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Lauenburg Bahn lässt 93 Schülerbilder in Büchen aufhängen – aber falsch herum ...
Lokales Lauenburg Bahn lässt 93 Schülerbilder in Büchen aufhängen – aber falsch herum ...
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13:04 21.11.2019
Graffiti-Schutzboards sollen den Tunnel am Büchener Bahnhof vor Vandalismus schützen. Seit Jahren malen Büchener Schüler dafür Bilder. Doch diesmal ist etwas schief gelaufen: Die vergrößerten Bilder wurden hochkant aufgehängt. Quelle: Holger Marohn
Büchen

Großformatige Bilder mit Motiven zum Mauerfall hängen im Fußgängertunnel unter dem Bahnhof Büchen. Schüler der Gemeinschaftsschule Büchen haben sie gemalt. Eine Aktion, die es zur Sanierung des Tunnels schon einmal gab. Nach acht Jahren gab es nun neue Motive, unter anderem zum Mauerfall. Doch bei der Austauschaktion ist etwas buchstäblich schief gelaufen. Die eigentlich im Querformat entstandenen Werke hängen hochkant – alle 93 Stück.

Graffiti-Boards sollen den Tunnel am Büchener Bahnhof vor Vandalismus schützen. Seit Jahren malen Büchener Schüler dafür Bilder. Doch diesmal ist etwas schief gelaufen: Die vergrößerten Bilder wurden hochkant aufgehängt. Quelle: HOLGER MAROHN

Der Bahn ist die Panne sichtlich peinlich. Die Plakate seien in einem falschen Format gedruckt worden, heißt es. Die zuständige Bahntochter DB Station und Service arbeite bereit an einer Lösung. Danach sollen die Werke der Schüler sukzessive neu gedruckt und aufgebracht werden, teilt die Bahn auf Anfrage mit.

Mit der Formatänderung von hoch auch quer werden die Plakate aber auch doppelt so groß. Damit wäre also nur noch Platz für weniger als die Hälfte der Bilder.

An der Schule ist man um Schadensbegrenzung bemüht. „Dass die Bilder falsch hängen, ist kein großes Thema bei uns“, sagt Harry Stossun, Schulleiter der Friedegart-Belusa-Gemeinschaftsschule Büchen. Der Unmut und die Enttäuschung äußern sich stattdessen im Netz, gepaart mit Lob für die Motive.

Panne bei Jubiläumswanderung aufgefallen

Für die Aktion hatten die Schüler monatelang gearbeitet. „Uns war aufgefallen, dass sich die Plakate mit den Motiven von vor acht Jahren inzwischen vielfach gelöst hatten“, sagt Schulleiter Stossun. Das habe man zum Anlass genommen, mit den Bahn zu sprechen und die Malaktion neu aufzulegen.

Eigentlich eine schöne Idee- die Bilder in Büchen sollen vor Graffiti schützen. Schüler der Gemeinschaftsschule Büchen haben die Motive gemalt, nur leider im Querformat...

„Wir haben den Klassenstufen verschiedene Themen als Aufgabe gestellt“, sagt Stossun. In den Klassen 5 und 6 sei es ums „Unterwegs sein“, bei den 7. und 8. Klassen um das Thema „Gemeinschaft“, in den 9. und 10. Klassen um „Freiheit“ und in der Oberstufe schließlich um „Grenzen“ gegangen.

Bereits vorab sei mit der Bahn vereinbart worden, dass eine Auswahl der Werke später die Tunnelwände zieren soll. Zwei Tage vor dem Jubiläumstag ließ die Bahn die Tunnelwände plakatieren.

Motive werden vergrößert

Doch als die Schüler dann bei ihrem schon fast traditionellen Erinnerungsmarsch an die ehemalige Grenze auch durch den Tunnel gingen, viel die Panne sofort auf. „Kleine Fehler, die beim Plakatieren gemacht wurde, sollen in Kürze noch korrigiert werden“, heißt es offiziell von der Schule.

Und tatsächlich arbeitet die Bahn bereits an einer Lösung. Die Bilder sollen vergrößert und neu gedruckt werden. Die neuen Bilder sollen dann über mindestens zwei oder drei Graffiti-Schutzboards gehen.

Schulleiter Stossuhn sieht darin überhaupt kein Problem. Bei den Bildern aus der ersten Aktion sei das ähnlich gewesen. Und da durch das Vergrößern nicht mehr Platz für alle 93 Bilder ist, sollen die Motive im Laufe der Jahre getauscht werden. Mit dem Umplakatieren soll in den nächsten Wochen begonnen werden.

Eigene Ausstellung für Bilder

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Aktion im Frühjahr 2011 als Plakatwettbewerb. Alle Büchener wurden damals aufgefordert Bilder zu malen, um den etwa 100 Meter langen Tunnel zu verschönern. Einzige Bedingung: Die Motive sollten einen inhaltlichen Bezug zur Eisenbahn und zur Gemeinde Büchen haben und sich vom Stil her von Graffitis abheben.

Der ursprüngliche Plan war damals, drei besonders gelungene Motive auszuwählen, als Plakate zu vergrößern und im Tunnel auf den Graffiti-Schutzbords anzubringen. Am Ende wurde es damals aber deutlich mehr Motive, die größtenteils so gelungen waren, dass sie auch eine eigene Ausstellung im gemeindeeigenen Kulturzentrum Priesterkate bekamen.

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Von Holger Marohn

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