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Lauenburg Durchbruch für Helmholtz-Forscher
Lokales Lauenburg Durchbruch für Helmholtz-Forscher
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20:10 24.07.2018
Umweltminister Robert Habeck lässt sich von Teilinstitutsleiter Prof. Dr. Thomas Klassen (r.) die Wasserstofftechnik erläutern. Quelle: Foto: Hm
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Geesthacht

„Eines der großen Probleme bei der Suche nach dem richtigen Material war, dass sich mit jedem Laden die Speicherkapazität verringert hat“, sagt Dr. Claudio Pistidda vom HZG. Nun sei es mit einer speziellen Kombination von sogenannten Metallhydriden gelungen, diese gravierenden Nachteile, die herkömmlicherweise mit dieser Materialklasse verbunden sind, zu überwinden.

„Damit haben wir einen echten Durchbruch auf dem Weg zur Entwicklung neuartiger Wasserstoffspeichermaterialien für mobile und stationäre Anwendungen erreicht“, freut sich Dr. Claudio Pistidda. „Der entdeckte Reaktionsweg vermeidet unerwünschte Seitenreaktionen, die ansonsten eine Wiederbeladung mit Wasserstoff behindern. Das neue Material eröffnet damit eine hervorragende Perspektive für langfristig nutzbare Energiespeicher“. Vom HZG heißt es weiter: „Wasserstoff kann ein klima- und umweltfreundlicher Energieträger sein, wenn er mit Hilfe von Wind- oder Solarenergie erzeugt wird.“ Für den mobilen Einsatz werde Wasserstoff bislang meist in Druckgasbehältern gespeichert, die ein relativ großes Volumen aufweisen und den entsprechenden Platz einnehmen.

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In einem anderen Projekt arbeiten die Wasserstoff-Forscher für eine konkrete Umsetzung auch mit Volkswagen zusammen. Die jetzt gewonnenen Erkenntnisse hoffen sie nun auch auf diese Arbeit übertragen zu können. In der Vergangenheit hatten sich zahlreiche Politiker über die Forschungen im Wasserstoffbereich beim HZG informiert, darunter auch Robert Habeck (Grüne).

hm

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