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Lauenburg Der „Salzhering“ ist jetzt auch offiziell Wahrzeichen der Region
Lokales Lauenburg Der „Salzhering“ ist jetzt auch offiziell Wahrzeichen der Region
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22:01 18.07.2017
Das Folgewerk „Heringsschwarm“ – ebenfalls von Adam – steht eine Kanalschleuse weiter nördlich in Krummesse.
Berkenthin/Krummesse

Das Patent- und Markenamt ließ diese allerdings nicht zu, weil das nur durch einen Verein möglich sei, so die Bundesbehörde. Folglich wurde am 21. März 2017 der Marketing-Verein „Stecknitz“ gegründet, der mit der Rechteverwaltung der Bild- und Wortmarken beauftragt wird. Zwischenzeitlich nahm das Deutsche Patent- und Markenamt die Eintragung vor.

Marketing-Verein „Stecknitz“ verwaltet künftig die Marken-Rechte. Das Logo basiert auf Skulptur von Tim Adam.

Der Vereinsgründung musste der Berkenthiner Amtsausschuss, der aus den Bürgermeistern und Vertretern der amtsangehörigen Gemeinden besteht, auf seiner Sitzung am Montag im Dorfgemeinschaftshaus in Bliestorf nachträglich zustimmen, was er auch tat.

Vorsitzender des Vereins ist Bürgermeister Michael Grönheim aus Berkenthin. Zweite Vorsitzende ist Bürgermeisterin Iris Runge aus Sierksrade. Beide sind auch Vorsitzende des Tourismusbeirates im Amt.

Mit der Eintragung der Marken und Beschlussfassung zur Rechteverwaltung kann die Marke nun auch an Dritte – interessierte Vereine, Institutionen, oder Handwerksbetriebe und Unternehmen zur – kostenpflichtigen – Nutzung abgegeben werden.

Das Logo des „Salzherings“ basiert auf der Skulptur von Tim Adam, der das Werk im Rahmen der Aktion „Salzfisch“ 2003 für die Gemeinde Berkenthin geschaffen hatte. Der Hering, den es als Fisch im Kanal gar nicht gibt, steht hier als Synonym oder Sinnbild der Ostsee. Er erinnert an die ehemals wichtige Handelsschiffroute der „Nassen Salzstraße“ zwischen der Lüneburger Saline und der Hansestadt Lübeck. Das Salz, das man in Schiffen über den Stecknitz-Kanal (heute Elbe-Lübeck-Kanal) nach Lübeck transportierte, wurde benötigt, um die in der Ostsee gefangenen Heringe haltbar zu machen.

Heringe als das „Silber der Ostsee“ und Salz als das „Weiße Gold“ spiegeln sich im Edelstahl der Skulptur. Mit der Segmentierung des Fischkörpers weist der Künstler auf den Schnitt durch die Landschaft hin: den Kanal, einem von Menschen geschaffenen Wasserlauf.

Wie attraktiv die Stecknitz-Region auch für Orte außerhalb des Amtes ist, zeigt der Antrag der Gemeinde Lankau, sich der Tourismus-Initiative anzuschließen. Dem stimmte der Amtsausschuss zu. Lankau ist damit schon die vierte Gemeinde aus dem Amt Sandesneben-Nusse, die der Stecknitz-Region beigetreten ist – nach Nusse, Kühsen und Panten.

Photovoltaik aufs Ziegelei-Dach

Der Amtsausschuss Berkenthin hat sich außer mit dem Stecknitz-Logo auch mit dem ehemaligen Ziegeleigebäude in Groß Weeden beschäftigt. Geplant ist dort, große Teile der Dachfläche mit einer Photovoltaikanlage zu versehen. Erste Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen liegen vor und sehen eine Amortisation der Investitionskosten innerhalb von 13 Jahren vor. Der Amtsausschuss beschloss, zunächst einen Statiker zu beauftragen, der die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion überprüfen wird. Gleichzeitig sollen weitere Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen durchgeführt werden.

Jedes Jahr ein Azubi in der Amtsverwaltung – das ist ein weiterer Beschluss des Ausschusses vom Montagabend.

 Joachim Strunk

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