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Lauenburg Geist und Glaube in Nusse: Biblisches Whisky-Tasting
Lokales Lauenburg Geist und Glaube in Nusse: Biblisches Whisky-Tasting
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09:00 03.11.2019
Simone Siemers, Gemeindepädagogin in Berkenthin, und Winfried Harz, pensionierter Lehrer aus Rondeshagen, laden ein zu einem speziellen Gesprächsabend nach Nusse bei Whisky, englischen Häppchen und biblischen Texten. Quelle: Joachim Strunk
Nusse

Was hat denn hochprozentiger Alkohol mit Kirche zu tun?, fragen sich vielleicht einige leicht entrüstet, wenn sie vom „Biblischen Whisky-Tasting“ lesen, das Simone Siemers, Gemeindepädagogin in Berkenthin, am nächsten Freitag im Gemeindehaus in Nusse bei der Kirche anbietet.

Doch es geht keinesfalls um Besäufnisse. Vielmehr sollen „geistige Getränke“, Spirituosen, und „geistliche Gespräche“, Spiritualität, kombiniert werden unter dem Motto „Genussvoll glauben“. Denn, so Simone Siemers: „Genießen und glauben sind keine Gegensätze“. Im Gegenteil. Genuss sei ein zentraler Punkt des christlichen Glaubens. Auch wenn das im kargeren, entbehrungsreicheren Protestantismus erst langsam wieder an Bedeutung gewinnt.

Zur Arbeit gehört Ruhe – und Genuss

Aber die Einsicht ist allgemein: Zur Arbeit gehört die Ruhe, zum Gottesdienst Brot und Wein, und zum Leben die Tischgemeinschaft. Wie man es aus den Geschichten über Jesus am Tisch mit seinen Jüngern oder anderen Menschen kennt. Und auch die Bibel und die Worte daraus kann und sollte man genießen.

Prost - oder auf schottisch: Slàinte - auf einen interessanten Abend bei edlen Tropfen aus vier schottischen Destillerien! Quelle: Joachim Strunk

„Ich habe mir vor zwei Jahren gedacht, man müsste mal was anderes machen. Im Berkenthiner Familienzentrum kam die Idee auf, mehr für Männer anzubieten“, erzählt Siemers, die seit jetzt genau zwei Jahren als Gemeindepädagogin hier tätig ist. Sie habe recherchiert und stieß dabei auf dieses „neue Angebot“ des genussvollen Glaubens.

Als sie von ihrer Idee im Kreise der Flüchtlingsbetreuung erzählte, meldete sich sogleich Winfried Harz zu Wort. Der pensionierte Englisch- und Geographielehrer (zuletzt an der Thomas-Mann-Schule in Lübeck) hat nämlich ein besonderes „Hobby“ – den Whisky.

Geheimnisvolles Nationalgetränk

Unzählige Male bereiste er Großbritannien, vor allem Schottland und Irland und war Gast in etlichen Destillerien, wo oft auf engstem Raum edelste Tropfen gebrannt werden. Vor Ort ließ er sich die Geheimnisse dieses berühmten Nationalgetränks der Schotten und Iren erklären: Welche Gerste in welchem Keimzustand geröstet und mit welchem Wasser und bei welchen Wind- und Temperaturverhältnissen destilliert und unter welchem Torf- oder Holzfeuer geräuchert wird, wie lange und worin die „Tropfen“ gelagert werden.

Der Abend

Bislang haben sich elf Personen für den Abend am Freitag, 8. November, um 19 Uhr in der Pfarrscheune in Nusse zwischen dem „Bauerndom“ und dem Pastorat angemeldet. Die optimale Gruppengröße liegt bei 20 Teilnehmern.

Eingeladen sind sowohl Menschen, die von Whisky oder Bibel oder beidem gar keine Ahnung haben, als auch Kenner der einen und/oder anderen Materie.

Ein Kostenbeitrag von 20 Euro ist fällig. Weitere Infos und Anmeldungen bei Simone Siemers, Gemeindepädagogin (FS), Tel. 0160/75 48 621 oder Email: si.siemers@t-online.de.

Geheimnisse noch und nöcher. Zu viele, um alle zu kennen. Aber genug, um wissbegierigen Genießern einiges näher zu bringen. Und das machen Harz und Siemers gemeinsam. Winfried Harz parliert über „Uisge beatha“, ein gälisches Wort, das „Wasser des Lebens“ bedeutet und über die Jahrhunderte sich ins englische „Whisky“ (schottische Schreibweise) oder Whiskey (irisch, kanadisch, amerikanisch) verwandelte.

Quelle lebendigen Wassers

„Wasser des Lebens“ ist das Stichwort, das wieder zum geistlichen, kirchlichen Rahmen führt. In der Offenbarung 21,6 (Luther 2017) heißt es: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Entsprechende Bibelworte will Simone Siemers abwechselnd zu den Ausführungen des Whisky-Experten Harz zum Nachdenken oder zur Diskussion in die Runde geben.

Und nach ihren ersten Erfahrungen von zwei Tastings in Berkenthin ist sie sich sicher: „Das wird auch in Nusse ein anregender, geistvoller Abend mit netten Leuten und Gesprächen – und edlem Whisky.“

Von Joachim Strunk

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