Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Die heimischen Erdbeeren sind da
Lokales Lauenburg Die heimischen Erdbeeren sind da
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 24.05.2016
Kasia Guziak (42) aus Polen pflückt in Schmilau Erdbeeren. Im sechsten Jahr arbeitet sie dort und zählt zu den erfahrendsten Kräften. Auf 15 Hektar Land tragen die Pflanzen von Bauer Dirk Hadenfeldt Früchte, etliche Tonnen erntet sein Team jedes Jahr. Quelle: Fotos: Philip Schülermann/timo Jann
/Hohenhorn

Schmilau Schluss mit Importerdbeeren! Jetzt beginnt die Zeit der heimischen Früchte. Während man in Schmilau schon knallrote Erdbeeren kaufen kann, müssen sich Kunden der Selbstpflückanlage in Hohenhorn noch etwas gedulden. Dort sind die beliebten Beeren noch grün und brauchen noch etwas Sonne – aber die soll kommen.

Ob selbst pflücken oder am Stand kaufen: Die süßen Früchte unserer Bauern sind schon vielerorts zu bekommen.

Auf den Wochenmärkten und in den Supermärkten bekommt man sie schon seit Wochen – aus Süddeutschland, Italien, den Niederlanden oder Spanien. Aber langsam kommen auch die Früchte im Kreis auf Touren.

„Ich denke, dass wir in zwei bis drei Wochen mit dem Selbstpflücken starten können“, erklärt Jochen Putfarken. Er baut die süßen roten Früchte auf einer Fläche von etwa 50 Hektar rund um Hohenhorn an. Bis etwa 10. Juni müssen sich die Erdbeerfans im Südkreis also noch gedulden. „Es hängt jetzt alles am Wetter“, weiß Putfarken. Wärme und Sonne brauchen die Erdbeeren, um gut reifen zu können.

Viele Pflanzen tragen bereits erste Früchte – noch klein und grün. Putfarken: „Wir sind gut durch die Zeit mit den späten Nachtfrösten gekommen und haben dadurch kaum Schäden auf den Feldern.“ Damit die süßen Früchte nachher nicht auf dem sandigen Boden liegen, werden die Reihen jetzt mit Stroh eingestreut. Dazu ist ein Spezialanhänger im Einsatz.

Im Norden des Lauenburgischen, in Schmilau, sind die Auslagen des Hofes Hadenfeldt und bei Bockhop bereits voll. Die Saison sei früh und gut losgegangen, sagen die Betreiber. Pralle Körbe mit großen Früchten – süß und saftig – stehen in den Läden und Buden und zeugen von Sommer – trotz des grauen Himmels und drohenden Regens. „Bei uns ging es in diesem Jahr eine gute Woche eher los als in den letzten Jahren“, sagt Erdbeerbauer Dirk Hadenfeldt aus Schmilau. „Das ist natürlich gut für uns.“ Einen Grund dafür wisse er aber nicht genau. Mit den Temperaturschwankungen hätten die Pflanzen aber ihre Probleme gehabt, berichtet er.

Dirk Hadenfeldt baut auf rund 15 Hektar Erdbeeren an. Auf bis zu sechs weiteren zieht er die Pflanzen, die im nächsten Jahr Ertrag bringen sollen. 50 Erntehelfer sind bei ihm beschäftigt und pflücken „Honeyoye“, später im Jahr „Sonata“ oder „Malwina“, die letzte Sorte, die auf seinen Feldern wächst. „Sie ist sehr dunkel und sehr gut“, sagt Hadenfeldt. In eigenen Buden und einigen Supermärkten verkauft sein Team die roten Leckereien. Auch in Lübeck gebe es Abnehmer, sagt Hadenfeldt. Der Preis für Erdbeeren ist laut Bauernverband im Vergleich zum Vorjahr allerdings gestiegen.

Acht Hektar groß sind die Erdbeerfelder an der Bundesstraße 404 zwischen Geesthacht und Hohenhorn, die Jochen Putfarken für die Selbstpflücker reserviert hat. „Dort werden wir mit den Sorten ,Honeoye’ und ,Daroyal’ beginnen. Danach folgen dann ,Konia’ und ,Sonata’, ehe wir zum Schluss hin einige namenlose eigene Züchtungen ernten können“, berichtet der Landwirt.

Bis zu 400 Erntehelfer werden in den kommenden Wochen auf den restlichen 42 Hektar im Einsatz sein. Die Profis pflücken die Früchte, die dann auf den Hof am Ackerweg gebracht und von dort per Kühllaster zum Verkauf bis nach Hamburg, Hannover und Berlin in Lebensmittelgeschäfte gebracht werden.

Egal, ob zum Naschen, mit Sahne oder als Torte: Erdbeeren gehören einfach zum Sommer dazu. Jetzt fehlt nur noch Sonnenschein. Am Wochenende soll es besser werden. Das freut die Erdbeerbauern – und die Fans der Früchte sowieso.

Erdbeer-Frühstücksbrot

Erdbeeren zum Start in den Tag: Früchte abspülen und trocken tupfen, danach den Stielansatz herausschneiden und das Fruchtfleisch in viele kleine Stücke schneiden. Anschließend Zitronen­ und Agavendicksaft unterrühren und kurz ziehen lassen.

Brotscheiben toasten oder grillen, damit sie ordentlich knusprig werden. Das Brot dann mit Olivenöl beträufeln und den stückigen Fruchtaufstrich daraufgeben. Am besten schmeckt das Frühstück schnell serviert.

Timo Jann und Philip Schülermann

An der Dorfstraße in Buchhorst jagte am Sonnabend ein Unglück das nächste: Zwei Autos stießen zusammen, ein Wohnzimmer ging in Flammen auf – die Feuerwehren des ...

24.05.2016

Die Kirchengemeinde Gudow lädt am Sonntag, 5. Juni, um 8 Uhr zu einem Abendmahlsgottesdienst für alle Frühaufsteher nach Grambek ein. Im Anschluss wird durch das Hellbachtal zur St.

24.05.2016

Veraltetes Kanalsystem bereitet der Stadt immer wieder Probleme.

24.05.2016