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Lauenburg Frost und Schnee legen Schifffahrt lahm
Lokales Lauenburg Frost und Schnee legen Schifffahrt lahm
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14:06 27.02.2018
Quelle: Timo Jann
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Lauenburg

Auf der Elbe werden vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Lauenburg aktuell keine Probleme durch Eisgang erwartet.

„In den Kanälen steht das Wasser ja  meistens, dadurch kann sich dort viel schneller Eis bilden als auf der Elbe“, erklärt Andreas Schultz, der Leiter der in Geesthacht stationierten Eisbrecherflotte des WSA. Das Wasser der Elbe ist aktuell nicht kalt genug, die Sonne steht tagsüber bereits zu hoch und wärmt das Wasser. An der Elbe bildet sich erst bei mehrere Tagen Frost im zweistelligen Bereich das so genannte Grundeis, das dann als Scholleneis aufsteigt und auf der Wasseroberfläche treibt. Schultz: „Das Wasser, das aus Dresden elbabwärts fließt, ist dafür aber nicht kalt genug, obwohl wir hier aktuell starke Minustemperaturen haben.“

Der Elbe-Lübeck-Kanal ist im Norden wegen seiner geringen Frequenz immer die erste Wasserstraße, die bei Frost für die Schifffahrt gesperrt wird. „Wir werden zu gegebener Zeit, wenn denn verlässlich Tauwetter einsetzt, den Eisaufbruch dort starten“, sagt Andreas Dohms, der amtierende Leiter des WSA am Dornhorster Weg. Aktuell sagen die Meteorologen für kommende Woche beinahe frühlingshaftes Wetter voraus, so dass die Sperrung der Wasserstraße zwischen Elbe und Ostsee wohl nur eine Woche dauern dürfte. Dohms geht davon aus, dass die Amtshilfe, die für das WSA Uelzen im Elbe-Seitenkanal geleistet wird, so erfolgreich sein wird, dass dort keine Sperrung erfolgen muss. „Wir haben ja nur eine kurze Frostperiode vor uns“, so Dohms.

Das WSA Lauenburg hat im Hafen in Geesthacht seine Spezialschiffe mit so klangvollen Namen wie Bison, Büffel, oder Keiler stationiert, die zum Eisaufbruch von Besatzungen anderer Schiffe der Behörde aus dem gesamten Revier gefahren werden.

tja