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Lauenburg Die regionale Vertretung
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15:10 28.06.2018
Ratzeburg

Die Gemeinden sollen die Kreistagsabgeordneten aus ihrer Region wieder stärker in die Pflicht nehmen und sie als Ansprechpartner für ihre Belange nutzen, hatte jüngst erst der alte und neue Kreispräsident Meinhard Füllner gefordert. Dabei gehe es nicht um die Parteizugehörigkeit, betont der Kreispräsident.

Die Gemeinden sollen die Kreistagsabgeordneten aus ihrer Region wieder stärker in die Pflicht nehmen und sie als Ansprechpartner für ihre Belange nutzen, hatte jüngst ...

Hochburgen der politischen Präsenz im Kreistag sind mit Geesthacht (acht Abgeordnete) die größte Stadt des Kreises und die Kreisstadt Ratzeburg mit fünf Abgeordneten. Mölln als zweitgrößte Stadt des Kreises ist nur mit zwei Mandatsträgern der CDU und einer AfD-Abgeordneten auf Kreisebene vertreten.

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Die Christdemokraten hingegen haben kreispolitisch in der Boomstadt Schwarzenbek keinen Fuß auf dem Boden. Ohnehin ist die Kreismitte – vom nicht bevölkerten Sachsenwald einmal abgesehen – eher schwach vertreten. Allein ein Drittel der neun Vertreter der Grünen kommt aus dem direkten Hamburger Rand.

Juristen größte Gruppe

In der Politik engagieren sich vor allem Lehrer. Das war vielleicht einmal. Mit Bettina Best (Grüne) hat es gerade einmal eine „Paukerin“ in das Gremium geschafft. Als Dozenten könnte man vielleicht noch Gitta Neemann-Güntner (SPD) und Klaus Tormählen (Grüne) in die Gruppe zählen. Allerdings gibt es insgesamt vier Staatsbedienstete.

Zumindest rechtlich sollte im künftigen Kreistag angesichts von fünf Juristen alles glatt laufen. Auch wenn in der Vergangenheit der eine oder andere doch überraschende Lücken im Kommunalrecht offenbarte. Zusammen mit dem weit zu fassenden Begriff „Berater“ bilden die Juristen die größte Gruppe.

Unter den Abgeordneten gibt es mit der Andrea Tschacher und Norbert Brackmann zwei Berufspolitiker sowie zwei politische Mitarbeiter.

CDU hat sich verjüngt

Alle werden im neuen Kreistag älter – nur die CDU nicht. Im Vergleich zum Altersdurchschnitt bei der Konstituierung vor fünf Jahren hat sich lediglich die CDU-Fraktion verjüngt. Die Linken hatten damals noch keinen Fraktionstatus.

Auch die sonst eher auf Jugendlichkeit setzenden Grünen sehen im Kreistag ziemlich alt aus. Der jüngste Vertreter ist mit Oliver Brandt im vergangenen Jahr auch schon 50 geworden.

Auch die politischen Flügel des Kreistages sind ziemlich altersschwach. Mal sehen, ob die AfD als Neuling wirklich Schwung in die Kreispolitik einbringen kann und wird. Die jüngste Fraktion bilden die Freien Demokraten – was nicht unbedingt zu erwarten war.

Der neue Kreistag unter die Lupe genommen

Durch Überhang- und Ausgleichsmandate ist der Lauenburgische Kreistag mit 49 Abgeordneten noch einmal deutlich gewachsen. Die LN haben sich die Struktur des neuen Gremiums einmal genauer angesehen. Einfluss darauf, wer am Ende für die einzelnen Fraktionen die Politik bestimmen könnte, haben die Parteien einerseits durch die Nominierung ihrer Direktkandidaten und die Aufstellung der Liste. Im Mai hat neben 18 Kandidaten der CDU und vier der SPD mit Klaus Tormählen erstmals auch ein Grüner den direkten Sprung in den Kreistag geschafft.

Mehr als ein Drittel der Abgeordneten sind in den anstehenden Wahlperiode Frauen.

Zwischen 55 und 60 Jahren

Fast ein Viertel der Abgeordneten ist im Alter zwischen 55 und 59 Jahren. Auffallend ist, dass in dieser Altersgruppe SPD und Grüne besonders stark, die CDU aber gar nicht vertreten ist. Mit zehn von 18 Fraktionsmitgliedern ist bei der CDU ein Großteil in den 40ern. Zumindest Altersmäßig scheint die CDU damit als einzige Fraktion den Generationenumbruch schon hinter sich zu haben.

Das jüngste Mitglied im Kreistag stellen die Sozialdemokraten. Der parteiintern durchaus kritische Juso-Kreisvorsitzende Calvin Fromm musste sich seinen Platz allerdings über ein Direktmandat erkämpfen.

LN