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Lauenburg Grande Dame des Handwerks geht von Bord
Lokales Lauenburg Grande Dame des Handwerks geht von Bord
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19:16 15.11.2018
Bei der Innungsversammlung der Baugewerbe-Innung der Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg im Gasthof Höltig in Havekost dankte Obermeister Markus Räth der scheidenden Geschäftsführerin Marion Fuchs für ihre langjährige Arbeit. Quelle: Matthias Wiemer
Havekost

Die Stimmung ist gut auf dem Bau. Nach einer miserablen Wintersaison halfen der trockene Sommer und Herbst, vor allem aber auch der allgemeine Bauboom dem lauenburgischen Baugewerbe. Das war der Tenor bei der Innungsversammlung der Baugewerbe-Innung in Havekost.

Bei weitgehend unveränderter Anzahl von Betrieben erfreuen sich die 80 lauenburgischen Firmen, die in dieser größten Innung der Kreishandwerkerschaft zusammengeschlossen sind, einer guten bis sehr guten Auftragslage. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt, wurde bei der Innungsversammlung im Gasthof Höltig deutlich. Zunehmend haben die Betriebe mit komplizierten Rechtslagen bei Vergabe- und Ausschreibungsverfahren zu tun. Teils ist von „Überbürokratisierung“ die Rede (siehe auch Interview mit Innungsmeister Markus Räth unten).

Rechtliche Fallen für Betriebe

Ralf Schneider, Geschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, beschrieb in einem drastischen Beispiel, in welche Fallen Betriebe tappen können, wenn etwa die Hinweise zum Widerrufsrecht bei Vertragsabschlüssen nicht genau beachtet werden. So habe ein Kunde von einem Auftrag nach kompletter Abwicklung wegen eines Formfehlers zurücktreten und auch noch die beglichene Rechnung zurückfordern können, was schließlich zur Insolvenz des Betriebs führte.

Zum Thema: Interview mit Obermeister Markus Räth - „Überbürokratisierung bremst auch uns“

Ein weiteres Thema war auch der in diesem Jahr – gegen die Stimmen des schleswig-holsteinischen Verbandes – erfolgte Tarifabschluss für das Baugewerbe. Wenig öffentliche Beachtung habe der überdurchschnittlich hohe Abschluss von insgesamt rund elf Prozent gefunden, betonte Räth und erklärte: „Wir gönnen unseren Mitarbeitern das Geld, müssen aber die Kosten an die Kunden weitergeben.“ Dieser Abschluss mit zwei Jahren Laufzeit sei laut Räth der höchste tarifliche Lohnzuwachs seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Innungsversammlung der Baugewerbe-Innung wählte Susanne Bendfeld zur neuen Geschäftsführerin ab 2019. Quelle: Matthias Wiemer

Im Mittelpunkt der Innungsversammlung stand allerdings eine bedeutende Personalie. Zum nächsten Jahr soll Susanne Bendfeld, seit 2001 in der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft tätig, die langjährige Vorgängerin Marion Fuchs ablösen, die in den Ruhestand wechselt. Räth berichtete, man habe sich nach regulärer Ausschreibung und Auswahl der eingegangenen Bewerbungen entschieden, den Innungen die Berkenthinerin als neue Geschäftsführerin vorzuschlagen. Einstimmig wurde sie gewählt. Die neue Geschäftsführung ist bestätigt, wenn alle elf Innungen ihr Votum abgegeben haben, was als sicher gilt.

So kam es dann auch zur Verabschiedung von Marion Fuchs, die seit 1990 in der Kreishandwerkerschaft dabei ist und seit gut 20 Jahren als Geschäftsführerin fungierte und – wie sie scherzhaft sagte, drei Obermeister „überlebte“.

Matthias Wiemer

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