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Lauenburg Erneut Ölalarm auf der Elbe: Verschmutzer unbekannt
Lokales Lauenburg Erneut Ölalarm auf der Elbe: Verschmutzer unbekannt
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20:47 02.05.2018
Feuerwehrleute bereiten Ölsperren für den Einsatz an Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal vor. Quelle: Fotos: Timo Jann
Lauenburg

„Wir haben die Lage zunächst erkundet“, berichtete Einsatzleiter Dennis Lühr. Denn Öl auf der Elbe stellt die Retter vor ein großes Problem: Die Fließgeschwindigkeit des Wassers ist zu hoch, Ölsperren finden keinen Halt. Weil jedoch auch der Elbe-Lübeck-Kanal im Einmündungsbereich zur Elbe verschmutzt war, gab es einen Vollalarm gegen 7 Uhr für alle Lauenburger Feuerwehrleute und Experten des Technischen Hilfswerks (THW) aus Ratzeburg.

Am Mittwochmorgen haben Anwohner der Lauenburger Altstadt einen Ölfilm auf der Elbe gemeldet. Kurz nach 6 Uhr rückte die Feuerwehr aus. Bereits im Juni vor einem Jahr trieb ein stinkender Ölteppich vom Rufer- Platz elbabwärts, musste die Wehr Ölsperren errichten. Diesmal misslang der Versuch der Retter, das Öl abzuschöpfen.

Das Öl hatte sich 200 Meter in den Kanal hinein gesammelt, betroffen war eine geschätzte Fläche von 200000 Quadratmetern. Einsatzleiter Dennis Lühr: „Problem ist, dass das Öl direkt auf den Rufer-Platz zuströmt.“ Dort wurden Auffangschläuche ausgelegt, die das Öl aufsaugen sollten. Gegen 8 Uhr wurde der Einsatz schließlich nach Rücksprache mit der Wasserbehörde des Kreises abgebrochen. Das Öl müsse sich von allein verdünnen und auflösen, ein Einsatz sei unverhältnismäßig, beurteilten die Experten die Lage.

Parallel suchten Feuerwehrleute an Bord des Bootes „Elbe I“ nach einem möglichen Verursacher. Der konnte aber nicht festgestellt werden. Jetzt ermittelt die Wasserschutzpolizei.

Öllachen und Schmutzteppiche – das sind Probleme, die anscheinend in diesem Bereich der Elbe immer häufiger auftreten. Darüber klagen jedenfalls die Anrainer der Lauenburger Altstadt seit einiger Zeit. Immer wieder machen sie auf Gewässerverunreinigungen auf der Elbe aufmerksam. Das sei zwar nur selten Öl, aber oft ein schaumiger Schmutzteppich, der an Lauenburg vorbeifließe. Die Behörden würden der Sache nicht mit Nachdruck nachgehen, kritisiert unter anderem Patrick Schöttner, Anwohner der Elbstraße.

„Die Stadt und das Klärwerk haben uns zwar unterstützt, aber auf Kreis- und Landesebene sowie bei der Wasserschutzpolizei und der Flussgemeinschaft Elbe scheint das Thema niemanden zu interessieren“, sagt Schöttner. „Das Zeug kommt elbabwärts und tritt nur bei bestimmten Witterungsverhältnissen auf. Dann aber teilweise massiv“, schildert er seine Beobachtungen. Eine selbst in Auftrag gegebene Analyse des Schaums weist unter anderem auf erhöhte Werte bei Nitrat und Nitrit hin.

Der Schaum ist schmutzig und sammelt sich vom Rufer-Platz aus bis zum Kuhgrund vor Lauenburgs Elbufer. „Hier im Dreiländereck ist es sicher schwierig, aber da muss doch jemand mal das Handeln übernehmen“, fordert Schöttner.

Von Timo Jann

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