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Lauenburg Alles Gute, Polizeihauptkommissar Dirscherl
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19:02 11.07.2019
Geesthachts Polizeihauptkommissar Andreas Dirscherl – im September geht’s in die Pension. Quelle: TIMO JANN
Geesthacht

„Ich hatte meine Dienstzeit freiwillig um ein Jahr verlängert, das ist ja für Polizisten möglich, aber am 30. September ist definitiv Schluss für mich“, sagt Dirscherl. 1977 war er als Polizeiwachtmeister im mittleren Dienst zur Polizei gekommen – jetzt geht er als Erster Polizeihauptkommissar.

Der Ratzeburger ist im Laufe seiner Karriere viel herum gekommen. Zunächst startete er seine eigene Ausbildung in Eutin, dort wurde er dann auch Ausbilder, nachdem er einen Gruppenführer-Lehrgang besucht hatte. Danach arbeitete er in der Polizeistation Eutin, startete 1986 die Ausbildung für den gehobenen Dienst.

1989 fing er bei der Polizeileitstelle in Ostholstein an, 1995 wechselte er in die „Iltis“ genannte Leitstelle nach Ratzeburg. Wer damals den Polizeiruf 110 wählte, hatte ihn am Ohr. Von 2002 bis 2007 war er Leiter des Ermittlungsdienstes und stellvertretender Zentralstationsleiter in Ratzeburg, wurde dann bis 2009 Leiter der Leitstelle im Kreis.

Bevor diese aufgelöst und nach Lübeck verlegt wurde, leitete er bis 2015 die Stabsstelle im Führungsstab der Direktion und kam dann nach Geesthacht. „Ich wollte immer mal eine große Dienststelle leiten, schön, dass es Geesthacht wurde“, zieht Dirscherl Bilanz.

Gute Erinnerungen an den Beruf

„Jede Aufgabe hatte seinen Reiz, ich habe immer viele neue Eindrücke gewonnen und bin stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen“, so Dirscherl. Nebenbei arbeitete er als Schießlehrer, Einsatztrainer, Ausbilder für Selbstverteidigung, Pressesprecher und Verbindungsbeamter im Katastrophenschutz. „Das waren immer spannende Einsätze. Beim Hochwasser an der Elbe etwa gab es keine Acht-Stunden-Tage, da war viel zu tun und es war toll, wie alle zusammengearbeitet haben“, erinnert er sich.

Sein Team in Geesthacht nennt er „hoch motiviert“, er sei stolz auf die Eigenständigkeit, mit der die Kollegen zu Werke gehen würden. „In so einem guten Team macht es ja auch immer Spaß“, erklärt der 61-Jährige. Von großen Einsatzlagen blieb er zuletzt verschont, durch eine Reform der Dienststellenbereiche wuchs das Einsatzgebiet seines Reviers noch um Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest an. „Wir haben hier die normale Kriminalität, besondere Brennpunkte gibt es nicht“, sagt Dirscherl.

Auch in Sachen Verkehrsunfälle sei man gut davor. „Klar gibt es Häufungen, aber wenn man genau schaut, ist die Ursache oft menschliches Versagen“, weiß der Revierleiter.

Zeit für die Familie

Ab Oktober werden vor allem seine fünf Enkelkinder, Zeit mit seiner Ehefrau, Sport und sein Hobby, das Bergwandern, seinen Alltag bestimmen. „Ich möchte einmal zu Fuß auf die Zugspitze“, nennt er eines seiner privaten Ziele.

Die Nachfolge auf dem Chefsessel im zweiten Obergeschoss des Reviers ist bereits geregelt: Der bisherige Stellvertreter Jürgen Hellwig rückt auf.

Timo Jann

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