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Lauenburg Fahrrad-Demo gegen Bau der Geesthachter Umgehungsstraße
Lokales Lauenburg Fahrrad-Demo gegen Bau der Geesthachter Umgehungsstraße
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14:36 22.07.2019
Protest im Zuge der "Tour de Natur" gegen den Bau der Geesthachter Umgehungsstraße. Quelle: Timo Jann
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Geesthacht

Es ist nur ein einziger vertauschter Buchstabe: ein b anstelle eines h verdeutlicht den Protest einiger Geesthachter gegen die geplante Umgehungsstraße. „Ja zur Ortsumgebung“ mit b statt des h von Ortsumgehung lautet ihr Slogan. 20 Geesthachter, angeführt von Jürgen Ziemer (ADFC) begrüßten 140 Demonstranten der „Tour de Natur“ auf ihrem Weg von Hamburg nach Lüneburg in Besenhorst, um den Widerstand in Geesthacht gegen die Naturzerstörung im Zusammenhang mit dem Straßenbau anzuprangern.

Im Rahmen der Tour de Natur kamen Demonstranten per Fahrrad am Montagvormittag auch in Geesthacht an, um gegen die Ortsumgehung zu protestieren. Quelle: Timo Jann

„Schon in zehn Jahren wird diese Geesthachter Umgebung durch ein gigantisches Brückenbauwerk und eine gigantische Verkehrsanlage nicht mehr wiederzuerkennen sein“, mahnte Ziemer während einer Kundgebung in Besenhorst mit Blick auf den Geesthang, den die Umgehungsstraße vierspurig überwinden soll. Man können den Wunsch der Anwohner entlang der Geesthachter und der Berliner Straße nach mehr Ruhe durch weniger Durchgangsverkehr zwar nachvollziehen, so Ziemer. Aber: „Es geht nicht mehr, die eigenen Interessen gegen den Klimaschutz durchzusetzen“, sagte er. Denn die Versiegelung der Natur im Bereich der geplanten 10,5 Kilometer langen Trasse mit geschätzten Baukosten von 125 Millionen Euro sei inakzeptabel und würde gegen den aktuell hoch gehandelten Klimaschutzgedanken sprechen. Heimat werde „verbrannt“, äußerten die Demonstranten Unmut.

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Jürgen Ziemer verdeutlichte, weshalb einige Geesthachter gegen die Umgehung sind. Quelle: Timo Jann

Die Radfahrer hatten sich morgens in Fünfhausen auf den Weg gemacht, wurden dann von der Polizei nach Besenhorst eskortiert. Dass sie auf einer Wiese beim Landhof Buhk eine Demo abhalten wollten, hatte sie aber nicht bei Landwirt Peter Buhk angemeldet, monierte der gegenüber den Verantwortlichen der Tour de Natur. Anschließend ging es durch die Stadt weiter, Ziel der Tagesetappe sollte Lüneburg sein. Endziel soll Stralsund sein.

Timo Jann