im Ratzeburger Krankenhaus vorgesehen habe, war die Version von Alfred Schomburg, des damaligen Geschäftsführers, der sich am Mittwoch ebenfalls zu Wort meldete.

Der ehemalige Geschäftsführer des Wilhelm-Augusta Krankenhauses Ratzeburg, Alfred Schomburg, erklärte, dass er Wiebke Hargens 1988 aus Kiel „abgeworben“ hatte. Quelle: Joachim Strunk

Er nämlich habe seine Beziehungen spielen lassen und gewissermaßen einen Freund oder Bekannten als „Headhunter“ eingesetzt, um sich das vielversprechendste Talent bei den DRK-Schwestern zu sichern.

So kam sie also nach Ratzeburg, wo sie – wie von allen Rednerinnen und Rednern gelobt und gewürdigt – vor allem für ihre ruhige, zurückhaltende Art, ihre sachliche Kompetenz und Analysefähigkeit, ihre Fürsorglichkeit und ihre ausgleichende Art, mit der sie „Konfrontationen immer aus dem Weg gegangen ist“, so Schmid, bekannt wurde.

Extra aus Wuppertal von einem Oberinnen-Treffen waren Birte Vehlow (l.) von der Schesternschaft Itzehoe sowie Maria Lüdeke, Oberin der DRK-Anschar-Schwesternschaft Kiel nach Ratzeburg gekommen. Quelle: Joachim Strunk

Letzteres habe aber nie dazu geführt, dass ihre Kompetenz und ihre Akzeptanz als Pflegeleiterin oder -direktorin angezweifelt wurde. Jan Wiegels, Bürgermeister von Mölln und zurzeit Aufsichtsratsvorsitzender des DRK-Krankenhauses Mölln-Ratzeburg, überbrachte die Grüße der Eulenspiegel-Stadt, sprach aber zugleich für den ebenfalls anwesenden Ratzeburger Bürgervorsteher Ottfried Feußner.

„Sie haben hier einige Geschäftsführer kommen und wieder gehen sehen. Sie aber waren immer eine Konstante“, sagte Wiegels, stets eine verlässliche Größe, professionell und immer ansprechbar.

Herzliche Umarmung von Ex-Röpersberg-Geschäftsführer Michael Stark und Wiebke Hargens bei der Verabschiedung. Quelle: Joachim Strunk

Michael Stark, ehemals Geschäftsführer der Röpersberg-Gruppe, verwies auf kommende Aufgaben, die sie bezüglich der Pflegeberatung im Kreis demnächst gemeinsam angehen wollten.

Pastor Jürgen Hensel, Mitbegründer des Netzwerkes Palliative Care im Kreis Herzogtum Lauenburg erklärte als letzter Redner: „Du warst immer mit Herzblut dabei und ich glaube, dass Du einigen Menschen zum Engel geworden bist.“ In Anspielung darauf übergab Hensel ihr einen kleinen „Taschenengel“ als symbolisches Geschenk.

Pastor Jürgen Hensel überreichte Wiebke Hargens einen kleinen „Taschenengel“ als Geschenk und Anspielung auf ihre langjährige Rolle gegenüber ihren Patienten. Quelle: Joachim Strunk

Wiebke Hargens selbst erklärte zum Abschluss: „Meine Zeit hier im DRK-Krankenhaus ist am Freitag vorbei, meine Zeit in Ratzeburg jedoch nicht. Ich werde mich weiter mit dem Thema Pflege im Kreis Herzogtum Lauenburg beschäftigen. Mir ist in den letzten Tagen mit auf den Weg gegeben worden: Das Beste liegt nie hinter uns, sondern immer vor uns. Davon war ich früher schon überzeugt und daran werde ich mich weiterhin halten.“

Joachim Strunk

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