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Lauenburg Einbrecher entkommen Großaufgebot der Polizei
Lokales Lauenburg Einbrecher entkommen Großaufgebot der Polizei
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21:12 15.11.2019
Großfahndung nach Einbruch in Geesthachter Einfamilienhaus. Quelle: Timo Jann
Geesthacht

Während die Polizeidirektion Ratzeburg am Donnerstagabend in Ahrensburg präventiv mit einem Großaufgebot zum Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl im Einsatz war, schlugen Einbrecher in Geesthacht zu. Sofort verlegten nach einem Notruf um 18.05 Uhr umfangreiche Polizeikräfte nach Geesthacht. Ein Hubschrauber stieg auf, Drohen scannten die Nachbarschaft ab, Spürhunde nahmen Witterung auf – doch die Täter entkamen.

Diese Männer waren in das Geesthachter Einfamilienhaus eingebrochen. Quelle: Timo Jann

Ein 33-Jähriger Anwohner der Wilhelm-Holert-Straße war gegen 18 Uhr nach Hause gekommen. „Als ich einparkte, sah ich im Haus Lichtschein einer Taschenlampe“, berichtete der Mann am Freitagmorgen. Er ging in den Garten, sag durch ein Fenster im Haus zwei Männer, die eine Kommode durchwühlte und die, als sie ihn bemerkten, durch ein aufgebrochenes Fenster in den Garten flüchteten. Der Bewohner nahm noch kurz die Verfolgung in den Johannes-Krause-Ring auf, doch dort flüchtete das Duo durch zwei Garten und über den Spielplatz zurück in die Wilhelm-Holert-Straße und entkamen.

Von den Einbrechern gibt es Videoaufnahmen. Einmal direkt vom Tatort und einmal aus einem Haus am Johannes-Krause-Ring. Die Männer waren mit Sturmhauben maskiert und ließen sich nicht einmal durch die Kameras am Haus abschrecken. Sie kletterten durch eine Hecke auf das Grundstück und brachen im rückwärtigen Bereich vermutlich mit einem Schraubendreher ein Fenster auf. Unklar ist, warum sie sich nicht die Terrassentür öffneten, sondern sich die Mühe machten, durch das Fenster zu klettern.

Die Polizei beschreibt die Täter als etwa 18 bis 25 Jahre alt, einer war 1,90 und der Komplize 1,80 Meter groß. Beide gelten als sportlich und hatten kleine Sportrucksäcke dabei. Möglicherweise hatten die Männer einen Komplizen, der mit einem Fluchtauto außerhalb der Siedlung auf sie gewartet hatte. Mittags waren drei Männer mit kurzgeschorenen hellen Haaren aufgefallen. Sie waren mit einem älteren schwarzen BMW der 3er-Baureihe unterwegs. Die Polizei brach die Fahndung schließlich gegen 20 Uhr ab, solange hatte der Hubschrauber der Bundespolizei die Gegend mit seiner Wärmebild- und Nachtsichtkamera abgesucht.

Großfahndung mit Spürhund, Drohnen und Hubschrauber nach Einbruch in Geesthachter Einfamilienhaus. Quelle: Timo Jann

„Das war ein Schock, ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen“, berichtete der Anwohner. Frau und Kind sind zum Glück derzeit zur Kur und bekamen von der Tat direkt nichts mit. „Die haben hier alles durchwühlt“, erzählt der 33-Jährige. Anhand der Videoaufzeichnungen steht fest, dass sie um 17.54 Uhr eingestiegen waren. Um 18.05 Uhr wählte der Mann den Notruf. Zeugen, denen die Verdächtigen aufgefallen sind, werden gebeten sich bei der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch der Polizeidirektion am Revier im Reinbek unter der Telefonnummer (040) 727707-0 zu melden.

Fußabdruck der Einbrecher im Vorgarten des betroffenen Hauses. Quelle: Timo Jann

Die Landespolizei kündigte am Freitag an, ihre intensiven Bemühungen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität im Hamburger Randgebiet fortzusetzen. So habe man im Rahmen der am Donnerstag vollzogenen Aktion 619 Fahrzeuge und 751 Personen kontrolliert. „Hierbei konnten auch Personen angetroffen werden, die polizeilich in Hinblick auf Eigentumskriminalität relevant waren“, berichtete Torge Stelck vom Landespolizeiamt in Kiel. „Die aus den Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse werden nun ausgewertet und fließen in die Ermittlungsarbeit zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität ein“, sagte er. Kontrollen seien neben intensivierten Ermittlungen, Prävention und der überregionalen Zusammenarbeit eine wichtige Säule der Bekämpfung der Einbruchskriminalität, hieß es.

Auch von den Videokameras am betroffenen Haus ließen sich die Einbrecher nicht abschrecken. Quelle: Timo Jann

„Es ist ein blödes Gefühl, zu wissen, dass die hier überall ihre Finger dran hatten“, sagte der von dem Einbruch betroffene Geesthachter. „Hätte ich auf dem Nachhauseweg von der Arbeit nicht zehn Minuten im Stau gestanden, wäre ich wohl rechtzeitig zu Hause gewesen und die wären nicht eingestiegen“, sagte er.

Von Timo Jann

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