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Lauenburg Giftiges Thermalöl wurde freigesetzt
Lokales Lauenburg Giftiges Thermalöl wurde freigesetzt
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20:12 27.08.2018
Großalarm im Chemiewerk Worlee in Lauenburg: Heißes Thermalöl, das als giftig gilt, trat aus.
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Lauenburg

Immer wieder Worlée: Das Chemiewerk an der Söllerstraße sorgte am Montag erneut für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Als giftig eingestuftes, heißes Thermalöl lief aus, Rauchschwaden stiegen auf. Verletzt wurde niemand, aber das Chemiewerk wurde evakuiert, und der Einsatz zog sich über Stunden bis zum Abend hin.

Ein Schlauch war bei Wartungsarbeiten geplatzt

Gegen 15 Uhr waren Arbeiter einer von Worlée beauftragten Firma damit beschäftigt, an einer Anlage innerhalb des Produktionsturms einen Schlauch, durch den das Öl läuft, zu wechseln. "Dabei ist ersten Erkenntnissen nach der Schlauch geplatzt und das Öl ausgetreten", sagte Geschäftsführer Joachim Freude. Sofort löste die Brandmeldeanlage aus, zusätzlich setzten Arbeiter einen Notruf ab. Die Leitstelle schickte aus dem ganzen Kreisgebiet Gefahrgut-Spezialisten nach Lauenburg.

"Die Erkundung im Produktionsturm gestaltete sich schwierig, der Trupp konnte nur mit der Wärmebildkamera sehen, es gab eine massive Verqualmung", erklärte Lauenburgs Feuerwehrchef Lars Heuer. "Nach einiger Zeit ist es uns gelungen, die Austrittstelle zu verschließen."

Spezialgerät kam für das Abpumpen zum Einsatz

Unter im Produktionsturm gibt es eine Auffangwanne um einen 60 Quadratmeter großen Bereich, in der das Öl 20 Zentimeter hoch stand. Es musste mit Spezialgerät abgepumpt und in beständige Behälter gefüllt werden. Auf dem Hof wurde eine mobile Dusche aufgebaut, in der die Einsatzkräfte dekontaminiert werden konnten.

Wann die Produktion wieder aufgenommen werden könne, ließe ich nicht absehen, so Freude. Worlée stellt vor allem Farben und Lacke her und ist in Lauenburg einer der größten Arbeitgeber. Zuletzt hatte es im Mai einen Großeinsatz der Feuerwehr im Werk gegeben.

Von Timo Jann