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Lauenburg Gaskartusche auf Ofen gestellt: Explosion in Mehrfamilienhaus
Lokales Lauenburg Gaskartusche auf Ofen gestellt: Explosion in Mehrfamilienhaus
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22:38 11.01.2019
Großeinsatz am Pommernweg in Geesthacht: In einem Mehrfamilienhaus ereignete sich am Freitagabend eine Explosion. Quelle: Timo Jann
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Geesthacht

In einem Mehrfamilienhaus am Pommernweg in Geesthacht (Herzogtum Lauenburg) kam es um 17.15 Uhr zu einer Explosion. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatten Mieter einer Wohnung im ersten Obergeschoss des Hauses die 300 Milliliter fassende Gaskartusche auf einen an einer Zimmerwand hängenden Ethanolofen gestellt.

Extreme Druckwelle

Der befeuerte Ofen erhitzte das Gas, so dass die Kartusche schließlich unter einer extremen Druckwelle explodierte. Das Haus galt als einsturzgefährdet, ein Dutzend Menschen und zahlreiche Tiere mussten evakuiert werden.

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„Das Schadensbild ist unvorstellbar“, berichtete Heiko Brett, der stellvertretende Chef von Geesthachts Feuerwehr. Die Retter waren ebenso wie der Rettungsdienst, eine Schnelleinsatzgruppe zur Betreuung der Evakuierten, die Polizei und das Technische Hilfswerk im Großeinsatz.

In zwei Wohnungen wurden Türzargen aus den Wänden gesprengt, Türblätter zerfetzt, wie Geschosse durch die Gegend gewirbelte Glasplitter steckten in den Türen und Trümmer sowie Kleidungsstücke und Gardinen waren 20 Meter weit durch den Garten geflogen.

In einem Mehrfamilienhaus in Geesthacht kam es zur einer Explosion.

Statik-Expertin prüfte Einsturzgefahr

„Der ganze Boden war hochgekommen“, berichtete Jacek M., der im zweiten Obergeschoss über der betroffenen Wohnung lebt. Bei ihm flog die Wohnungstür aus der Halterung. Dann zeigte sich, dass der Treppenboden zwischen zwei Podesten frische Risse hatte.

Eine Statikerin des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Lübeck gab am Abend Entwarnung: Das Mehrfamilienhaus konnte wieder bezogen werden. Die Schäden seien aber immens.

Bewohner unterschätzten Ernst der Lage

„Da müssen aber jede Menge Schutzengel aktiv gewesen sein“, meinte ein Polizist. Die vier Menschen, die sich während der Explosion in der Wohnung aufhielten, erlitten Knalltraumata, blieben ansonsten aber unverletzt.

Die Bewohner waren stark alkoholisiert und hatten den Ernst der Lage zunächst nicht erkannt. Erst als Feuerwehrleute und Polizeibeamte in der Wohnung standen, räumten sie das Trümmerfeld. Nachbarn hatten den Notruf abgesetzt.

Timo Jann