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Lauenburg Friedenslicht aus Bethlehem für zu Hause
Lokales Lauenburg Friedenslicht aus Bethlehem für zu Hause
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09:59 20.12.2018
Rasmus (10) zeigt, wie man sein eigenes Friedenslicht an der Flamme, die aus Bethlehem kommt, entzündet. Quelle: Joachim Strunk
Krummesse

„Für mich hat der Kerzenschein immer so etwas Friedvolles“, sagt Clara (13). Insofern sei für sie dieses Licht ein ähnliches Symbol wie die Friedenstaube.

Ein Dutzend Pfadfinder des Krummesser Stammes „Stecknitzpiraten“ hat sich im Pastorat an der Krummesser St. Johanniskirche versammelt, um ihren jüngsten „Schatz“ zu präsentieren. Es ist das Friedenslicht, das auf Umwegen aus Bethlehem, dem Geburtsort Jesu Christi, gekommen ist.

Seit acht Jahren in Krummesse

Jedes Jahr, seitdem es die Krummesser Pfadfinder unter der Leitung ihres Pastors Ulrich Schwetasch gibt, also seit 2010, kommt dieses zarte, feine Licht auf einer Kerze beziehungsweise eher Hunderten von Kerzen aus dem Vorderorient in den rauen Norden an die Nord- und Ostseeküste.

Thorben (17, l.) passt auf, dass Rasmus alles richtig macht. Quelle: Joachim Strunk

Der Brauch des Friedenslichtes ist eigentlich noch nicht so alt, wie man vermuten möchte. 1986 entstand es aus der Idee des Österreichischen Rundfunks ORF, der damals ein sozial besonders engagiertes Kind auswählte, dieses nach Bethlehem schickte, wo es dann ein Licht entzündet.

Von dort wird das (Kerzen-)Licht mit dem Flugzeug nach Wien gebracht und hier wiederum in alle Welt geschickt. Und um diesen „Transport“ kümmern sich die Pfadfinder. Seit 1994 beteiligt sich auch der Verband der Christlichen Pfadfinder und Pfadfinderinnen (VCP) in Schleswig-Holstein daran.

Gehütet in Waggonlaternen

Die Schleswig-Holsteiner Abordnung holte das Licht nun zum dritten Advent mit dem Zug ab. Auf dem Weg durch ganz Deutschland wurde es an den verschiedenen Bahnhöfen geteilt und weiter gesandt. Bis es in Hamburg und danach in Kiel ankam. Hier feierten alle Pfadfinderstämme des Nordens einen „Begrüßungsgottesdienst“ und nahmen danach das Licht mit in ihre Heimatorte.

So ist das Friedenslicht nun in Krummesse angekommen. „Noch wird es sorgsam in zwei alten Waggonlaternen im Pastorat gehütet“, erklärt Pastor Ulrich Schwetasch. Da müsse man schon sehr aufpassen, dass es nicht ausgehe. „Da machen wir auch keinen Schmu. Wenn das Licht ausgehen sollte, müssen wir zurück nach Kiel fahren und es am dortigen Licht wieder entzünden.“

Stolz präsentieren die „Stecknitzpiraten“ ihr Friedenslicht in zwei alten Waggonlaternen. Quelle: Joachim Strunk

Es sei schon „ein ganz besonderes Erlebnis“, erzählt Mika (15). Zwar hätte bei dem Gottesdienst in Kiel jeder Pfadfinder ein Licht bekommen, „aber wenn man das in der Gemeinschaft erfährt, macht sich ein ganz starkes Zusammengehörigkeitsgefühl breit“. Und darum geht es nämlich. Das Motto des Friedenslichtes lautet in diesem so unruhigen Jahr 2018 „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“.

„Man bekommt die ganzen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Alltag zwar mit. Aber es ist nicht allgegenwärtig“, sagt Simon (18). „Mit dem Licht in der Hand kommt dann aber dieses Gefühl. Man bündelt sozusagen alle seine Gedanken in der bunten Vielfalt der Menschen, die zusammenkommen.“

Riesengemeinschaft“ für den Frieden

Und Niklas (16) ergänzt, dass man bei solchen Zusammenkünften immer viel Freude und Freundlichkeit erfährt. „Es ist dann eine Riesengemeinschaft!“

An dieser Riesengemeinschaft können sich an Heiligabend auch alle Krummesser und Kronsforder beteiligen. Denn das Licht wird am 24. Dezember um 14 Uhr zum ersten Weihnachtsgottesdienst in die Krummesser Kirche und um 15 Uhr in die Kronsforder Kapelle gebracht. Hier darf sich jeder Besucher sein eigenes Friedenslicht an einer mitgebrachten Kerze entzünden und in einer ebenfalls mitgeführten Laterne nach Hause holen. Auf dass diese Tausenden Friedenslichter lange brennen und ihren Zweck auch im nächsten Jahr erfüllen.

Joachim Strunk

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