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Lauenburg Die Bienenkönigin von Basthorst
Lokales Lauenburg Die Bienenkönigin von Basthorst
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10:31 31.05.2019
Leckeres und Gesundes vom Wochenmarkt Basthorst präsentieren von links: Milana von Ruffin, Daniela Brandt (Fisk-Huedde Gudow), Finja Aue (Spargel aus Poggensee), Manuela Sommer (Elbe-Obst aus dem Alten Land) und Sängerin Vicky Leandros, die einen Zweitwohnsitz auf dem Gut hat. Quelle: Silke Geercken
Basthorst

Mit zwei neuen Angeboten möchte das Gut Basthorst noch mehr Besucher anlocken, für gesunde Ernährung sorgen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten: Jeden Donnerstag, auch an Himmelfahrt, ist Wochenmarkt. Ferner stellt die Gutsverwaltung eine Fläche von insgesamt sechs Hektar für die Aussaat von Wildblumen bereit, für die nun Paten gesucht werden. Bereits ab zehn Euro kann eine Patenschaft übernommen und damit den Bienen drei Quadratmeter Bestäubungsfläche geboten werden.

Frisches aus der Region

Der Wochenmarkt mit frischen Produkten aus der Region ist noch ein zartes Pflänzchen. Fünf Stände bieten donnerstags von 10 bis 17 Uhr ihre Waren an. Es gibt Spargel aus Poggensee, Fisch aus Gudow, Eier und Geflügel aus Breitenfelde, Obst aus dem Alten Land sowie das in Basthorst gebraute Bier. „Wir sind häufig angesprochen worden, ob wir über unsere Märkte hinaus einen regelmäßigen Wochenmarkt mit frischem Obst und Gemüse anbieten können. Dies ist ein Versuch. Nun haben die Bürger aus Basthorst und den umliegenden Gemeinden die Möglichkeit, ihre Einkäufe auf kurzen Wegen zu erledigen“, sagt Gutsleiterin Milana von Ruffin.

Lebensraum für Bienen

Die neue Chefin auf dem Gut hat noch eine weitere „Herzensangelegenheit“. Sie möchte einen Lebensraum für Bienen schaffen. „Allein 31 Wildbienenarten stehen derzeit in Deutschland auf der Roten Liste bedrohter Arten. Gründe für das Artensterben sind Zersiedelung, eingeschleppte Parasiten und unsere großflächigen Kulturlandschaften, die den Insekten keine ausreichende Pollenversorgung und genügend Nektarquellen bieten.“ Beides benötigten die Bienen jedoch als Nahrung und zur Aufzucht ihrer Nachkommen, so Milana von Ruffin. „Bienen sammeln Nektar und Blütenstaub und bestäuben hierbei die Blüten von Wild- und Nutzpflanzen. Mit dem Rückgang der Bienen findet auch ein weiterer Artenrückgang unserer Wildpflanzen statt, da sie ohne die Bienen nicht mehr ausreichend Samen hervorbringen.“

Patenschaft ab zehn Euro

Mit einer Bienenpatenschaft könnten alle Bürger mithelfen, die Artenvielfalt zu schützen. Der Beitrag (ab zehn Euro) wird dafür eingesetzt, Feld- und Wiesen-Flächen mit Blühstreifen zu bepflanzen, die vorher als Acker, Brache, Weideland oder Grünland genutzt wurden. Hierdurch werde eine gleichbleibende Verfügbarkeit der Nahrungsgrundstoffe der Bienen über das Jahr gewährleistet. Milana von Ruffin möchte aber noch mehr tun. „Wir wollen mit Kindergärten und Schulen zusammen arbeiten und ihnen die Natur nahe bringen“, sagt die dreifache Mutter. Es gebe bereits Gespräche für Kooperationen. Ein Imker begleite das Projekt.

In Basthorst können insgesamt sechs Hektar Fläche ausgesät werden. Die erste Fläche in unmittelbarer Nachbarschaft neben dem Gutsrestaurant ist bereits angelegt. „Nun können die Paten kommen. Natürlich besteht die Möglichkeit, die Wildpflanzenfläche jederzeit zu besichtigen und den Erfolg vor Ort zu beobachten. Wir haben mehrjährige Wildpflanzen ausgesucht, so dass eine Spende nachhaltig ist“, so die Gutsleiterin. Infos unter www.rette-die-biene.de/basthorst

Paradies für Bienen

Wer im eigenen Garten säen möchte: Schneeglöckchen, Narzissen, Krokus, Blausternchen oder Traubenhyazinthe locken Wild- und Honigbienen an. Auch Gehölze wie das Weidenkätzchen, die Robinie oder Stauden wie Minzen oder Malven sind geeignete, oft mehrjährige Blütenspender. Schneebeeren, Thymian, Ginster, Brombeere oder Linden sind hilfreiche Bienenweidegehölze.

Silke Geercken

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