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Lauenburg Ereignisse eines Jahrzehnts im Lauenburgischen
Lokales Lauenburg Ereignisse eines Jahrzehnts im Lauenburgischen
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13:00 31.12.2019
Das BBZ Mölln bekommt einen neuen Werkstatttrakt. Quelle: LN-Archiv
Ratzeburg

In unserem Rückblick präsentieren wir eine kleine Auswahl der Ereignisse.

2010 China-Fieber in Schwarzenbek

Voller Eindrücke und Euphorie aus Japan zurück. Vorne: Frank Ruppert, Josefine Francke, Dr. Tian Fong Tjan, Hans-Joachim Delfs, Hartmut Hintze, Andreas Thiede (v.l.). Hinten: Jörn Kranacher, Björn Warmer, Matthias Schirrmacher, Gerd Moldenhauer Quelle: LN-Archiv

Anfang des Jahrzehnts herrschte in Schwarzenbek das große China-Fieber. 2010 kehrte eine Delegation voller Eindrücke und Euphorie aus dem Land zurück. Mit dabei waren Frank Ruppert, Josefine Francke, Dr. Tian Fong Tjan, Hans-Joachim Delfs, Hartmut Hintze, Lauenburgs späterer Bürgermeister Andreas Thiede, der damalige Bürgervorsteher Jörn Kranacher, Björn Warmer, Matthias Schirrmacher und Gerd Moldenhauer. Und anschließend verteilte Bürgermeister Ruppert nach chinesischem Vorbild sogar Orden. Mit der Wahl von Andreas Thiede zu Lauenburgs Bürgermeister griff das Japan-Fieber dann auch auf Lauenburg über. Am Ende standen dann beiderorts jedoch Enttäuschungen und geplatzte Investoren-Hoffnungen, Pech und Pleiten im Vordergrund.

2010: Baumängel beim neuen Gymnasium

Schimmelbefall im Gymnasium Schwarzenbek. Reinhard Schmüser vom Bauamt zeigt: Vermutlich weil die Dichtungen der Heizungsrohre teilweise defekt sind, schimmelt die erst zwei Jahre alte Schule. Quelle: Holger Maron

Ernüchterung herrschte 2010 beim Schwarzenbeker Vorzeigeprojekt Neues Gymnasium. Vermutlich undichte Verbindungen der Heizungsrohre sorgen für einen Schimmelbefall, gesperrte Räume und eine umfassenden Sanierung von Teilen der erst zwei Jahre alten und in öffentlich-privater Partnerschaft gebauten und betriebenen Schule.

2011: Gestohlene Skulptur taucht wieder auf

Der Kunststraub von Gülzow ist aufgeklärt. Nun konnte die Plastik an den Gülzower Bürgermeister Rolf Petersen (re.) und Schulverbandstvorsteher Günther Noß (li) übergeben werden. Quelle: Florian Grombein

Gut lachen hatten 2011 Gülzows Bürgermeister Rolf Petersen (re.) und Schulverbandstvorsteher Günther Noß (li). Der Kunststraub von Gülzow konnte aufgeklärt werden. Diebe hatten die Goedtke-Plastik am der Schule geklaut. Sie verkauften das Kunstwerk mit einem geschätzten Wert von etwa 10 000 Euro im August für 163 Euro an einen Schrottplatz bei Hamburg. Eine Mitarbeiterin des Betriebes meldete den Fund der Polizei in Schwarzenbek.

Und das sind die Menschen der Jahre 2010 bis 2014:

Neben vielen Ereignissen gab es im zu Ende gehenden Jahrzehnt auch einige Personalentscheidungen und Personen, die das Jahrzehnt geprägt haben. Einige davon stellen wir hier vor.

2011: Demo gegen Asbesttransporte

In Rondeshagen demonstrieren im November 2011 etwa 1000 Menschen gegen geplante Asbesttransporte zur Sondermülldeponie. Jahre später wird die Sondermülldeponie geschlossen. Quelle: LB

In Rondeshagen demonstrieren im November 2011 etwa 1000 Menschen gegen geplante Asbesttransporte zur Sondermülldeponie. Jahre später wird die Deponie geschlossen.

2011: Das Jahrzehnt der Kanalbrücken

lbukbruecke Hans Brüggemann Inhaber Kleines Kaufhaus am Kanal in Bedrkenthin Quelle: Uwe Krog

Baulich ist das zu Ende gehende Jahrzehnt ein Jahrzehnt der Kanalbrücken. 2011 freut sich Hans Brüggemann, Inhaber des Kleinen Kaufhauses am Kanal, in Berkenthin über den fast fertigen Ersatzbau. Bereits 2010 gab es in Dalldorf eine neue Kanalbrücke. Und in Lauenburg wurde an dem neuen Bauwerk im Zuge der B5 ab 2012 fast fünf Jahre lang gebaut. Inzwischen haben auch die Planungen für die Brücken in Lanze und Buchhorst begonnen. Aber auch auf der A24 wird 2010 eine neue Wildbrücke benötigt.

2012: Die Nordkirche kommt

Gründungsfest der Nordkirche in Ratzeburg am Pfingstsonntag. Im Bild: Übertragung des Gottesdienstes aus dem Dom auf einer Großbildleinwand auf dem Rathausvorplatz Quelle: Lübecker Nachrichten

Im Zentrum des christlichen Glaubens Norddeutschlands steht 2012 Ratzeburg. Dort wird am Pfingstsonntag im Dom das Gründungsfest der Nordkirche gefeiert. Per Großbildleinwand wird der Gottesdienst aus dem Dom auf den Rathausvorplatz übertragen.

2012 Ratzeburg feiert Geburtstag

2012 Die Kreisstadt Ratzeburg feierte ein Jahr lang Gebursttag. Präsentieren gemeinsam die neue Medaille, v.l.: Michael Knippschild von der Prägefirma Euromint, Bürgervorsteher Ottfried Feußner, Udo Schlünsen (Vorstand Kreissparkasse) und Bürgermeister Rainer Voß Quelle: Marc von Kopylow

Aber auch Ratzeburg selbst hat 2012 etwas zu feiern . Die Kreisstadt wird 950 Jahre alt. Ein ganze sJahr lang wird gefeiert. Zum Anlass gibt es sogar eine Medaille.

2012: Promi-Alarm beim SC Schwarzenbek

Schwarzenbek hat den HSV zu Gast – mit Rückkehrer Raphael van der Vaart Quelle: LB

Das größte Ereignis seiner mehr als 100-jährigen Vereinsgeschichte feiert 2012 der SC Schwarzenbek. Der Verein hat zu einem Vorbereitungsspiel den HSV zu Gast – mit Superstar-Rückkehrer Raphael van der Vaart. Gleich mehrere TV-Sender berichten über das Spiel.

2012: Witzeeze wird als Vorzeige-Dorf ausgezeichnet

2011 Dritter Platz Bundesebene Die Gemeinde Witzeeze wurde Kreis- und Landessieger. Sabine Dirks, Bürgermeister Dennis Gabriel und Barbara Denker haben die Präsentationen gemacht. Quelle: LB

Auch Witzeeze feiert. 2012 erreicht die kleine Gemeinde im Amt Büchen beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den dritten Platz auf Bundesebene. Zuvor war Witzeeze schon Kreis- und Landessieger geworden. Sabine Dirks, Bürgermeister Dennis Gabriel und Barbara Denker haben die Präsentationen gemacht.

2014: Streit über neue Brücke in Ratzeburg

Seit 2010 wird Die Baustelle Südliche Sammelstraße. 2014 ist die Brücke über die Verbindung zwischen Domsee und kleinem Küchensee dran. Doch es gibt Ärger. Quelle: LB

Auch Ratzeburg braucht für eine „südliche Sammelstraße“ 2014 eine neue Brücke. In der Folge der Baumaßnahmen kommt es allerdings zu einemRechtsstreit zwischen einem Anwohner und der Stadt. Es geht um vermeintliche Bauschäden.

2013: Lauenburg kämpft gegen das Hochwasser

Beim Sandsäcke-Stplen fassen alle mit an. Quelle: Matthias Wiemer

Die Elbe schlägt 2013 – mal wieder – mit einem Hochwasser in Lauenburg zu. Danach soll es mit dem Hochwasserschutz nun wirklich losgehen. Doch die Planungen aber auch Diskussionen mit den Anwohnern sind langatmig. Immerhin ein Bereich zwischen Palmschleuse und Kanalschleuse ist inzwischen fertig. In der Altstadt müssen vorerst im Hochwasserfall weiter Sandsäcke gestapelt werden.

2014: Freie Fahrt auf die Autobahn

Die Autobahnauffahrt Dudow zur A 24 Gudow steht vor der Freigabe. Quelle: LN-Lauenburg

Gudows langjähriger Bürgermeister Otto Meinke hat, begleitet von vielen anderen, seit 32 Jahren für die Anschlussstelle an der A 24 gekämpft. Im Oktober 2014 wird sie endlich eröffnet.

2014: Wieder Leben im ehemaligen Hertiehaus

2014 Das Band ist durchschnitten, das MC Mode-Centrum Mölln eröffnet: Die MC-Geschäftsführer Marion Wisbar und Christian Schmittat (rechts) gaben die Verkaufsräume gestern Morgen mit Filialleiter Marco Upahl frei. Quelle: LB

In Mölln eröffnet im alten Hertie-Haus 2014 das MC Mode-Centrum Mölln. Die MC-Geschäftsführer Marion Wisbar und Christian Schmittat (rechts) geben die Verkaufsräume gestern Morgen mit Filialleiter Marco Upahl frei.

2015: Dr. Christoph Mager wird Landrat

Matthias Heidelberg (l.) und Jens Meyer (r. )gratulieren dem neuen Landrat Dr. Christoph Mager. Quelle: Lutz Roeßler

Bereits im ersten Wahlgang wird im Januar 2015 der CDU-Politiker und Richter Dr. Christoph Mager zum neuen Landrat des Kreises Herzogtum Lauenburg gewählt. Bereist im ersten Wahlgang setzt sich Mager gegen SPD-Fraktionschef Jens Meyer und Matthias Heidelberg durch.

2015: Mölln baut neues Familienbad

Bürgervorsitzerin Lieselotte Nagel (CDU) und Stadtwerke-Geschäftsführer Heinz Grothkopp wollen den Grundstein legen. Quelle: LB

Mit vereinten Kräften bekommt Mölln ein neues Familienbad. Die Stadtwerke Mölln lassen das neue Bad entstehen. Später wird es auf den Namen „Möllner Welle“ getauft. Gebaut wird es von einem Komplettanbieter für etwa 6,5 Millionen Euro. Auch in Schwarzenbek hofft man weiter auf ein neues Hallendbad. Ende 2018 wird dafür eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Doch in der Stadt gibt es möglicherweise wichtigere Dinge. So sehen es zumindest Teile der Politik.

2015: Die Fähre Siebeneichen ist gerettet

lbjebFähre - Die Seile liegen bereits im Wasserund die Fähre in Siebeneichen ist startklar für die Saison 2017. Sie pendelt immer Sonnabends und Sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr zwischen Siebeneichen und Fitzen. lbjebFähre - Die Seile liegen bereits im Wasserund die Fähre in Siebeneichen ist startklar für die Saison 2017. Sie pendelt immer Sonnabends und Sonntags sowie an gesetzlichen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr zwischen Siebeneichen und Fitzen. Quelle: jeb

Seit mehr als 100 Jahren pendelt die Fähre Siebeneichen zwischen Siebeneichen und Fitzen über den Elbe-Lübeck-Kanal. Ihre Konstruktion als Seilzugfähre, die sich an über den Kanalgespannten Stahlseilen orientiert, ist einmalig und ein Grund, warum das Gefährt inzwischen zum technischen Denkmal erklärt worden ist. Finanziert wurde das Defizit aus dem Betrieb bislang durch Zuschüsse von Kreis (33 000 Euro) und dem Amt Büchen (15 000 Euro). Der Kreis hat seine Mittel bisher aus den Zinsen des Stiftungsvermögens (rund 507 000 Euro) genommen. Das läuft angesichts der niedrigen Zinsen nicht mehr – und so hatte der Kreis beschlossen, sich zurückzuziehen. Nun hat sich ein Förderverein gegründet, der den Betrieb übernommen hat – mit Erfolg.

2015 Streit um Seebadestelle beigelegt

Frauke und Rüdiger Jobmann (mitte) sowie einige Mitglieder der DLRG zeigten ihre Freude mit einem spontanen Lauf ins Wasser Quelle: E-Mail-LN-Redaktion

Jahrelang hatten Pächter Oliver Victor und die Stadt Ratzeburg über die Seebadestelle gestritten. 2015 gibt es schließlich eine Einigung. „Wir haben uns mit Oliver Victor, dem Geschäftsführer der Erlebnisbahn Ratzeburg geeinigt, und haben wieder die Trägerschaft übernommen und somit uneingeschränkten Zugriff auf das Strandbad“, verkündete Bürgervorsteher Ottfried Feußner erfreut in seiner Ansprache. Die Badeaufsicht wird die Ratzeburger DLRG übernehmen. Feußner lobte die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe. Sie hätten das Strandbad in den vergangenen Wochen mit sehr viel Mühe wieder hergerichtet.

2015: Büchen feiert 25 Jahre „halbe Brücke“

Seit 25 Jahren ist die 1952 eingeweihte Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal halbseitig gesperrt. Von Jan Martens und den Landfrauen Monika Tofelde (v.r.), Claudia Hondt und Lydia Möller gibt es eine Girlande zum Jubiläum. Quelle: LB

Es ist schon ein etwas kurioses Fest, dass sich die Büchener 2015 ausgedacht haben. Am Elbe-Lübeck-Kanal feiert die Gemeinde 25 Jahre „halbe Brücke“. Hintergrund ist, dass die Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal vor 25 Jahren halbseitig gesperrt worden war. Anlass war damals eine technische Änderung bei den Belastungsannahmen. So ist die Brücke zwar eigentlich noch tragfähig, durch geänderte Vorschriften aber eben nicht mehr für einen zweispurigen Betrieb. Was 1990 zunächst als Provisorium gedacht war, feiert 2015 nun sein unrühmliches Bestehen. Aber es gibt Hoffnung. Im Zuge des Kanalausbaus müsste die Brücke erneuert werden – oder ein paar Jahre später ohnehin aufgrund ihre Alters.

2016: Immer wieder Wale in Groß Pampau

Uwe Havekost, Mitglied des wissenschaftlichen Grabungsteams vom Lübecker Museum für Natur und Umwelt, präsentiert eine Skizze der Ur-Robbe sowie versteinerte Knochenfunde: auf weißem Grund die Knochen einer Flosse. Die Robbe hat sich vor etwa elf Millionen Jahren im damaligen Miozänmeer - der Ur-Nordsee - getummelt. Quelle: LN-Archiv

Seit Jahrzehnten werden in einer Kieskuhle in Groß Pampau immer wieder Millionen Jahre alte Walskelette gefunden. Auch die Überreste von Urzeit-Haien haben Forscher bereits ausgebuddelt. 2016 finden Forscher sogar die Reste einer geschätzten elf Millionen Jahre alten Robbe aus der Ur-Nordsee. Ein Fund, der Groß Pampau nach Ansicht des Grabungsleiters weltberühmt machen werde –zumindest innerhalb der Zunft der Paläontologen.

2016: Milliarden für den Kreis im Bundesverkehrswegeplan

Binnenschiffe auf dem Elbe-Lübeck-Kanal und in und an der Schleue Witzeeze. Die Spartakus gehört zur 67-Meter-Klasse, ein Gustav-Königs-Typ. Quelle: Holger Maron

Alle zehn bis 15 Jahre beschließt die Bundesregierung einen Bundesverkehrswegeplan (BVWP). Aufgelistet sind dort diverse Infrastrukturprojekte aus den Bereichen Straße, Schiene und Wasser. Und als Ende 2016 schließlich der langersehnte BMVP 2030. Und der hatte für den Kreis gleich eine ganze Reihe von Überraschungen parat. So standen im so wichtigen Teil des vordringlichen Bedarfes nicht nur mit Schwarzenbek, Geesthacht, Ratzeburg und Lauenburg Ost und Nord gleich fünf Umgehungsstraßen, sondern auch der Komplettausbau des Elbe-Lübeck-Kanals – taxiert mit dem Preiststand von 2014 auf 838 Millionen Euro. Im Vorfeld war befürchtet worden, dass der Kanal möglicherweise komplett aus dem vordringlichen Bedarf fallen könnte. Kritiker des Ausbaus sprechen von einer Nacht-und-Nebel-Aktion der beiden schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten und führenden Mitglieder des Haushaltsausschusses Norbert Brackmann (CDU) und Bettina Hagedorn (SPD).

2017: Das neue Waldschwimmbad Büchen ist fertig

Die Sanierungsarbeiten am Büchener Waldschwimmbad liegen 2017 in den letzten Zügen. Quelle: Holger Maron

Jahrelang ist das Waldschwimmbad Büchen Stück für Stück komplett erneuert worden. Als letzter Schritt wurden von 2016 bis 2017 das Servicegebäude mit Umkleiden, Eingangsbereich und Kiosk sowie der Aufsichtsbereich erneuert. Damit war das Bad zur Saison 2017 endgültig fit für die Zukunft. Im Folgejahr dankte das das Wetter dann auch mit einem Rekordsommer.

2017: Gute Nachricht für die Kreisfinanzen

Jahrelang gab es im Haushalt des Kreises harte Einschnitte. Doch mit der Jahresrechnung 2017 wendete sich das Blatt. Quelle: Holger Marohn

2012 war der Kreis Herzogtum Lauenburg aufgrund seiner Überschuldung unter den Rettungsschirm des Landes gekrabbelt. Eine harte Zeit der Haushaltskonsolidierung begann. 2017 gab es dann positive Nachrichten. Bis zum Jahresende könnte der Kreis sein strukturelles Defizit abgebaut haben. Grund waren ein erwarteter Überschuss aus dem vergangenen Jahr und das geplante Jahresergebnis für das laufende Jahr. 2013 hatte der Kreis noch einen Fehlbetrag von mehr als 35 Millionen Euro angesammelt.

2017: Kanal-Planungen beginnen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am WSA Lauenburg Quelle: Holger Marohn

Bei den Ausbauplänen für den Elbe-Lübeck-Kanal werden 2017 Fakten geschaffen. In Lauenburg wird die Projektgruppe Ausbau Elbe-Lübeck-Kanal von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung installiert. Das Türschild enthüllt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt persönlich.

2017: Buddeln für die Bildung

Erster Spatenstich Werkstattneubau BBZ Mölln Quelle: Rest

Das Berufsbildungszentrum in Mölln stammt in Teilen noch aus den 50 Jahren. Vor allem der Werkstatttrakt ist marode und von Größe, Sicherheit und Aufteilung nicht mehr nutzbar. Anlass für den Kreis, einen Teilneubau zu beschließen. Nach jahrelangen Planungen erfolgt 2017 der erste Spatenstich.

2017: Atom-Museum

Das Anti-Atommuseum in Geesthacht. Quelle: Holger Marohn

Geesthacht ist der Atomstandort im Norden. Neben dem Kernkraftwerk Krümmel gab es auch zwei Forschungsreaktoren der Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt (GKSS). Außerdem lagert, verbuddelt in einem Betonschacht, in Geesthacht auch noch der Reaktordruckbehälter des ehemaligen Atom-Forschungsschiffes Otto Hahn. Zwei Menschen, die den Protest gegen die Atomkraft über Jahrzehnte nicht nur in der Region geprägt haben, sind Gerhard und Bettina Boll aus Geesthacht. Viele Erinnerungen sind in ihrem kleinen Anti-Atommuseum gesammelt – in ihrem Privathaus. In Zeiten des Atomausstieges und dem Rückbau der Reaktoren erlebt das Museum einen Boom, bei Besuchern und gespendeten Exponaten.

2017: HZG und der Wasserstoff

Umweltminister Robert Habeck bestaunt das Solarauto des Helmholtz-Zentrums und nimmt sogar selbst darin Platz. Quelle: LB

Während der Atomausstieg beschlossene Sache ist und bereits umgesetzt wird, läuft die Forschung bei den Alternativen auf Hochtouren. Und dem GKSS-Nachfolger Helmholtzentrum Geesthacht kommt dabei eine tragende Rolle zu. Unter anderem in der Wasserstoff-Forschung sind die Geesthachter führend. Unter anderem geht es um die Entwicklung von besonders leistungsfähigen Tanks. Praktisch alle führenden Landespolitiker haben sich in Geesthacht schon die Klinke in die Hand gegeben. Einer davon war 2017 der damalige schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck.

2018: Land unter nach den großen Regen

Die Einsatzstelle in Kollow aus der Vogelperspektive. Quelle: Foto: Jens Burmester

Das Wasser kam von oben und dann über Tage Feuerwehr und Technisches Hilfswerk in Atem gehalten. Anfang 2018 sorgten heftige Regenfälle für Überschwemmungen in Kollow und im Bereich der Bille von Brunstorf über Aumühle, Kuddewörde und Reinbek. Es war nicht das erste Mal.

Die Menschen haben neben vielen anderen die Jahre 2015 bis 2019 geprägt.

2018: Trecker Treck Panten wird 30

Schon am frühen Sonntagvormittag waren viele Zuschauer in Panten. Quelle: Jens Burmester

Treckertrecks gehören zu den ländlichen Traditionsveranstaltungen im Kreis. Das älteste Event im Kampf zwischen Ackerschlepper und Bremswagen ist der Treckertreck in Panten. Eine Veranstaltung, die sich 2018 zum 30. Mal jährte. Und in Fitzen wurde zehn Jahre Full Pull Fitzen gefeiert.

2019: Cyber-Angriff auf Fette

LMT-Fette ist Weltmarktführer beim Bau von Tablettiermaschin – und 2019 Opfer eines Hacker-Angriffs. Quelle: Philip Schülermann

Von Hacker-Angriffen ist immer mal wieder zu hören. Im Herbst 2019 erwischt es den Schwarzenbeker Maschinenbauer Fette. Die Attacke gegen den Weltmarktführer im Bereich der Tablettiermaschinen kam aus dem Internet und legte die Produktion des Schwarzenbeker für Wochen lahm. Mitarbeiter wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Erst als der Angriff überstanden war, meldete sich das Unternehmen offiziell zu Wort.

2019: Krümmel ist brennstoffrei

Letzter Castor aus dem Kernkraftwerk Krümmel ins Standortzwischenlager transportiert. Quelle: TIMO JANN

Die Vorbereitungen für den Rückbau des Kernkraftwerkes Krümmel sind planmäßig Ende 2019 abgeschlossen. Der letzte Castorbehälter hat, beladen mit Sonderbrennstäben und beschädigten Brennelementen, das Reaktorgebäude auf einem Tieflader verlassen und steht nun im Standortzwischenlager – und das voraussichtlich für Jahrzehnte. Denn ein Endlager für den hochradioaktiven Müll gibt es immer noch nicht. Aber auch die Suche nach einem Lager für den nichtverstrahlten „normalen“ Bauabfall wie Dämmstoffen gestaltet sich schwierig. Vier Deponien stehen theoretisch im Land zur Auswahl – aber Bürger und Politik wehren sich.

Von Holger Marohn

Es sind häufig Menschen, die durch ihr Tun in Erinnerung bleiben. Wir stellen einige Menschen vor, die das Jahr 2019 geprägt haben oder aus anderen Gründen in Erinnerung bleiben.

31.12.2019

Über ein Feuerwerksverbot zu Silvester ist in den letzten Jahren zunehmend diskutiert worden, einige Kommunen haben es schon verboten. Im Herzogtum Lauenburg noch nicht. Aber es gibt strikte Regeln.

30.12.2019

Auf dem Louisenhof in Müssen gibt es einen neuen Trecker. Gekauft wurde er mit finanzieller Unterstützung des Schwarzenbeker Provinzial-Chefs Torben Bliß.

30.12.2019