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Lauenburg Fledermauskästen am Elbufer kontrolliert
Lokales Lauenburg Fledermauskästen am Elbufer kontrolliert
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14:36 21.08.2019
Inspektion der Fledermauskästen durch Experten des Nabu. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

Volles Haus bei Familie Fledermaus: 52 Tiere konnten die Experten des Naturschutzbundes (Nabu) bei ihrer alljährlichen Kontrolle der Fledermauskästen am Waldrand in Grünhof-Tesperhude zählen. „Darunter auch eine Große Bartfledermaus, die wir hier noch nie hatten, und eine Teichfledermaus, die sehr selten ist“, zog Roland Doerffer nach der Inspektion Bilanz. Nun ist die Hoffnung groß, dass am Sonnabend zur Fledermausnacht des Nabu am Elbufer auch viele der nachtaktiven Tiere gesehen werden können. Um 20.30 Uhr trifft sich der Nabu mit Interessierten auf dem Parkplatz am Campingplatz in Tesperhude.

Herbert Bahr vom Naturschutzbund klettert auf eine Leiter und inspiziert einen Fledermauskasten. Die Reinigung des Quartiers gehört im Sommer immer zur Kontrolle dazu. Quelle: TIMO JANN

Vor allem Herbert Bahr vom Nabu Geesthacht gilt in der Stadt als ausgewiesener Experten in Sachen Fledermäuse. Begleitet durch Doerffer und Holger Siemers aus Breitenfelde ging er mit Unterstützung durch Konrad Schulz (Kreisforsten) auf Spurensuche im Wald. „Die jungen Tiere sind dieses Jahr schon sehr früh aktiv gewesen und der Sommer war weder zu heiß noch zu nass. Eigentlich gute Anzeichen“, sagte Siemers vorab. Doch zunächst fanden sich in einem der Kästen nur Haselmäuse und im nächsten Kasten sogar eine tote Fledermaus.

Aber dann wurden es nach und nach mehr positive Kontrollen. 47 Rauhhautfledermäuse wurden gezählt. „Überwiegend in Paarungsgruppen“, berichtete Doerffer. Aber auch ein Großer Abendsegler und zwei Mückenfledermäuse wurden zusätzlich zur Teichfledermaus und der Großen Bartfledermaus registriert. Bei der tot aufgefundenen Fledermaus handelt es sich um einen Kleinen Abendsegler. Siemers: „Das ist eine Art, die hier nur im Sommer vorkommt, im Herbst zieht sie eigentlich nach Frankreich oder Spanien.“ Viele der Fledermäuse, die sonst im Winter in den Kästen Unterschlupf suchen, sind jetzt in der Region unterwegs und nutzen Baumhöhlen oder andere Gelegenheiten, um den Tag zu verbringen. „Die Tiere schlafen jetzt tagsüber und fahren ihre Körpertemperatur herunter, um Energie sparen zu können. Erst mit der Dämmerung werden sie aktiv“, so Siemers.

Holger Siemers aus Breitenfelde gilt in der Region als Experte für Fledermäuse. Er half den Geesthachtern bei der Kontrolle des Bestandes. Quelle: TIMO JANN

Auf die Dämmerung wird daher auch bei der Fledermausnacht am Sonnabend gesetzt. Bahr wird zunächst eine kleine Einführung ins Thema geben. Dann zieht die Gruppe ausgerüstet mit Ultraschallsensoren los. Die Geräte können die sonst nicht hörbaren Ultraschallgeräusche, mit denen die Fledermäuse sich orientieren, empfangen und in für das menschliche Ohr wahrnehmbare Signale umwandeln. Zum Abschluss wird ein Film von Doerffer über die Jäger der Nacht gezeigt.

Inspektion der Fledermauskästen durch Experten des Nabu. Quelle: TIMO JANN

Von Timo Jann

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