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Lauenburg Geesthacht bekommt Umgehungsstraße
Lokales Lauenburg Geesthacht bekommt Umgehungsstraße
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12:38 25.07.2019
Bernd Buchholz (FDP) Quelle: dpa
Geesthacht

„Die Ortsumgehung kommt, die Frage ist nur noch, wann“, versicherte Bernd Buchholz. Ihn treiben Sorgen um, dass der BUND und die Gemeinde Hohenhorn gegen den für 2020 erwarteten Planfeststellungsbeschluss des Straßenbauprojekts klagen werden. Da würde es dann zwei Instanzen geben, die erste könnte zwei Jahre dauern.

Hohenhorn hat Einwendungen

„Wir sind nicht klagewütig, uns geht es um die Sache. Wir wollen das Verfahren wie bisher ganz sachlich begleiten und werden sehen, was in den Erörterungsterminen auf unsere Einwendungen hin angeboten wird“, stellt Hohenhorns Bürgermeisterin Hanna Putfarken klar. Die Gemeinde und Bürger des Ortes hatten Einwendungen gegen das auf 125 Millionen Euro kalkulierte Vorhaben eingereicht. Hanna Putfarken war am Montag auch in Geesthacht bei der Demonstration gegen das Projekt im Rahmen der Tour de Natur dabei. Die Träger öffentlicher Belangen (wie die Gemeinde) sollen ab September angehört werden, die privaten Einwender nach den Herbstferien.

Minister vermisst Gesprächskultur

„Es ist für gesamte Region schwierig, wenn so eine kleine Gemeinde sich querstellt“, sagte Buchholz. Denn auch im Zuge des Stadt-Umland-Konzeptes, das Geesthacht aktuell mit den umliegenden Dörfern erarbeitet, spielt die Haltung der Gemeinde gegen die Umgehungsstraße eine Rolle. So steht der nördlich davon bisher für ein Gewerbegebiete vorgesehene Bereich vor dem Aus. Hohenhorn würde sich damit eine Perspektive nehmen, so Buchholz.

 

„Ich meine, dass wir das ganze Verfahren sauber abgearbeitet haben und bin der Meinung, dass man nicht klagen müsste“, sagte der Verkehrsminister. Er vermisst allerdings die in anderen Ländern zwischen Planern und Naturschutzverbänden durchaus übliche Gesprächskultur. Das gelte für ganz Schleswig-Holstein, nicht nur bezogen auf die Geesthachter Umgehung. „Buchholz: „Wer wie der BUND ein Verbandsklagerecht hat, der müsste auch verpflichtet sein, sich im Verfahren zu beteiligen.“

Geesthachts Bürgermeister gelassen

Geesthachts Bürgermeister Olaf Schulze sieht den weiteren Planungsschritten gelassen entgegen. „Wir sind heute deutlich weiter, jetzt läuft das Verfahren“, berichtete er. Hanna Putfarken glaubt auch den Grund für das Eiltempo ausgemacht zu haben: Das erste Stück von der A 25 bis zur B 404 werde autobahnähnlich ausgebaut, der weitere Verlauf nur zweispurig. Und da könnte es Probleme geben, wenn unterschiedliche Bauherren zuständig werden, sollte die Autobahnbaugesellschaft des Bundes an den Start gehen. „Wir in Hohenhorn würden auf einen Schlag zum Autobahnzubringer werden. Und, da sind wir uns alle einig, wollen das so nicht“, betont Hanna Putfarken.

Ehe der Beschluss des Planfeststellungsverfahren für Schwarzenbeks Ortsumgehung vorliegen wird, dürfte noch etwa ein halbes Jahr vergehen, gab Buchholz einen aktuellen Überblick. Eigentlich sollte das Baurecht schon jetzt vorliegen. Es müssten aber noch Details abgearbeitet werden, so der Minister.

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Timo Jann

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