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Lauenburg Das sind Schwarzenbeks Millionen-Baustellen
Lokales Lauenburg Das sind Schwarzenbeks Millionen-Baustellen
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19:09 18.07.2019
Das 1999 sanierte und erweiterte Gerätehaus der Feuerwehr Schwarzenbek soll erweitert oder ganz neu gebaut werden. Dafür stehen rund zehn Millionen Euro im Haushalt. Politiker gehen aber schon von Kosten von bis zu 15 Millionen Euro aus. Quelle: Timo Jann
Schwarzenbek

Sechs Jahre lang war der Europastadt finanzielle Enthaltsamkeit auferlegt. Ein Konsolidierungsvertrag mit dem Land verpflichtete zu Kürzungen, Einsparungen und Gebührenerhöhungen. Weil es im Gegenzug auch noch finanzielle Unterstützung aus Kiel gab und auch Steuereinnahmen wieder besser sprudeln, sind die finanziellen Defizite nun abgebaut.

Und kaum sind die Fesseln der obersten Finanzwächter des Landes abgelegt, werden auch über Jahre unterdrückte Wünsche wieder wach. Und die Liste ist lang. Allein durch die bereits vorgesehen und damit in der mittelfristigen Finanzplanung berücksichtigten Investitionen wird die Verschuldung der 16 400-Einwohner-Stadt von derzeit gut 11,2 Millionen Euro bis zum Jahr 2022 auf weit über 25 Millionen Euro hochschnellen.

Und in diese Prognose aus dem Vorbericht des aktuellen Haushaltsplanes sind einerseits längst noch nicht alle Wünsche eingepreist, andererseits ist ein Teil der absehbaren Projekte derzeit mit Ansätzen berücksichtigt, die schon vor dem ersten Spatenstich überholt sein könnten.

Das aktuellste Beispiel dabei ist die Alte Realschule. Lediglich 1,1 Millionen Euro sind dafür im aktuellen Etatplan veranschlagt. Doch die jüngst vorgestellte Studie zeigt: Ein Umbau für die vorgesehenen Nutzungen als Bildungszentrum mit Bücherei, Förderzentrum, Volkshochschule und Stadtverwaltung würde 6,1 Millionen Euro kosten, ein möglicherweise wirtschaftlich durchaus sinnvoller Komplettneubau sogar 11,2 Millionen Euro.

Während über die Zukunft der Realschule noch diskutiert wird, sind andere Projekte bereits beschlossene Sache und teilweise schon in der Umsetzung. Dazu gehört der Neubau der Kita Kichererbse mit 140 Plätzen für 4,7 Millionen Euro, der kurz vor dem Richtfest steht. Der Ersatzbau für die Kitas Pavillon und Traumland ist mit fünf Millionen Euro in den kommenden Jahren veranschlagt.

Im Bau ist bereits die neue Fluchttreppe am Rathaus für 300 000 Euro, der Kunstrasenplatz an der Schützenallee ist mit einer Million Euro kalkuliert. In die Sanierung der ehemaligen Compeschule und jetzt Gemeinschaftsschule werden 800 000 Euro investiert – immerhin abzüglich kräftiger Zuschüsse.

Lang ersehnt ist auch die Umgestaltung des zugegebenermaßen ziemlich unansehnlichen Entrés der Stadt am Bahnhof. In das Umfeld mit der Mobilitätsdrehscheibe von Schülern und Pendlern werden voraussichtlich 4,8 Millionen Euro gesteckt.

Und dann ist da ja auch noch das Feuerwehrgerätehaus an der Lauenburger Straße. Zuletzt wurde es dort vor 20 Jahren für gut vier Millionen D-Mark saniert und erweitert. Schon damals hatte es im Vorfeld intensive Diskussionen um einen Komplettneubau an der Buschkoppel als Alternative gegeben. Komplizierte Gründungen auf dem nur bedingt tragfähigen Untergrund machten das Projekt zusätzlich teurer.

Nun soll komplett neu gebaut werden. Zwar gibt es noch kein Grundstück in städtischem Besitz dafür, aber immerhin schon einen Kostenrahmen: knapp zehn Millionen Euro. Und unter anderem damit die Einsatzfahrzeuge künftig noch besser ausrücken, soll die Kreuzung zur Meiereistraße für knapp 700 000 Euro einen Kreisverkehr erhalten. Hinzu kommen in den kommenden Jahren auch noch zwei neue Feuerwehrfahrzeuge für 700 000 Euro.

CDU-Finanzexperte Gerhard Moldenhauer geht allerdings davon aus, dass es am Ende 15 Millionen Euro für das neue Gerätehaus werden. Die Vermutung äußerte er während der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten. Der langjährige Stadtverordnete war schon vor 20 Jahren dabei, als aus dem Haushaltsansatz von 3,1 Millionen D-Mark nach einer Schätzung des Architekten vor Baubeginn vier Millionen wurden – eine Steigerung von fast 25 Prozent.

Und dann ist da ja auch noch der Wunsch nach dem Hallenbad. Sechs bis sieben Millionen Euro würde der Bau kosten. Immerhin besteht Aussicht auf Zuschüsse in Millionenhöhe. Was bleibt, sind aber in jedem Fall die Betriebskosten. Ein Fakt, der für alle Investitionen gilt. Und am Ende waren es damals auch die Unterhaltungskosten, die zusammen mit Tilgung und Zinsen aufgenommener Kredite den Schwarzenbeker Haushalt strukturell ins Negative drehten und Schwarzenbek unter den Rettungsschirm des Landes flüchten ließen. Und wie sagte Moldenhauer jüngst: So eine Zeit, in der man sich dann habe politisch um 500 Euro streiten müssen, wolle er nie wieder erleben.

Holger Marohn

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