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Lauenburg Rollinger Ehrenbürgermeister von Schmilau
Lokales Lauenburg Rollinger Ehrenbürgermeister von Schmilau
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12:33 22.09.2018
Schmilaus neu gewählter Bürgermeister Christopher Overbeck (v. r.) verlieh im Namen der Gemeindevertretung Eckhard Rollinger die Ehrenbürgermeisterwürde und verabschiedete ihn und die Gemeindevertreter Torsten Wendtland, Hermann Müller und Klaus Wedemann (nicht abgebildet). Quelle: Joachim Strunk
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Schmilau

Für Freitag Abend hatte Schmilaus Bürgermeister Christopher Overbeck zur Gemeindevertretersitzung geladen – diesmal mit Ehegatten oder Partnern. Was an sich schon etwas ungewöhnlich ist. Aber das wurde Eckhard Rollinger wohl erst so richtig klar, als er in das „Ratszimmer“ in der Alten Schule trat. Denn hier brannten Kerzen auf der langen Tafel, die festlich gedeckt war. Im Nebenraum wirkte der Ratzeburger Gastronom Otto Rothe und bereitete ein festliches Mahl zu.

Grund für diese ungewöhnliche Sitzung und auch einziger „Tagesordnungspunkt“ war die Verabschiedung der ausgeschiedenen Gemeindevertreter. Klaus Wedemann fehlte entschuldigt. Er und Torsten Wendtland hatten zehn Jahre im Gemeinderat gesessen. Hermann Müller war sogar seit 22 Jahren Mitglied des Gremiums. Und noch einmal zwei Jahre mehr „auf dem Buckel“ hatte Eckhard Rollinger.

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Lange Liste der Errungenschaften

Dieser hatte sich offensichtlich sehr schnell in die politische Gremientätigkeit eingearbeitet, so dass er bereits nach vier Jahren, also 1998, zum Nachfolger des damaligen Bürgermeisters Hans Wedemann gewählt wurde. In der Folge wirkte der heute 69-Jährige mit Leib und Seele für sein Dorf.

Overbeck zählte nur in Stichworten auf, was unter Rollinger in der Gemeinde entstanden ist, als da wären (in ungeordneter Reihenfolge): die Radwege nach Ratzeburg und nach Salem, der Kita-Umbau, zwei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr, das schnelle Internet erst mit der Telekom (und deren Mobilfunkmast) und aktuell durch den Glasfaseranschluss der Vereinigten Stadtwerke, die Dorfentwicklung, die Gestaltung der Kapellenwiese um die Kirche, verschiedene Bebauungspläne oder auch der Plattformlift im Gemeindehaus „Alte Schule“.

Bürgermeister Christopher Overbeck (l.) dankte auch Rollinger Gattin Rita für ihre große Unterstützung. Quelle: Joachim Strunk

Angesichts dieser Fülle an guten Taten sei die Gemeindevertretung übereingekommen, so Overbeck, seinem Vorgänger die Ehrenbürgermeisterwürde zu verleihen. Damit hatte Eckhard Rollinger nicht gerechnet.

„Eigentlich bin ich unter anderen Voraussetzungen heute Abend hierher gekommen. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mich nicht so légère gekleidet, sondern mich in Schale geworfen“, erklärte er, nachdem er nach einer kurzen Zeit des Staunens und Innehaltens die Sprache wiederfand.

Würdigung des Ehrenamtes

Dann dankte er ergriffen seinen Mitstreitern und Weggefährten. „Wir haben tatsächlich viel auf den Weg gebracht, aber alles auch immer gemeinsam beschlossen.“ Dadurch habe man etwas Nachhaltiges bewirken können. Manchmal seien die Hürden zwar hoch und die Kämpfe hart gewesen, und manch schlaflose Nacht habe er auch gehabt, aber: „Die Arbeit mit euch hat immer Spaß gebracht.“

Abschließend appellierte Rollinger auch an die aktuellen Gemeindevertreter sowie an die jüngeren Dorfbewohner, sich für das Ehrenamt stark zu machen. Das habe mehr Wertschätzung verdient. Hier und heute sei es wichtig, diesem gesellschaftlichen Problem etwas entgegenzuhalten.

Joachim Strunk

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