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Lauenburg Gequälte Hunde aus Rumänien finden neue Heimat in Mölln
Lokales Lauenburg Gequälte Hunde aus Rumänien finden neue Heimat in Mölln
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20:36 24.05.2013
Lea (l.) und Angelika Loewenthal holten „Simba“ (r.) als Spielkameraden für ihren Hund „Nick“ aus dem Tierheim. Quelle: Dreessen
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Mölln

Der rumänische Verein, gegründet von dem passionierten Tierschützer Romulus Sale, heißt „Casa Cainelui“, übersetzt „Haus des Hundes“. Dieses neue Haus, 2012 eingerichtet, befindet sich in Timisoara im Nordwesten Rumäniens. In jener Region herrscht große Armut, vielen Hunden geht es dort schlecht. Sie werden misshandelt, vernachlässigt oder ausgesetzt.

Dagegen kämpfen Romulus Sale und seine Mitstreiter — mit einem solchen Elan, dass sogar ein deutsches TV-Team anreiste und über „Casa Cainelui“ berichtete. Diesen Beitrag sah Gaston Pruesmann im Fernsehen und beschloss zu handeln: „Dieses einmalige Tierschutzprojekt in Rumänien verdient Unterstützung“, sagte er sich.

Erstmals hat der Tierschutzverein Mölln jetzt zwei Hunde aus Rumänien geholt und hier an neue Besitzer vermittelt. Diese Aktion soll fortgesetzt werden, wie der Vereinsvorsitzende Gaston Prüsmann in einem Gespräch mit den LN ankündigte, „allerdings in kleinem Rahmen“.

„Wir wollen keine große Vermittlung aufziehen, schon gar nicht in gewerblichem Rahmen“, so Prüsmann. Bei der Aktion handele es sich vielmehr „um einen Austausch zweier befreundeter Vereine“.

Zwar sei es grundsätzlich sinnvoll, dass die Hunde in Rumänien eine neue Heimat fänden, aber einige könne man durchaus nach Mölln holen. Gesagt, getan: Prüsmann nahm Kontakt mit den Helfern aus Timisora auf, und als die ohnehin einen Kleintransporter mit zwei Hunden nach Hamburg schickten, gingen gleich weitere Vierbeiner mit auf die Reise: „Simba“, ein etwa ein Jahr alter Spitz-Mischling, und „Sammy“, ein drei alter Golden Retriever.

Beide waren noch in Rumänien von einem Tierarzt untersucht, geimpft, entwurmt, entfloht, gechipt und kastriert worden. In Mölln wurden die beiden Hunde ins Tierheim gebracht — und innerhalb von drei Wochen waren beide vermittelt.

„Simba“ landete bei der Familie Loewenthal, die einen Spielkameraden für ihren fröhlichen kleinen Hund „Nick“ suchte, „Sammy“ verstärkt jetzt die Familie Flint. „Ganz tolle und liebe Hunde“ seien das, sagten die neuen Besitzer übereinstimmend, als die LN sie besuchten.

„Die Aktion war ein voller Erfolg“, findet Prüsmann. Voraussichtlich im Juli will er erneut zwei Hunde aus Rumänien holen. Das solle immer dann erfolgen, „wenn wir nicht genug eigene Hunde im Tierheim zur Vermittlung haben.“

Im Tierheim Schwarzenbek findet man die Möllner Aktion gut, wie die Leiterin Gaby Möller erklärt: „Wir machen etwas Ähnliches und haben deshalb eine Partnerschaft mit einer polnischen Gemeinde in die Wege geleitet“. So habe man die Chance, auch mal Welpen vermitteln zu können. Davon, Straßenhunde aus Osteuropa nach Deutschland zu holen, rät Gaby Möller allerdings ab: „Die sind sehr schwer zu domestizieren.“

Hier werden Tiere vermittelt
Eine Vermittlung von abgegebenen oder gefundenen Hunden und Katzen ist im Kreis Herzogtum Lauenburg über die Tierschutzvereine in Mölln und in Schwarzenbek möglich.

In Mölln ist die Vermittlung eines Haustiers immer mittwochs und freitags zwischen 15 und 17 Uhr im Tierheim am Zeppelinweg 13 möglich. Telefonische Auskünfte gibt es unter 0 45

42/36 83.


Das Tierheim in Schwarzenbek befindet sich im alten Bauhof an der Feldstraße. Interessenten für eine Vermittlung sollten sich unter der Telefonnummer 0 41 51/77 98 melden.

Geöffnet ist das Tierheim immer sonnabends zwischen 11 und 14 Uhr.

Norbert Dreessen

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