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Lauenburg Dauerbaustelle Bahnhof Büchen: Langsam ist ein Ende in Sicht
Lokales Lauenburg Dauerbaustelle Bahnhof Büchen: Langsam ist ein Ende in Sicht
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21:23 17.06.2013
Bürgermeister Möller zeigt das neueWC mit Wickeltisch.
Büchen

Seit fast drei Jahren ist der Bahnhof in Büchen eine einzige Großbaustelle, doch jetzt ist ein Ende greifbar: Vertreter der Deutschen Bahn erklärten gestern, im Herbst 2013 seien die umfangreichen Arbeiten an den Gebäuden, den Gleisen und am Tunnel endlich fertig. Sechs Millionen Euro werden hier insgesamt investiert.

Viel Prominenz fand sich gestern auf dem Bahnhof ein, denn dort wurde ein neuer Service-Pavillon mit Reisezentrum, Bäckerei und Toilettenanlage unter einem Dach eröffnet. 250 000 Euro hat das Gebäude auf der „Bahnsteiginsel“ gekostet. Den größten Teil, nämlich 140 000 Euro, trägt das Land Schleswig-Holstein, 10 000 Euro für die Toiletten zahlt die Gemeinde Büchen. Den Rest übernimmt die Deutsche Bahn.

„Eine wesentliche Etappe ist erreicht, das Service-Angebot hat sich deutlich verbessert“, lobte Friedemann Keßler, bei der Bahn Leiter des Regionalbereichs Nord und damit Bahnhofs-Chef für alle norddeutschen Bundesländer. Wenn Büchens Bahnhof im Herbst endgültig fertig sei, weise er die modernste Technik auf, die es derzeit gebe — von Aufzügen zu den Bahnsteigen bis zu einem Blinden-Leitsystem.

Jochen Schulz von der Landesverkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein wies gestern darauf hin, dass Büchen mit jetzt schon 3500 Ein- und Aussteigern pro Tag der meistgenutzte Bahnhof im Kreis Herzogtum Lauenburg sei — vor Schwarzenbek, Mölln und Ratzeburg. Der Um- und Neubau sei dringend nötig gewesen, denn das alte Gebäude war nach den Worten von Schulz „längst nicht mehr zeitgemäß“. Die Zahl der Fahrgäste habe sich in Büchen innerhalb von gut zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Dem widersprach Büchens Bürgermeister Uwe Möller nicht, aber er konnte sich doch einen Seitenhieb auf die Bahn und deren eigenwillige und nicht gerade zuverlässige Zeitplanung nicht verkneifen: „Man konnte schon etwas verzagt werden“, sagte der Verwaltungschef zur Tatsache, dass der neue Bahnhof eigentlich schon Ende 2011 fertig sein sollte. Nun aber sei wirklich erkennbar, dass Büchen einen schmucken modernen Bahnhof erhalte. „Supergespannt“ sei er vor allem auf das, was man noch nicht sehen könne, so Möllner, nämlich den langen Tunnel, in den die Bahn „mehr Licht und Luft“ bringen wolle. Bisher sei es dort immer „recht düster“ gewesen. Das ist es derzeit immer noch, und eng ist es noch dazu. Die Hälfte des Tunnels ist mit Folien verhängt. Überhaupt macht der Bahnhof noch keineswegs einen fast fertigen Eindruck.

Dass sich der Termin der Fertigstellung immer wieder verzögerte, lag unter anderem daran, dass sich ein Statiker bei der Berechnung des Baugrunds verrechnete. Ein Stellwerk musste ebenso durch zusätzliche Maßnahmen gesichert werden wie eine Tunnelwand. Bürgermeister Möllner und viele Pendler aus Büchen und dem Umland hatten immer wieder ihre Verärgerung geäußert.

Um 15.50 Uhr schon geschlossen
Das Reisezentrum stieß mit seinen Öffnungszeiten bereits auf Kritik: montags bis freitags von 8 bis 12.10 und von 12.40 bis 15.50 Uhr, sonnabends und sonntags geschlossen. „Die Öffnungszeiten im alten Reisezentrum an der Lauenburger Straße waren auch nicht anders“, erklärte Katja Sengebusch von der DB Vertriebs GmbH den LN. Nach 16 Uhr, so fügte sie hinzu, sei eine Nachfrage kaum vorhanden.

Die Bäckerei im selben Gebäude hat deutlich länger geöffnet: montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 8 bis 18 Uhr. Diese Zeiten gelten auch für die Toiletten, denn die Schlüssel dafür gibt es in der Bäckerei.

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