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Lauenburg Feuerwehrübung am Atomreaktor
Lokales Lauenburg Feuerwehrübung am Atomreaktor
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16:57 23.10.2018
Übung am Kernkraftwerk Krümmel Quelle: E-Mail-LN-Lauenburg
Geesthacht

Sollte es in einem der vielen Gebäude auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Krümmel am Elbufer zu einem Brand kommen, ist die Unterstützung der Feuerwehrleute aus Geesthacht und Grünhof-Tesperhude durch die Krümmeler Werkfeuerwehrleute unerlässlich. Das zeigte sich bei einer Übung am Montagabend. „Die Ortskenntnisse der Werkfeuerwehrleute sind für die öffentlichen Feuerwehrleute wichtig. Deshalb werden wir versuchen, die Werkfeuerwehr so lange wie möglich aufrecht zu erhalten“, sagte Gerhard Ruider von der Kieler Atomaufsicht am Rande der Übung.

Freiwillige Feuerwehrleute und Werkfeuerwehrleute bildeten während der Übung gemeinsame Trupps im Atemschutzeinsatz. Etwa bei der Personenrettung im weitläufigen Castorlager und in einer Etage eines Nebengebäudes. Marcel Paulig als Einsatzleiter der rund um die Uhr besetzten hauptberuflichen Werkfeuerwehr des abgeschalteten Atommeilers und Heiko Brett, der stellvertretende Feuerwehrchef von Geesthacht, koordinierten den Übungseinsatz gemeinsam souverän. 70 Einsatzkräfte waren beteiligt. Mit einem Dutzend Fahrzeugen waren sie vorgefahren. Auch die Bereitschaft des DRK Geesthacht war in die Übung eingebunden.

Im Castorlager waren gleich mehrere Trupps gefordert, um einen Vermissten zu finden und zu retten. Eine aufwendige Sache bei der Gebäudegröße. „Respekt und Anerkennung“, sagte Kraftwerksleiter Torsten Fricke hinterher zur Leistung der Beteiligten. „Mögliche Brandlasten und Mitarbeiter, die es notfalls zu retten gilt, sind ja nach wie vor da“, berichtete Ruider. „Da macht es Sinn, regelmäßig zu üben“, sagte er. Und genau deshalb schreibt die Atomaufsicht einmal im Jahr eine solche Übung vor und schickt Beobachter vorbei. „Unser Ziel war es, die Zusammenarbeit der Wehren zu trainieren und ich bin sehr zufrieden mit so viel Engagement“, sagte Markus Schwalbe, der Leiter der Werkfeuerwehr. Auch Geesthachts Feuerwehrchef Sven Albrecht schaute zu und zog ein positives Fazit. „Das sah ganz gut aus“, sagte er.

Neben den angenommenen Brandstellen musste auch eine Hilfeleistung absolviert werden: Eine Übungspuppe musste unter einem Container hervor geholt werden. Anschließend gab es eine Nachbesprechung zum Übungsablauf. tja

Timo Jann

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