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Lauenburg Keine Zukunftssorgen bei den Metzgern
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20:29 22.03.2019
Mit den Tieren auf Du und Du: Dreymann im Rinderstall auf Gut Wulfsdorf. Quelle: E-Mail-LN-Lauenburg
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Ahrensburg

Er nennt sich Metzger, und das ganz bewusst. Den süddeutschen Begriff für Fleischer hat Andreas Dreymann (48) gewählt, weil man im Süden mehr Wert auf traditionelles Fleischer-Handwerk (und gutes Essen) legt. „Die große Mehrheit will billig“, macht sich der zertifizierte Demeter-Metzger keine Illusion, dass seine Waren zum Massenprodukt werden könnten.

Er setzt mit seinem Betrieb auf Gut Wulfsdorf in Ahrensburg auf die sogenannten „Flexitarier“ – Zeitgenossen, die sich bewusst ernähren und Fleisch nach der Maßgabe „weniger, dafür besser“ auswählen. Für diese Zielgruppe, die der diplomierte Fleisch-Sommelier auf 15 Prozent der Gesellschaft schätzt – Tendenz steigend –, schlachten er und seine 20 Mitarbeiter wöchentlich zehn Schweine und vier Rinder. Seine Ware bietet er auf den 18 Hamburger Wochenmärkten sowie im eigenen Hofladen zum Verkauf.

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Wenn Dreymann sagt, dass er seine Tiere persönlich kennt, ist das nicht übertrieben: Ein Jahr leben die Schweine auf Gut Wulfsdorf, mehr als zwei Jahre die Rinder. Das Bio-Fleisch reift nach der Schlachtung im Durchschnitt fünf Wochen in seinen acht Dry-Age-Trockenräumen. Die Kunden wissen diese Sorgfalt zu schätzen. Und weil Qualität letztlich doch überzeugt, ist ihm vor der Zukunft nicht bange. Im Gegenteil. Nicht zuletzt die starke Nachfrage nach „kulinarischem Entertainment“ wie Barbecue-Seminaren zeigt ihm, dass „Metzger die Rockstars der Zukunft sind“. stt

Matthias Schütt

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