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Lauenburg Großer Erfolg der ersten Möllner Kulturnacht
Lokales Lauenburg Großer Erfolg der ersten Möllner Kulturnacht
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12:17 10.11.2019
Die Trommelgruppe SambaZamba des Möllner Gymnasiums sorgte auf dem Markt für einen kraftvollen Auftakt der Kulturnacht. Quelle: Silke Geercken
Mölln

„Die erste Möllner Kulturnacht ist aus Sicht des Tourismus- und Stadtmarketing Mölln ein Erfolg gewesen“, bilanzierte Kathrin Thomann vom Eventmarketing der Stadt Mölln am Freitag mit Understatement. Tatsächlich waren alle Beteiligten – an elf Standorten gab es für die Besucher 16 verschiedene Programmpunkte zu entdecken, insgesamt waren über 50 Beteiligte mit Kulturschaffenden, Locationbesitzern und Helfern involviert – schwer begeistert.

Durch die Straßen bummeln und ab und zu einen Happen Kultur – unplugged und wohltuend handgemacht – genießen, ohne störende Ablenkungen durch Bratwurst- oder Pommesdüfte, das gefiel den Menschen. Hatte es doch einen etwas gediegeneren Flair als die sonst übliche Jahrmarktszenerie.

Kunst aus der Region an elf Spielorten

Die Künstler aus der Region spielten und lasen an zum Teil ungewohnten Orten. Fotograf Thomas Biller (ThoBi) hatte seine Kamera zu Hause gelassen und es sich im alten Salzprahm im Historischen Museum mit seinen beiden Gitarren gemütlich gemacht. Er sang und las eigene Stücke und brachte die Besucher zum Schmunzeln oder auch Nachdenken.

Es waren wohl einige hundert Kulturfreunde, unter ihnen auch Bürgervorsteher Jan Frederik Schlie, die sich an diesem nicht wirklich schönen Herbstabend auf den Weg gemacht hatten und es sicher nicht bereut haben. An allen Spielorten herrschte Ruhe und Gemütlichkeit, manchmal war es ein gutes Dutzend Zuhörer, dann wiederum eine größere Zuhörerschar.

„Hochsensibel lieben“ bei Trend Men

„Volles Haus“ hatte der Sänger Don Larso, der im Ratskeller mit Gitarre, sanften Songs und sonorer Stimme begeisterte. Einen guten Zulauf hatte auch Arne Salig beim Herrenausstatter Trend Men. Der psychologische Berater stellte sein neuestes Buch „Hochsensibel lieben“ vor.

Er beschrieb den Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit, die unterschiedlichen Motivationen bei der Partnersuche, was automatisch einen Dialog mit den Besuchern hervorrief. Der Verein Kunstwerk zeigte in seinen beiden Galerien Bilder und Plastiken, und Bildhauer Bruno Kluß konnte man bei der Arbeit für eine Holzskulptur über die Schulter schauen.

Wiederholung im Stundentakt

Zu den zahlreichen Gästen gehörte die gebürtige Engländerin Moira. Sie war extra aus Ammersbek angereist. „Als ich in der vergangenen Woche hier zum Wandern war, habe ich von der Kulturnacht erfahren und wollte unbedingt dabei sein. Es ist eine schöne Sache, endlich mal etwas ohne Kommerz“, sagte sie.

Elf Veranstaltungsorte im Stadtgebiet standen zur Wahl zwischen Buchhandlung Weber in der Hauptstraße und der Nicolai-Kirche am Markt. Und da die Veranstaltungen im stündlichen Rhythmus wiederholt wurden, hatten die Besucher Gelegenheit des mehrfachen Kulturgenusses. Die Künstler traten bis zu fünf Mal zwischen 18 und 23.30 Uhr auf, sodass sich auch späteres Kommen lohnte.

Organisatorin mit gutem Händchen

Eine gelungene Sache, die wiederholt werden sollte. Kathrin Thomann, Auszubildende beim Stadtmarketing im zweiten Lehrjahr, hatte bei der Organisation ein gutes Händchen bewiesen. „Die Durchführung der Veranstaltung lief komplett reibungslos ab“, berichtete sie.

Gespräche mit den Künstlern und Betreibern der Locations ergaben, „dass das Konzept sehr gut aufgenommen wurde. Alle waren sehr glücklich über den Verlauf des Abends“. Besonders erstaunlich sei das Interesse an den Taschenlampenstadtführungen gewesen, die trotz des Regenwetters auf bis zu 60 Teilnehmern pro Führung geschätzt wurden.

Termin im nächsten Herbst wahrscheinlich

Erste Teilnehmer und Besucher fragten bereits am Abend, wann eine zweite Kulturnacht stattfinden wird. Kathrin Thomann: „Dem wird das Tourismus- und Stadtmarketing Mölln im kommenden Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit nachkommen“, über einen genauen Zeitpunkt könne sie noch nichts sagen, ein Termin im Herbst sei aber wahrscheinlich.

Nur ein wichtiger Protagonist fehlte übrigens an diesem Abend: Die Lesungen von Till Eulenspiegel in der „Gerichtslaube“ unter der großen Linde mussten wegen Krankheit des Narren ausfallen. Gute Besserung, Till!

Von Silke Geercken und Joachim Strunk

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