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Lauenburg Feuer zerstört Fachwerkhaus in Lauenburg
Lokales Lauenburg Feuer zerstört Fachwerkhaus in Lauenburg
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14:10 08.01.2019
Dachstuhlbrand in Lauenburg: Die Feuerwehr war in der Nacht zu Dienstag im Großeinsatz, weil ein Fachwerkhaus brannte. Quelle: Timo Jann
Lauenburg

Ein Großbrand hat in der Nacht zum Dienstag das historische Fachwerkgebäude gegenüber vom Askanierring an der Hamburger Straße im Stadtzentrum von Lauenburg zerstört. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude – eines der letzten seiner Art in der Oberstadt – dürfte als Totalschaden durchgehen. „Ein Nachbar war zu uns in die Wache gelaufen gekommen und hatte den Brand gemeldet“, berichtete ein Polizeibeamter. Die Polizeistation befindet sich nur wenige Meter von der Brandstelle entfernt. Die Beamten forderten daraufhin sofort die Feuerwehr zum Löschen an.

„Als wir kurz nach dem um 1.33 Uhr ausgelösten Alarm am Einsatzort waren, stand der Dachstuhl des Gebäudes bereits in Vollbrand“, erklärte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer. Er leitete zusammen mit seinem Stellvertreter Dennis Lühr sowie den Zugführern Torben Heuer und Florian Grundmann den Einsatz der 70 Feuerwehrleute aus Lauenburg, Geesthacht, Buchhorst und Schnakenbek. Unter anderem von zwei Drehleitern aus und mit Hilfe des Wasserwerfers des gerade erst kurz vor Weihnachten in Dienst gestellten neuen Löschfahrzeugs wurden die meterhoch aus dem Dach schlagenden Flammen bekämpft. Heuer: „Erste Priorität dabei hatte der Schutz des Gebäudes, in dem sich unten Uhrmacher Simon befindet. Auf der Seite hatten wir durch den Wind mit massivem Funkenflug zu kämpfen.“

Im Erdgeschoss befindet sich ein Restaurant

In dem betroffenen Gebäude befindet sich im Erdgeschoss das Restaurant Dubrovnik, im Dachgeschoss eine Wohnung. „Wir hatten sofort eine Erkundung gestartet, kamen aber nicht weit ins Gebäude“, so Heuer. Hintergrund: Alte Lehmdecken drohten einzustürzen, der Innenangriff wurde als zu riskant eingeschätzt. Menschen wurden in dem Fachwerkbau aber nicht angetroffen. Während der Löscharbeiten stürzte ein Teil des vorderen Giebels ein, Trümmer fielen bis auf die Bundesstraße. Die Einsatzleitung forderte daraufhin einen Bagger der Lauenburger Firma Gollnow an. Baggerfahrer Rico Gollnow machte gegen 4.45 Uhr schließlich kurzen Prozess und riss den Giebel komplett ein.

Halbe Million Euro Schaden

Die Ortsdurchfahrt von Lauenburg im Zuge der Bundesstraße 5 musste bis zum Morgen wegen der Lösch- und Aufräumarbeiten voll gesperrt werden. Die Autofahrer konnten über die Reeperbahn ausweichen.

Feuer zerstört Fachwerkhaus in Lauenburg in der Nacht zu Dienstag. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Brandursache ist aber noch unklar. Ob sich in den Trümmern des Dachstuhls noch Spuren für eine eindeutige Brandursache finden lassen, ist fraglich. Der Schaden wurde auf etwa 500.000 Euro geschätzt. Schnell machte in Lauenburg der Verdacht einer möglichen Brandstiftung die Runde, doch Beweise dafür gibt es bisher nicht. Und es brannte zunächst auch nur im Bereich des schwer zugänglichen Spitzbodens, von dort breitete sich das Feuer nach unten aus.

Erneute Löscharbeiten in den Morgenstunden

Bürgermeister Andreas Thiede war noch in der Nacht an die Einsatzstelle gekommen. „Die Feuerwehrleute haben gute Arbeit geleistet. Der starke Wind in Verbindung mit dem Funkenflug war nicht ohne. Das ging zum Glück gut“, so Thiede. Der Eigentümer, ein aus der Türkei stammender Mann aus Hamburg, hatte Thiede kürzlich noch von umfangreichen Sanierungsplänen für das Gebäude berichtet. Durch die Einwirkung von Flammen und Löschwasser dürfte an der Immobilie jetzt aber nichts mehr zu retten sein.

Gegen 9.45 Uhr forderte die Polizei am Morgen die Feuerwehr noch einmal zu Nachlöscharbeiten an. Aus dem Dachstuhl stieg erneut Qualm auf. Bei so alter Bausubstanz mit Lehmdecken nicht ungewöhnlich.

Timo Jann

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