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Lauenburg Waldbrand bei Lübtheen: Feuerwehr aus Lauenburg rund um die Uhr im Einsatz
Lokales Lauenburg Waldbrand bei Lübtheen: Feuerwehr aus Lauenburg rund um die Uhr im Einsatz
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18:39 03.07.2019
Die Feuerwehrbereitschaft aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg ist beim Waldbrand in Lübtheen rund um die Uhr im Einsatz. Bei Alt Jabel löscht der Wasserwerfer der Ratzeburger Feuerwehr. Quelle: Timo Jann
Ratzeburg/Lübtheen

Mittlerweile 1200 Hektar Fläche sind von dem verheerenden Waldbrand bei Lübtheen im Landkreis Ludwigslust-Parchim betroffen. Mit im Einsatz: 100 Feuerwehrleute aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg, die durch einen Notfallkrankenwagen und eine Logistikeinheit der DLRG ergänzt werden. 24 Stunden ist die Mannschaft bereits im Einsatz – rund um die Uhr.

48-Stunden-Einsatz geplant

„Geplant ist unser Einsatz für 48 Stunden, also noch bis Donnerstag. Es sieht aber danach aus, dass wir die Besatzung unseres Wasserwerfers ablösen werden und das Fahrzeug dann im Einsatz bleiben kann“, berichtete Ratzeburgs Feuerwehrchef Christian Nimtz am Mittwochmorgen.

Hintergrund: Mit seinem 9000 Liter fassenden Wassertank ist der bei der Bundespolizei ausgemusterte Wasserwerfer eine besonders große Hilfe. Auch zahlreiche moderne Wasserwerfer der Polizei sind in der Region mittlerweile mit im Einsatz.

Hier geht es zum Liveticker: „Löschen, löschen, löschen. Das Feuer muss weg“

Dazu mehrere Löschhubschrauber und die Bundeswehr mit Panzern, die Brandschneisen in noch nicht von den Flammen erfassten Bereichen schaffen, um eine Brandausbreitung zu verhindern.

Standort der Wassertransportbereitschaft des Kreisfeuerwehrverbandes, wie die Einheit offiziell heißt, ist das Waldschwimmbad in Alt Jabel. Der Ort war bereits am Sonntagabend wegen des Brandes evakuiert worden.

Die Feuerwehrbereitschaft aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg ist beim Waldbrand in Lübtheen rund um die Uhr im Einsatz.

Wind erschwert Einsatz

„Hier gibt es für uns eine Infrastruktur, von hier kommen wir auf kurzen Wegen in unseren Einsatzabschnitt“, sagt Schwarzenbeks Feuerwehrchef Thorsten Bettin. Das derzeitige Konzept sieht vor, von sicheren Wegen aus die auf die Ortschaften zulaufenden Flammen zu stoppen. Kein leichtes Unterfangen bei drehenden Winden.

„Die Wertschätzung der Bevölkerung hier in der Region ist unglaublich“, berichtet Nimtz. Schilder wie „Ihr seid Spitze“ legten Kindergartenkinder aus, Bürger und Unternehmen spenden Getränke und Essen.

Die Retter aus dem Lauenburgischen waren nach Anforderung durch das Schweriner Innenministerium am Dienstagmorgen nach Lübtheen ausgerückt. Straßensperrungen auf der Bundesstraße 207 bei Schwarzenbek und Talkau sowie an der B 5 rund um Boizenburg sorgten für eine geänderte Anfahrt, es ging über die A 24 gen Osten.

Areal kann nicht betreten werden

Weitere Einheiten aus Schleswig-Holstein sollen zur Ablösung und zur Unterstützung ebenfalls noch in den Einsatzbereich ausrücken. Die Löscharbeiten werden nach Einschätzung der Einsatzleitung noch Tage dauern. Denn das Areal kann nicht betreten werden, weil im Boden massive Belastungen mit Weltkriegsmunition herrscht.

Timo Jann