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Lauenburg Mehr als 100 Feuerwehrleute löschen Großbrand auf Resthof
Lokales Lauenburg Mehr als 100 Feuerwehrleute löschen Großbrand auf Resthof
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07:07 28.03.2019
Auf einem Resthof in Schnakenbek wütete am Mittwochabend ein Großbrand. Quelle: Timo Jann
Schnakenbek

Verheerender Großbrand auf einem Resthof außerhalb von Schnakenbek: Um 17.33 Uhr wurden am Mittwochabend die ersten Einsatzkräfte alarmiert. „Wegen der abgeschiedenen Lage des Hofes und des Ausmaßes des Feuers habe ich sofort das Alarmstichwort auf drei Löschzüge erhöhen lassen“, sagte Einsatzleiter Oliver Lange.

Ein Wohnhaus und eine Scheune mit integrierter Wohnung brannten völlig nieder. Ställe und ein weiteres Wohnhaus konnten die mehr als 100 eingesetzten Feuerwehrleute aus acht Wehren retten.

„Es kam plötzlich Qualm aus allen Ecken des Hauses“, berichtete Anne Kirchhoff, die in dem gehaltenen Haus lebt. Sofort setzte sie einen Notruf ab. Da zunächst unklar war, ob sich ihr Nachbar im Haus befindet, wurde mit dem Hinweis Menschenleben in Gefahr alarmiert. Lange: „Der Mann war aber zum Glück nicht zuhause.“

Klicken Sie hier, um Bilder von einem Feuerwehreinsatz bei dem Großbrand auf einem Schnakenbeker Resthof zu sehen, der sich im März 2019 ereignet hat.

Feuerwehr kommt nicht an Brunnen zur Wasserentnahme

Primär konzentrierten sich die Feuerwehrleute aus Lauenburg, Schnakenbek und Krüzen, die zuerst am Einsatzort waren, auf den Schutz der Nachbargebäude. Über 1000 Meter musste aus Schnakenbek von der Südseite der Bundesstraße eine Wasserversorgung aufgebaut werden, um den Brand auch direkt mit ausreichend Wasser bekämpfen zu können. Als die Feuerwehrleute aus Grünhof-Tesperhude, Buchhorst, Juliusburg und Krukow das mit mehreren Pumpen geschafft hatten, nahm die Brandbekämpfung Fahrt auf.

„Die Lage des Hofes weitab vom Dorf hier war schon eine Herausforderung“, so Lange. Kurios: Direkt neben dem Hof fördern die Versorgungsbetriebe Elbe das Trinkwasser für die Stadt Lauenburg und die Gemeinden des Amtes Lütau, also auch für Schnakenbek, aus einem tiefen Brunnen. Nur kann die Feuerwehr dort kein Wasser direkt entnehmen.

Nachlöscharbeiten bis in die Nacht

Nach eineinhalb Stunden war der Großbrand unter Kontrolle, doch die Nachlöscharbeiten zogen sich über Stunden hin. Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Eine Verbindung zur Serie der brennenden Bauernhöfe im Kreisgebiet wird aktuell nicht angenommen.

Timo Jann

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