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Lauenburg Feuerwehrmann als Brandstifter: Montag startet der Prozess in Lübeck
Lokales Lauenburg Feuerwehrmann als Brandstifter: Montag startet der Prozess in Lübeck
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21:24 12.01.2020
Beim Brand dieses Wohn- und Wirtschaftsgebäudes am 10. Januar 2019 in Mühlenrade verendeten zahlreiche Tiere. Quelle: TIMO JANN
Lübeck/Mühlenrade

Ein 51 Jahre alter Mann muss sich von Montag (9 Uhr) an als mutmaßlicher Brandstifter vor dem Lübecker Landgericht verantworten. Der Mann aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg soll zwischen November 2018 und Juni 2019 auf Bauernhöfen im Kreis Herzogtum Lauenburg in elf Fällen Feuer gelegt haben.

So soll er im Januar 2019 in Mühlenrade einen Stall angezündet haben, in dem mehrere Rinder verendeten. Bei keinem der Brände wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft Menschen verletzt, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Und: Der Mann soll in Kauf genommen, dass auch Menschen verletzt werden könnten.

Polizisten hatten den Verdächtigen beobachtet – er ist Mitglied einer Feuerwehr

„Der Angeschuldigte bestreitet die Brandstiftungen“, erklärte Staatsanwältin Dr. Ulla Hingst im November. Allerdings hatten Polizisten den bereits unter Tatverdacht stehenden Mann beobachtet und ihn schließlich nach der Tat in Kühsen festgenommen.

Der 51-Jährige ist Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr nahe Ratzeburg und früher auch im Kreis Stormarn in einer Feuerwehr aktiv gewesen. Auch wenn man immer wieder von zündelnden Feuerwehrleuten hört, ist das laut entsprechender Untersuchungen die absolute Ausnahme. Bei 1:3000 liege laut Holger Bauer, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes in Kiel, die Quote von Brandstiftungen durch Feuerwehrleute gegenüber Brandstiftern, die nicht in der Feuerwehr aktiv sind. Der unter Verdacht stehende Mann wurde von der Wehrführung sofort vom Dienst suspendiert.

Das Gericht hat 47 Zeugen und drei Sachverständige geladen. Ein Urteil wird für Anfang März erwartet.

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Von RND/kha

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