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Lauenburg Johanniter statten Babys mit Mützchen aus
Lokales Lauenburg Johanniter statten Babys mit Mützchen aus
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17:13 04.10.2018
Hebamme Miriam Jens (l.) und Kinderkrankenschwester Michèle Dünne mit Levke, die eine der neuen Mützchen im Johanniter-Krankenhaus trägt. Quelle: FOTO: TJA
Geesthacht

Das Beste fürs Baby: Danach handelt das Team des Johanniter-Krankenhauses, Kreißsaal und Neugeborenenstation arbeiten eng Hand in Hand. Dafür ist die Klinik sogar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als babyfreundlich zertifiziert. Jetzt gibt es einen neuen Service: Künftig sollen alle Babys direkt nach der Geburt eine kuschelige Mütze bekommen. „Der Kopf eines Babys ist im Vergleich zur Körpergröße schon sehr groß. Entsprechend kann über den Kopf viel Körperwärme verloren gehen“, weiß die leitende Hebamme Miriam Jens. Die Mützchen sollen vor einer Auskühlung schützen. Bei einem Kaiserschnitt ist dieser Wärmeschutz besonders wichtig. „Eine Kaiserschnittgeburt stellt besondere Ansprüche an das Neugeborene, sich an das Leben außerhalb der Gebärmutter anzupassen“, weiß Miriam Jens. Denn die Wehen, die sonst die Geburt einleiten, können nicht die Weichen im Körper stellen. „Eine besondere Herausforderung ist dabei eine stabile Körpertemperatur, da ein Operationssaal kühler ist, als ein Kreißsaal“, sagt Jens. Aus diesem Grund werden Neugeborene im Johanniter-Krankenhaus unabhängig davon, ob spontan oder per Kaiserschnitt geboren, sofort mit der Mutter in Hautkontakt gebracht. „Dies ist Teil des Konzeptes babyfreundliches Krankenhaus. Dieser Hautkontakt direkt nach der Geburt hat zahlreiche positive Auswirkungen auf Mutter und Kind“, sagt die Hebamme. Zusätzlich sollen nun die kleinen Mützen für Wärmeerhalt sorgen. Die Mützen näht Michèle Dünne, Kinderkrankenschwester der Wochenstation des Johanniter-Krankenhauses. „Ich nähe schon seit gut vier Jahren Kleidung, Rucksäcke oder Kissen. Als wir auf das Thema Mützchen kamen, haben wir gedacht, das machen wir selbst“, sagt sie. Ihr Label heißt „Idalou“ , sie hat auch einen Onlineshop. „Erst wollten wir nur die Kaiserschnitt-Babys ausstatten, weil es bei denen besonders wichtig ist. Aber die Resonanz der Eltern war so toll, dass wir die Mützen künftig allen Neugeborenen schenken wollen“, sagt die Krankenschwester – die jetzt alle Hände voll zu tun hat.

Timo Jann

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