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Lauenburg EEW informiert Bürger über MVA-Neubau
Lokales Lauenburg EEW informiert Bürger über MVA-Neubau
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16:54 15.12.2018
Etwa 80 Bürger sind zur Informationsveranstaltung von EEW zum Neubau der Müllverbrennungsanlage und dem Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage nach in Feuerwehrgerätehaus nach Stapelfeld gekommen. Quelle: Holger Marohn
Stapelfeld

 Etwa 80 Bürger haben sich im Feuerwehrgerätehaus in Stapelfeld über den Neubau der Müllverbrennungsanlage informiert. Dazu gehörte auch die neue Klärschlammverbrennungsanlage. Kritik gab es an den möglichen Emissionen der Anlage.

„Es ist eine tolle Sache, dass wir hier heute über einen Neubau sprechen“, sagte Holger Heinig, Technischer Geschäftsführer der Müllverbrennungsanlage Stapelfeld. 2013 habe man an gleicher Stelle noch über eine Stilllegung der Anlage gesprochen. Geplant ist, in der neu gebauten Müllverbrennungsanlage ab 2022 zwischen 320000 und 350000 Tonnen Abfall aus privaten Haushalten und dem Gewerbe verbrannt werden.

Bei der Planung der Anlage war EEW nach eigenen Angaben ursprünglich von einem höheren Anteil von Gewerbeabfall zur Verbrennung ausgegangen. Der Heizwerk von privatem Hausmül ist unter anderem aufgrund des hohen Anteils von eigentlich nicht zulässigen Bioabfällen im Restmüll deutlich schlechter als der von Gewerbemüll. EEW war daher zunächst von einer zu verbrennenden Menge von 320000 Tonnen bei einem entsprechend gemitteltem Heizwert ausgegangen. Aufgrund der zwischenzeitlich abgeschlossenen Anlieferverträge mit den kommunalen Entsorgungsunternehmen gehe man von 350000 Tonnen aus, heißt es.

Hinzu kommt eine Monoverbrennungsanalge für Klärschlamm. Dort sollen bis zu 135000 Tonnen nasser Klärschlamm zunächst getrocknet und dann reduziert auf 32500 Tonnen Trockenschlamm verbrannt werden.

Vertreter von EEW, darunter Morten Holpert (r.) stellten die Pläne vor. Quelle: Holger Marohn

Teil des Neubaus ist auch ein neuer Schornstein. Der wird allerdings statt bisher 110 Meter nur 63 Meter hoch sein. Mehrere Teilnehmer fürchteten, dass dadurch mehr Schadstoffe in der unmittelbaren Umgebung des Heizkraftwerkes ankommen.

Klaus Koch ist Begründer der Initiative gegen den Neubau der Müllverbrennungsanlage. Er wies darauf hin, dass 30 Jahre Müllverbrennung in Stapelfeld genug seien. Auf Nachfrage der LN schlug er den Neubau einer Anlage an anderer Stelle als Alternative vor.

Den Genehmigungsantrag zum Neubau hat EEW am 30. November 2018 eingereicht. Voraussichtlich im Frühjahr soll das offizielle Anhörungsverfahren der Öffentlichkeit stattfinden. Dazu gehört die Auslegung der Unterlagen und ein Erörterungstermin für die Einwendungen. Der Baubeginn ist für Ende 2019 vorgesehen. Die Aufnahme des Probebetriebes plant EEW für Mitte 2022.

Holger Marohn

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