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Lauenburg Die Löffelente ernährt sich wie ein Blauwal
Lokales Lauenburg Die Löffelente ernährt sich wie ein Blauwal
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14:07 16.03.2019
Der breite, löffelartige Schnabel gibt der Löffelente ihren Namen. Quelle: Wolfgang Buchhorn
Mölln

Einen breiten Schnabel hat auch unsere allbekannte Stockente, aber bei der Löffelente wirkt er überdimensioniert, ist länger und nach vorn löffelartig verbreitert. Wozu das gut ist, zeigt der Erpel auf dem Foto: Mit dem „Löffel“ wird die Oberfläche des Wassers durchgeschnäbelt, wobei der Schnabel ganz schnell etwas geöffnet und wieder geschlossen wird. In der Zeitlupe würde man sehen, dass das Wasser beim Öffnen aufgenommen und beim Schließen mit Hilfe der Zunge wieder heraus gedrückt wird und seitlich herunterläuft.

Schnabel funktioniert wie ein Sieb

Hinter den feinen Lamellen des Schnabels bleiben Plankton und sogenannter Detritus, im Wasser schwebende organische Reste, zurück und werden geschluckt. Im Prinzip ist es die gleiche Ernährungsmethode wie beim Blauwal. Auch Stockenten durchschnäbeln das Wasser und sieben Nahrung heraus, aber sicher ein wenig andere, wodurch Konkurrenz vermieden wird. Darwin hat uns gelehrt, dass Spezialisierungen sich bei Vögeln in unterschiedlichen Schnabelformen widerspiegeln, eben wie bei den berühmten Darwinfinken von Galapagos.Die Löffelente hat weltweit ein riesiges Verbreitungsgebiet in Europa, Asien und Nordamerika, ist bei uns aber ziemlich selten. In Schleswig-Holstein leben 20 000 Paare Stockenten, aber nur 1000 Paare Löffelenten, die meisten in den Nordseemarschen und in Ostholstein. Im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es nur einzelne Brutpaare, aber während der Zugzeit kann man diese prächtige Ente häufiger sehen.

Karsten Gärtner

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