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Lauenburg Digitalpakt: 8,4 Millionen Euro für Schulen im Lauenburgischen
Lokales Lauenburg Digitalpakt: 8,4 Millionen Euro für Schulen im Lauenburgischen
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19:12 09.10.2019
Seit dem Herbst 2017 arbeiten zehnte Klassen der Gemeinschaftsschule Stecknitz am Standort Krummesse mit iPads im Unterricht. Es handelte sich um ein Pilotprojekt mit Unterstützung des Landes und des Schulverbandes. Im Bild Maxim (von links), Lea und Anne (damals alle 16) bei der Gruppenarbeit. Quelle: Strunk Joachim
Ratzeburg

Im Februar dieses Jahres einigten sich Bund und Länder auf einen Digitalpakt für Schulen in Deutschland, fünf Milliarden Euro Bundesmittel sollen nach einem Beschluss der Großen Koalition in fünf Jahren fließen.

„Und ein halbes Jahr später liegt nun endlich die Förderrichtlinie über die Vergabe der Mittel in Schleswig-Holstein vor“, berichtet Martin Habersaat, Reinbeker Landtagsabgeordneter und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Für das gesamte Land stehen rund 142 Millionen Euro zur Verfügung, Schulen in Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg können mit insgesamt 19,9 Millionen Euro rechnen. Auf das Herzogtum entfallen dabei mehr als 8,4 Millionen Euro.

Nachdem sich die kommunalen Landesverbände und das Bildungsministerium auf die Förderrichtlinien für den Digitalpakt geeinigt haben, ist damit der Weg freigemacht für die Auszahlung der Fördermittel an die Schulen, teilen auch die Landtagsabgeordneten der CDU, Andrea Tschacher und Klaus Schlie, mit.

Verteilt werden die Mittel nach Schülerzahlen, mindestens gibt es aber 45 000 Euro pro Schule. Eine Verteilung nach Schülerzahlen hatte die SPD bei der Landtagsdebatte im März gefordert, entsprechend zufrieden zeigt sich Habersaat: „Jetzt wissen die Schulträger und die Schulen, womit sie in den kommenden Jahren planen können.“ Wichtig sei es, die Gelder auf Grundlage von Medienentwicklungsplänen zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit an den Schulen einzusetzen.

Empfänger im Herzogtum

Nachfolgende öffentliche Träger bekommen Zuwendungen aus dem Digitalpakt:

Amt Breitenfelde: 73 309 Euro,

Amt Lauenburgische Seen: 302 777 Euro,

Amt Lütau: 45 000 Euro,

Amt Sandesneben-Nusse: 414 700 Euro,

Gemeinde Aumühle: 61 810 Euro,

Gemeinde Börnsen: 89 121 Euro,

Gemeinde Escheburg: 55 341 Euro,

Gemeinde Wentorf (HH): 734 250 Euro,

Gemeinde Wohltorf: 58 575 Euro,

Kreis Herzogtum Lauenburg: 1 575 414 Euro,

Schulverband an der Stecknitz Berkenthin-Krummesse: 255 145 Euro,

Schulverband Büchen: 473 275 Euro,

Schulverband Dassendorf-Brunstorf-Hohenhorn: 76 903 Euro,

Schulverband Kuddewörde-Grande: 63 966 Euro,

Schulverband Müssen: 56 779 Euro,

Schulverband Ratzeburg: 549 899 Euro,

Schulverband Schwarzenbek-Nord Ost: 159 196 Euro,

Schulverband Sterley: 77 262 Euro,

Stadt Geesthacht: 1 240 307 Euro,

Stadt Lauenburg: 484 775 Euro,

Stadt Mölln: 934 053 Euro,

Stadt Ratzeburg: 277 784 Euro,

Stadt Schwarzenbek: 616 380 Euro

Bei den Sommergesprächen mit den Bürgermeistern seines Wahlkreises hatte Habersaat erfahren, dass die Konzepte der einzelnen Schulen sich noch in recht unterschiedlichen Stadien befinden. Die Richtlinie ermögliche, „erst in Ruhe fertig zu planen und das Geld dann sinnvoll auszugeben“.

Gefördert werden die strukturierte Verkabelung von Schulgebäuden, Einrichtungen mit LAN/WLAN inklusive der passiven und aktiven Netzwerkkomponenten, Server in Schulen zu unmittelbar pädagogischen Zwecken und zur IT-Administration, Anzeige- und Präsentationsgeräte, digitale Arbeitsgeräte und in besonderen Fällen auch schulgebundene mobile Endgeräte.

Der Möllner Landtagsabgeordnete der CDU, Klaus Schlie, wies darauf hin, dass die aus dem Schulträgerbudget zu gewährenden Zuwendungen von den Trägern der öffentlichen Schulen um einen Eigenanteil in Höhe von jeweils mindestens 15 Prozent zu ergänzen seien. „Bei finanzschwachen Städten und Gemeinden entfällt allerdings der Eigenanteil“, schränkte er ein.

Andrea Tschacher, CDU-MdL aus Lauenburg-Süd, freut sich ebenfalls über die Zuschüsse: „Digitale Medien können das Lernen und Lehren in den Schulen verbessern und unsere Kinder für die Zukunft fit machen. Jetzt müssen wir unsere Schulen schnell mit dieser Technik ausstatten“.

Erfreut zeigten sich die beiden CDU-Vertreter darüber, dass Bildungsministerin Karin Prien (CDU) eine weitere Förderrichtlinie zu Gunsten der Träger der Ersatz- und Pflegeschulen angekündigt hat, die in Kürze folgen soll.

Die Richtlinie zur Vergabe der Finanzhilfen aus dem Digitalpakt Schule 2019-2024 an die Träger der öffentlichen Schulen „Landesprogramm Digitalpakt SH - öffentliche Schulen“ wird mit der Veröffentlichung im Amtsblatt rückwirkend zum 17. Mai 2019 Inkrafttreten.

Von unk

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