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Lauenburg Die Schatzkammer der Schiffsantriebe öffnet
Lokales Lauenburg Die Schatzkammer der Schiffsantriebe öffnet
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22:40 15.05.2015
Im Kellergewölbe des Museums ist auch das Schaufelrad eines alten Dampfers zu bewundern.
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Schlagsdorf

 Auch in den anderen Räumen des Museums sowie im Schifffahrtsarchiv und im E-Werk gibt es am Museumstag viel zu erleben.

Schatzkammer der Schiffsantriebe“ wurde der Gewölbekeller des ehemaligen Rathauses nach der Neugestaltung getauft. Zu Recht, denn unter dem historischen Gebäude befindet sich eine deutschlandweit einmalige Sammlung von Dampfmaschinen und Dieselmotoren unterschiedlicher Bauarten. Nirgends wird die Mechanisierung der Schifffahrt so durchgängig präsentiert wie hier.

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Und das Beste ist: Diese Museumsschätze laufen noch! Bei der Umgestaltung des Museums wurde die Elektrik, mit deren Hilfe die Maschinen in Bewegung gesetzt werden können, erneuert und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen im Keller eingebaut. Zum Museumstag werden die Schiffsantriebe erstmals seit der Neugestaltung des Museums in Betrieb genommen und vorgeführt. Maschinenvorführungen werden um 11, 13 und 15 Uhr angeboten.

Um 14 Uhr führt außerdem der Museumsgestalter Uwe Franzen (Atelier hand-werk) durch die Ausstellung und erläutert unter dem Titel „Ideen haben Konsequenzen“ sein Konzept. Wer Lust hat das Museum auf andere Art zu erkunden, kann mit einem Quiz oder Rätsel auf Entdeckungsreise gehen.

Außerdem gibt es neue Museumsspiele zum Ausprobieren. „Vielleicht legen wir am Museumstag sogar den Grundstein für eine neue Sonderausstellung zur nächsten Schipperhöge“, verrät Ulrike Sindermann, Leiterin für Touristik und Kultur bei der Stadt Lauenburg/Elbe. Kleine und große Künstler können nämlich der „Lustigen Person“ auf Schablonen neue Kleider verpassen. Die „Lustige Person“, eine Art Narr, ist eine wichtige Figur während der Schipperhöge, dem jährlichen Zusammentreffen der Mitglieder der Schifferbrüderschaft Lauenburg.

Auch das E-Werk und das Schifffahrtsarchiv öffnen zum Museumstag am morgigen Sonntag ihre Tore. Um 10, 12, 14 und 16 Uhr werden interessante Führungen durch das E-Werk an der Lauenburger Palmschleuse angeboten. Wenn die Vorbereitungen rechtzeitig abgeschlossen werden können, wird auch einer der Motoren des alten Elektrizitätswerks am Sonntag in Bewegung sein.

Fragen zum Programm des Internationalen Museumstages in Lauenburg beantwortet die Tourist-Information unter Telefon 04153/59 09 220 oder per E-Mail an touristik@lauenburg.de

Das Programm in Lauenburg
10 - 18 Uhr: Offenes Elbschifffahrtsmuseum, Elbstraße 59, freier Eintritt. Die „Museumsauskenner“ begleiten Besucher durch die Ausstellung.

Museumserkundung auf andere Art: Spiele und Rätsel für Groß und Klein


11, 13 und 15 Uhr: Vorführung der Maschinen in der Schatzkammer der Schiffsantriebe
14 Uhr: Führung „Ideen haben Konsequenzen“ mit dem Museumsgestalter Uwe Franzen


10 - 17 Uhr: Schifffahrtsarchiv öffnet die Türen, Elbstraße 141
10 - 17 Uhr: Offenes E-Werk, Bei der Palmschleuse 4
10, 12, 14 und 16 Uhr: Führungen durch das E-Werk.
Straßenbahnen sind Thema in Aumühle
Das Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle macht ebenfalls mit beim 38. Internationalen Museumstag 2015 am morgigen Sonntag. Das Motto in diesem Jahr lautet „Museum.
Gesellschaft. Zukunft.“. Was haben eigentlich Wandrosetten mit Straßenbahnen zu tun? Vereinsmitglied Ingo Mecker ist Hobby-Fachmann für alte Straßenbahnen. In mehreren über den Tag verteilten Kurzvorträgen führt er die Zuhörer an interessante und teilweise unerwartete Teilgebiete zu diesem Thema heran. Die aktuelle 77. Sonderausstellung heißt „Entlang der Kieler Chaussee“. In Bild und Text wird die Nahverkehrsgeschichte von Langenfelde, Stellingen und Eidelstedt beschrieben. Zudem werden Programmpunkte zum Mitmachen wie „Historische Lokomotiven und Waggons zum Anschauen, Fotografieren, Anfassen und Hineinklettern“ angeboten. Es werden kalte Getränke mit heißen Würstchen und Kaffee und Kuchen angeboten. Der Eintritt beträgt für Erwachsene zwei Euro, für Kinder ein Euro.

Geöffnet ist der Lokschuppen von 11 bis 17 Uhr
Führungen an der früheren Grenze in Schlagsdorf
Aus Anlass des 38. Internationalen Museumstages am morgigen Sonntag veranstaltet das Grenzhus Schlagsdorf zwei öffentliche Führungen. Zum Motto des Internationalen Museumstages „Museum. Gesellschaft.Zukunft“ passt, dass die Veranstalter die Geschichte der deutschen Teilung und der innerdeutschen Grenze sichtbar machen. Eine friedliche Zukunft ist nicht denkbar ohne einen bewussten Umgang mit der jüngsten Vergangenheit. Zwei Führungen werden angeboten: 10 Uhr: „Lebensschicksale an der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe“, 14 Uhr: „Vom Todesstreifen zum Lebensstreifen „Grünes Band“.

Die Führungen sind kostenfrei.

LN