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Lauenburg Seniorenbeirat stellt neuen Ratgeber vor
Lokales Lauenburg Seniorenbeirat stellt neuen Ratgeber vor
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16:29 30.01.2019
Stellten die dritte Auflage des Seniorenratgebers für Ratzeburg vor: (v. l.) die Seniorenbeiratsmitglieder Jürgen Pfeiffer (Vorsitz), Jürgen Möller, Günter Deutschmann, Bürgermeister Rainer Voß, „rundum“-Verleger Manfred Pöhls und Ratzeburgs Bürgervorsteher Ottfried Feußner. Quelle: Joachim Strunk
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Ratzeburg

„Wir werden immer mehr!“, sagt Jürgen Pfeiffer, aktuell Vorsitzender des Ratzeburger Seniorenbeirats. Damit meint er den Anteil der über 60-jährigen Menschen, die in Ratzeburg leben. Mittlerweile sind das rund 4700 – fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung der Kreisstadt, die knapp unter der 15.000-Einwohner-Grenze liegt.

Das Thema Sicherheit wird ebenfalls aufgegriffen mit Tipps und Ansprechpartnern bei der Polizei. Besonderheit: eine Identifikations-Karte zum Ausfüllen und mit den wichtigsten Telefonnummern. Quelle: Strunk

Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach dem Senioren-Ratgeber, der gerade eben in dritter Auflage erschienen ist –an mehr als 200 Verteilerstellen in der Stadt, in Apotheken, bei Ärzten, bei Gesundheitseinrichtungen oder Ämtern (Bürgerbüro im Rathaus). Im Jahr 2014 wurde die hilfreiche Broschüre nach dem Möllner Vorbild erstmals herausgebracht. Damals und zwei Jahre später jeweils in einer Auflage von 2000 Stück.

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Auflage auf 2500 Stück erhöht

„Aufgrund der Zunahme der ,Best-Ager-Altersgruppe’ und der großen Beliebtheit unseres Heftes, das zuletzt reißenden Absatz gefunden und überall ,ausverkauft’ war, haben wir uns entschlossen, die Auflage auf 2500 zu erhöhen“, erklärt Manfred Pöhls vom Möllner „rundum“-Verlag.

In der Heftmitte eine Doppelseite für den „direkten Draht“ bei Notfällen per Telefon und Internet. Quelle: Strunk

Der „Ausverkauf“ ist dabei nur im übertragenen Sinn zu verstehen. Denn die 40-seitige Broschüre mit vielfältigen Informationen, Tipps und Hinweisen über das Leben und Wohnen im Alter in Ratzeburg, über Freizeit und Kultur, Auskünfte über Ansprechpartner und Telefonnummern für soziale, Vorsorge-, Rechts- und Betreuungsfragen ist für die Bezieher umsonst. Die Herstellungs- und Vertriebskosten in Höhe zwischen 6500 und 7000 Euro wird ausschließlich über Werbung finanziert.

Änderung des Wahlverfahrens für Seniorenbeirat

„Wenn es mit der demografischen Entwicklung so weitergeht“, vermutet Beiratsvorsitzender Pfeiffer, „werden wir bei der nächsten Aktualisierung wohl eine noch höhere Auflage starten müssen“. Das wäre dann aber die Angelegenheit eines neuen Seniorenbeirates. Denn die Wahlperiode des aktuellen Gremiums läuft im März 2019 aus.

Bereits im vergangenen Herbst hatten sich die Beiratsmitglieder ernsthafte Gedanken über die Zukunft ihrer Institution gemacht. Denn bei der letzten Wahl konnte man lediglich rund 50 Ratzeburgerinnen und Ratzeburger animieren, einen Stimmzettel auszufüllen. Auch die Zahl der Bewerber für das mit neun Personen zu besetzende Gremium hielt sich in engen Grenzen.

Interessierte melden sich bei der Stadt

Insofern überarbeitete man das Konzept und beantragte eine Änderung des Wahlverfahrens, das die Stadtvertretung in ihrer Sitzung am 10. Dezember 2018 so beschloss: Nunmehr können und sollen sich interessierte Bewerberinnen und Bewerber für den Seniorenbeirat bei der Stadt melden.

„Voraussetzung ist, dass die Bewerbenden das 60. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten mit erstem Wohnsitz in Ratzeburg gemeldet sind und ihre besondere Qualifikation, ihr spezielles Interesse und ihre Ziele darstellen“, zählt Bürgermeister Rainer Voß auf.

Dem Möllner Beispiel folgend

Damit folgen die Ratzeburger Senioren ihren Altersgenossen in Mölln, wo das gleiche Wahlverfahren erfolgreich angewandt wurde. Wie in Mölln wird die Wahlperiode dann auch künftig nicht mehr nur drei, sondern fünf Jahre andauern.

Die Bewerbungen werden nach Eingang vom Hauptausschuss gesichtet und die neun Kandidaten für den Beirat anschließend möglichst paritätisch – also fünf Herren, vier Damen oder umgekehrt – der Stadtvertretung vorgeschlagen. Diese beschließt letztlich die endgültige Zusammensetzung.

„Über die Wahl und das Verfahren werden wir rechtzeitig Ende März oder Anfang April noch einmal die Öffentlichkeit informieren“, versichert Voß. Mögliche Interessenten können sich aber jetzt schon überlegen, ob sie antreten möchten.

Joachim Strunk