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Lauenburg Film zeigt Geesthacht in den 60er Jahren
Lokales Lauenburg Film zeigt Geesthacht in den 60er Jahren
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12:25 24.07.2019
Ausstellungsbauer Günther Schoss, Stadtarchivar Wolf-Rüdiger Busch, Helmut Knust (Geschichtsverein und Filmemacher Roland Doerffer (von links) haben die Ausstellung "Geesthacht Super 8" vorbereitet. Quelle: Timo Jann
Geesthacht

Was war eigentlich am 14. September 1966 in Geesthacht los? Die Elbbrücke wurde eingeweiht. Der damalige Bundesverkehrsminister und die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Hunderte Menschen schauten zu – und ein unbekannter Geesthachter filmte mit seiner Kamera das Geschehen. „Den Film der Brückeneinweihung und fast 60 weitere Filme hatte ich bereits 1989 der Arbeiterwohlfahrt abgekauft, die hatten das Material aus einem Nachlass bekommen. Nur ist bis heute unklar, wer die Filme aufgenommen hat“, erklärt Stadtarchivar Wolf-Rüdiger Busch. Damals war er Museumsleiter, hatte immer vor, einen Film aus dem Material zu machen. Das ist jetzt mit Hilfe von Roland Doerffer, der 2018 den erfolgreichen Förster-Film über Wolfgang Krukow präsentiert hatte, gelungen.

Normal 8 in schwarz/weiß und Super 8 in Farbe

„Das Filmmaterial ist Normal 8 in schwarz/weiß und Super 8 in Farbe. Die Aufnahmen wurden digitalisiert, ich habe sie dann nachgeschärft und geschnitten“, berichtet Doerffer, der selbst viel mit seiner Kamera unterwegs ist. Aus den 60 Filmen wurden Szenen ausgesucht, die in die Rubriken Baustellen in Geesthacht 1962, 1968 am Elbstrand, Streifzug durch die Umgebung, Getreideernte 1965, das 9. internationale Moto-Cross-Rennen in den Heidbergen und eben die Einweihung der Elbbrücke passen. Donnerstagabend wird die SonderausstellungGeesthacht Super 8“ im Krügerschen Haus an der Bergedorfer Straße 28 eröffnet. Bis zum 31. August ist die Ausstellung mit den alten Filmaufnahmen und zahlreichen Exponaten, die der Heimatbund und Geschichtsverein beisteuert, zu sehen. „Außerdem zeigen wir, was das Stadtarchiv ist und wie es funktioniert.“

„Das Moto-Cross-Rennen führte 1960 noch vom heutigen Sportplatz an der Berliner Straße in die Heidberge, erst danach wurde die frühere Kiesgrube zum heutigen Heidbergring“, weiß Helmut Knust vom Geschichtsverein. Ergänzt wird die Ausstellung über den Wandel bei Datenträgern und deren Haltbarkeit. „Da hat sich zuletzt ja extrem viel getan und niemand weiß, wohin die Reise noch geht“, sagt Busch.

Timo Jann

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