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Lauenburg Grönauer Heide wird zur Weidefläche
Lokales Lauenburg Grönauer Heide wird zur Weidefläche
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21:21 19.10.2015
Auf der Grönauer Heide regenerieren sich jetzt seltene Pflanzen.
Groß Grönau

Elf Kilometer Zaun sind seit September am Nordteil der Grönauer Heide, dem einstigen Gelände des Bundesgrenzschutzes bei Lübeck, gezogen worden. Vierbeinige Landschaftspfleger mit Zottelfell sollen die mageren Grasfluren und die wertvolle Heide in Zukunft immer schön kurz halten, damit die lichtbedürftigen Pflanzen wie Heidenelke und Besenheide nicht überwachsen werden.

Die Arbeiten auf dem Nordteil des ehemaligen Übungsplatzes Grönauer Heide, der auch weiterhin im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) bleibt, werden von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein umgesetzt. Nach den Vorgaben des Managementplans für das europaweit geschützte Natura 2000-Gebiet sollen nach dem Zaunbau Artenschutzmaßnahmen für die gefährdeten Amphibien Kammmolch und Knoblauchkröte folgen. Munitionsfunde, die zunächst geräumt werden mussten, verzögerten die Bauarbeiten um viele Monate.

Zurzeit halten Ziegen, die auch mit einem mobilen Zaun sicher gehalten werden können, die Teilflächen der etwa 70 Hektar großen Heidelandschaft offen. Sie zerbeißen vor allem die vielen jungen Gehölzschösslinge, die Heide- und Magerrasenpflanzen den Lebensraum streitig machen. Auch in den nächsten Jahren sollen sie, immer mal wieder für kurze Zeit, die dort bald ganzjährig weidenden Galloway-Rinder unterstützen. Das warme Heideklima mit vielen Blütenpflanzen wie Thymian, Ackerwitwenblume und Augentrost ist ein Eldorado für Insekten wie den Warzenbeißer und Schmetterlinge wie den Wegerichscheckenfalter. Über den Insektenreichtum freuen sich die Amphibien und Vogelraritäten wie Neuntöter und Heidelerche.

Die Grönauer Heide ist Teil des Nationalen Naturerbes der Bundesrepublik, zu dem bundesweit Bergbaufolgelandschaften und ehemals militärisch genutzte Liegenschaften gehören.

LN

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