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Lauenburg Geheime Übung der Feuerwehr in Schwarzenbeker Abrisshaus
Lokales Lauenburg Geheime Übung der Feuerwehr in Schwarzenbeker Abrisshaus
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13:01 05.10.2019
Die Schwarzenbeker Feuerwehrleute konnten abends an der Lauenburger Straße in einem Abrisshaus eine realistische Übung vollziehen. Quelle: TIMO JANN
Schwarzenbek

Heller Feuerschein hinter den Fenstern im Erdgeschoss, Rauchschwaden, die aus geöffneten Fenstern im ersten Obergeschoss ziehen, an denen Menschen um Hilfe rufen: Das Szenario, das auf Schwarzenbeks Feuerwehrleute bei einer geheimen Alarmübung wartete, wirkte ungewöhnlich realistisch.

Möglich machte dies das Übungsobjekt – ein Abrisshaus an der Lauenburger Straße. „Wir konnten hier spontan üben, mussten auf die Substanz keine Rücksicht nehmen“, erklärte Feuerwehrchef Thorsten Bettin.

Die Schwarzenbeker Feuerwehrleute konnten abends an der Lauenburger Straße in einem Abrisshaus eine realistische Übung vollziehen. Quelle: TIMO JANN

Die Feuerwehrmänner Andreas Böttcher und Rene Riese hatten unter strenger Geheimhaltung mit dem Abbruchunternehmen Scherfisee und dem Bauunternehmen Lüth die Übung verabredet und alles vorbereitet. Die Firma Lüth lässt die ehemalige Tischlerei Kraus mit Laden und Werkstatt abreißen, um Platz für ein neues Einfamilienhaus zu schaffen. Böttcher: „Für uns genau die richtige Location.“

Die Schwarzenbeker Feuerwehrleute konnten abends an der Lauenburger Straße in einem Abrisshaus eine realistische Übung vollziehen. Quelle: TIMO JANN

Um 19.26 Uhr lösten die Melder der Retter aus, sie rasten mit zwei Löschfahrzeugen, der Drehleiter und dem Mehrzweckfahrzeug zum angegebenen Adresse. „Es wirkte sehr realistisch, und die Opfer spielten ihre Rolle einwandfrei“, sagte Bettin. Realistisch auch ein unbeabsichtigter Schlauchplatzer, der die Straße mit weißem Druckluftschaum flutete, sodass es aussah, als hätte es geschneit.

Nachdem ein Schlauch mit Druckluftschaum geplatzt war, sah es aus, als hätte es geschneit.. Quelle: TIMO JANN

Während ein Trupp die Eingangstür zum Ladengeschäft einschlug und eine Innentür aufbrach, um zur Brandstelle zu gelangen, brachten Kameraden auf der Rückseite eine Steckleiter in Stellung, um aus dem Obergeschoss die Menschenrettung zu ermöglichen. „Das alte Haus bot und gute Möglichkeiten, auch mit seinen engen Treppenhäusern“, sagte Bettin, der den Firmen für die Möglichkeit dankte. „Normalerweise üben wir beispielsweise in den Schulen oder in Firmen, wo wir natürlich keine Spuren hinterlassen dürfen. Das war hier nicht nötig, sodass wir ordentlich Gas geben konnten“, sagte der Feuerwehrchef.

Die Schwarzenbeker Feuerwehrleute konnten abends an der Lauenburger Straße in einem Abrisshaus eine realistische Übung vollziehen. Quelle: TIMO JANN

Die Lauenburger Straße war etwa eine Stunde lang für die Übung voll gesperrt, Autofahrer konnten über Seestern-Pauly-Straße und Meiereistraße ausweichen. „Toll, dass unsere Feuerwehr so etwas organisiert, um uns notfalls helfen zu können“, sagte einer der vielen Passanten, die sich den Einsatz anschauten. Der Ablauf soll jetzt ausgewertet werden, um Erkenntnisse zum Vorgehen in die weitere Ausbildung einfließen zu lassen. Bettin: „Insgesamt sind wir aber zufrieden, an Kleinigkeiten muss man immer feilen.“

Wehrführer Thorsten Bettin war mit dem Ablauf zufrieden. Quelle: TIMO JANN

Von Timo Jann

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