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Lauenburg Einladung ins Moor
Lokales Lauenburg Einladung ins Moor
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20:56 02.08.2019
Weit geht der Blick von der Aussichtsplattform über das Duvenseer Moor. Quelle: Matthias Schütt
Duvensee

„Für uns ist heute ein Feiertag“, begrüßte Gerd Vogler, Vorsitzender des Vereins Duvenseer Moor e. V., die zahlreichen Gäste, die am Sonnabend zum Ausflug in die Moorlandschaft gekommen waren. „Bisher haben wir ja vor allem angekündigt, was wir machen wollen. Heute aber können wir endlich etwas vorzeigen.“ Was das war, erfuhr die Gesellschaft bei einem Spaziergang über den 6,3-Kilometer langen Rundweg, auf dem zunächst die neue Aussichtsplattform angesteuert wurde, die einen weiten Ausblick über das Moor eröffnet.

 Mit prominenter Hilfe durch Landtagspräsident Klaus Schlie, selbst Mitglied im Verein, wurde noch schnell die letzte Infotafel montiert. Sie informiert über die Vielfalt der Vögel, die auf den Äckern und Wiesen beobachtet werden können. Und sie symbolisiert, was der Verein auf die Beine gestellt hat, seit vor zwei Jahren der „Duvenseer Kompromiss“ erzielt wurde. Kern der Vereinbarung mit dem damaligen Umweltminister Robert Habeck war, dass statt eines staatlich verordneten Naturschutzgebietes die Bürger vor Ort selbst den Schutz der Moorlandschaft gewährleisten. Dazu wurde der Verein Duvenseer Moor gegründet, dem inzwischen 284 Mitglieder angehören.

17 Hektar Blühwiesen

Mit viel Eigenleistung und Sponsorengeld wurden seither die Aussichtsplattform und zwei Brücken für den 6,3 Kilometer langen Rundweg durchs Moor errichtet. Insgesamt 80 Nistkästen für Vögel wurden gebaut und aufgehängt – und 17 Hektar (170 000 Quadratmeter) Wiesenfläche wurden dank über 60 Spendern zum Blühen gebracht. 7000 Euro kamen dabei zusammen. Acht Landwirte stellten Land und Maschinen, um die Saat auszubringen.

Am Thema Blühwiesen konnte Vogler illustrieren, dass eine Kernidee der Vereinsgründung sofort angenommen wurde: „Was wir im Moor machen, soll ausstrahlen – zum Beispiel in die Privatgärten.“ Nicht nur in der Straße Heisch in Duvensee hat man den Ruf gehört. Dort haben Anwohner in Eigenregie einen ungenutzten Randstreifen in eine farbenfrohe Blumenwiese verwandelt. Auch das geplante Netzwerk aus möglichst vielen Helfern und Förderern trägt immer besser, wie der Labenzer Bürgermeister Ulrich Hardtke bestätigt: „Das Projekt hat dazu geführt, dass die Gemeinden rund ums Moor enger zusammengerückt sind.“ Das spiegelt sich nicht zuletzt im dynamischen Wachstum des Vereins, der noch in diesem Jahr die 300er-Marke knacken will.

Matthias Schütt

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