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Lauenburg Schwarzenbeker Rettungswache
Lokales Lauenburg Schwarzenbeker Rettungswache
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15:01 22.01.2019
In Schwarzenbek soll der Kreisverband die Rettungswache vom Ortsverein übernehmen. Quelle: TIMO JANN
Schwarzenbek

Wie lange kann den Menschen in der Region im Notfall noch schnelle medizinische Hilfe garantiert werden? Der Ortsverein des Deutschen-Roten-Kreuzes (DRK) in Schwarzenbek zieht sich jetzt aus dem Betrieb der Rettungswache an der Bismarckstraße zurück.

„Wir können das bei dem vorherrschenden Fachkräftemangel nicht mehr leisten“, erklärt Stefan Fehrmann, der Geschäftsführer des Schwarzenbeker DRK. Der Kreisverband – der mit seinen kreisweit aktiven Mitarbeitern deutlich flexibler agieren kann – springt vom 1. Februar an ein und übernimmt den weiteren Betrieb des Standortes.

Massive Proteste gegen Abzug des Rettungswagens

Im Jahr 2000 hatte Schwarzenbek seinen Rettungswagen (RTW) verloren, damals wurden die Rettungsmittel in der neu gebauten Lankener Wache gebündelt. Erst nach massiven Protesten wurde 2008 wieder ein RTW in der Stadt stationiert. Zunächst bei der Feuerwehr mit Personal des DRK-Kreisverbandes, dann in der am DRK-Zentrum an der Bismarckstraße eingerichteten Rettungswache. Seit fünf Jahren hatte der Ortsverein mit eigenen Mitarbeitern den RTW besetzt. „Der Standort ist gut und es hat sich bewährt, aber es gibt durch immer mehr Vorhaltezeiten im Rettungsdienst überall einen Fachkräftemangel, dem wir nicht mehr begegnen können“, berichtet Fehrmann.

In Schwarzenbek hatte Widerstand nach der Schließung zum neuen Standort für die Rettungswache geführt. Daran erinnert diese Plakette. Quelle: TIMO JANN

Kreisverband besetztden RTW in Schwarzenbek

Mit dem Kreisverband wurde laut Fehrmann jetzt verabredet, dass der RTW ab 1. Februar ausschließlich von dessen Mitarbeitern besetzt wird. „Wir sind dabei, den Übergang zu planen, das soll ja alles geordnet ablaufen“, sagt Peter Timmermanns, der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes mit Sitz in Ratzeburg. 150 Mitarbeiter hat die Hilfsorganisation ausschließlich im Rettungsdienst beschäftigt. Timmermanns: „Wir sind noch gut aufgestellt, weil wir den vollen Tarif bezahlen.“ Aber es werde immer schwieriger, geeignete Mitarbeiter zu finden. Außerdem sei man intensiv dabei, Notfallsanitäter auszubilden. „Mitarbeiter sind bei uns Chefsache“, verdeutlicht Timmermanns, der sagt, sich selbst zu kümmern, um sie halten zu können.

Vorhaltezeiten sindmassiv gestiegen

Allein im Kreis Herzogtum Lauenburg sind die sogenannten Vorhaltezeiten – Zeiten, zu denen Rettungswagen besetzt werden – in den vergangenen Jahren in mehreren Etappen massiv gestiegen. Das ist auf immer mehr Einsätze bei Krankentransporten und Notfällen zurückzuführen. Damit alle Einsätze adäquat abgewickelt werden können, müssen entsprechend viele Fahrzeuge vorgehalten werden. Und für jedes Fahrzeug ist eine den gesetzlichen Anforderungen gemäß ausgebildete Besatzung nötig – die auf dem Arbeitsmarkt derzeit Mangelware ist.

Am Betrieb der Rettungswache soll sich nichts ändern. 2018 hatte der Kreisverband bereits den Betrieb des Büchener RTW vom dortigen Ortsverein übernommen.

Timo Jann

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